Montabaur
aufgrund des guten Geschäftsganges wiederum 10,15 % betragen.
Neben den bewährten Kundenveranstaltungen für Bauherren und den Seminaren für Firmenkunden in der Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloß Montabaur, stand das Geschäftsjahr ’92 ganz im Zeichen der »Zinsabschlagssteuer«. Nach einer schriftlichen Information an alle Kunden wurde in erster Linie die persönliche Beratung favorisiert. Intensive Schulungen für die Kundenbetreuer gingen den eigens eingerichteten Beratungsabenden zur Zinsabschlagssteuer voran. Bisher ist die Volksbank mit dem Rücklauf der Freistellungsaufträge sehr zufrieden und kann allen Kunden, die einen entsprechenden Auftrag erteilt haben, zusichern, daß per 31. Dezember dierelevanten Daten auch in der EDV verarbeitet waren und diese Kunden somit ab dem 1. Januar 1993 in den Genuß des Freibetrages kommen.
Nicht zuletzt im Rahmen der Zinsabschlagssteuer hat sich das gute Miteinander im genossenschaftlichen Finanzverbund hervorragend bewährt.
In Zusammenarbeit mit der DG-Bank Luxemburg, der Union- Investment-Gesellschaft, der DIFA AG sowie den altbewährten Verbundpartnern Bausparkasse Schwäbisch Hall und R + V- Versicherung wurden die gesteckten Ziele im Vermittlungsgeschäftin ’92 vollerreicht. Nach dem Auslaufen der Berlin-Darlehen in 1991 wurden im Geschäftsjahr ’92 die geschlossenen Im- mobilien-Fonds zum Anlagehit für steuersparende Geldanlagen. Insbesondere die steuerlich interessanten Fonds, die in den neuen Bundesländern bzw. Berlin investieren, wurden von den Anlegern stark nachgefragt.
Neben Spenden-Engagements im Caritativen- und Vereinsbereich stand das Thema Umweltschutz in '92 eindeutig im Vordergrund. Schwerpunkt war die Baumaßnahme eines Freiluft- Klassenzimmers am Mons-Tabor-Gymnasium, in das allein 10.000,00 DM flössen
Die Konjunkturschwäche dürfte für die Bundesbank evtl, schon im ersten Quartal Anlaß sein, mit einer nachhaltigen Zinssenkung zu beginnen, so Vorstandssprecher Höher. Für das Gesamtjahr ’93 wird der Zinssenkungsspielraum etwa zwischen 1 bis 2 % betragen. Unter diesem Aspekt ist den Anlegern zu empfehlen, sich jetzt längerfristig zu binden, während den Investoren im privaten Wohnungsbau zu variabler Verzinsung bzw. kurzfristigen Festschreibungen zu raten ist.
Die prognostizierte Konjunkturabschwächung für ’93 wird nach Einschätzung Höbers in der Westerwaldregion nur abgemildert auftreten. Somit rechnet die Volksbank Montabaur- Wallmerod auch in 1993 mit einem moderaten Wachstum, was jedoch unterhalb der Expansionsrate des vergangenen Ge- schäftsj ahres liegen dürfte Obwohl es schwer sein dürfte, die guten Ertragszahlen der Vorjahre fortzuschreiben, geht die Volksbank von einer zufriedenstellenden Ertragsentwicklung aus.
Nachlaß der Abfallentsorgungsgebühren bei Eigenkompostierung
Anträge bei Verbandsgemeinden, Kreisverwaltung und der We- sterwaldkreis-Abfallbeseitigung erhältlich Haushalte, die alle in Haus und Garten anfallenden organischen Abfälle selbst kompostieren oder anderweitig verwerten, erhalten ab 1993 auf Antrag einen Gebührennachlaß für die Abfallentsorgung. Ab sofort können die Anträge bei den Verbandsgemeinden, der Kreisverwaltung, der Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung in Moschheim und auf den Hausmülldeponien in Meudt und Rennerod abgeholt werden.
Der Antrag ist an die Abfallbeseitigung zurückzuschicken. Von dort erhalten die Antragsteller dann mit der Antragsbestätigung einen Aufkleber »Wir kompostieren«, der auf der grauen Restabfalltonne anzubringen ist.
Der Gebührennachlaß von etwa 10 % der Ausgangsgebühr wird auch den Bürgern gewährt, die erst jetzt mit der Kompostierung beginnen. Die Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung behält sich das Recht vor, die Richtigkeit der Anträge jederzeit zu überprüfen.
Zum günstigen Preis hält die Abfallbeseitigung in Moschheim und auf den Hausmülldeponien noch Schnellkomposter zur Verfügung, die dort - solange der Vorrat reicht - während der üblichen Dienstzeiten gegen Barzahlung abgeholt werden können. Bei Fragen wenden Sie sich an die Abfallberaterin Irene Kirst- Melcher, Tbl. 02602/680655.
Nr. 4/93
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Tips für den Alltag
Damit es bei der Rechnung kein böses Erwachen gibt »Achtung, das Stauende liegt in einer Senke«, tönt es aus dem Radio. »Das sehe ich selber«, ärgert sich Rainer F., als er langsam auf den Stau zurollt. Doch der Fahrer der schweren Limosine, der ein, zwei Minuten später den Hügel hinabrast, überblickt die Situation nicht so schnell. Zwar tritt er noch in letzter Minute auf die Bremse^ doch da hat es bereits gekracht.
Als Rainer F. zwei Wochen nach dem Unfall das Krankenhaus verläßt, ist sein BMW immer noch in der Reparatur. Eine noch längere Ausfallzeit kann der Geschäf tsmann sich aber nicht leisten, deshalb nimmt er zur Überbrückung einen Mietwagea »Für den muß ja ohnehin die Versicherung des Unfallverursä- chers aufkommen«, denkt Rainer F.
Und weil er den ganzen Ärger mit seinem Auto vergessen will, macht er gern von dem Angebot des freundlichen Mietwagenhändlers Gebrauch und unterschreibt ihm eine Globalzession. Das heißt: Herr F. tritt ihm bis zur Höhe der Mietwagenrechnung alle Ansprüche ab, die er wegen des Unfalls bei der gegnerischen Haftpflicht geltend machen kann Doch als Rainer F. den Gebrauchtwagen zurückgibt, erlebt er eine böse Überraschung: Die Wertminderung, die ihm die Versicherung für sein zwei J ähre altes Auto gezahlt hat, ist für den Mietwagen draufgegangea Was ist passiert? Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe erklärt die rechtliche Situation.
Wer schuldlos in einen Autounfall verwickelt wird, hat nicht allein Anspruch auf die Reparaturkosten. Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners trägt auch die sogenannten Sachfol- geschäden, wozu unter anderem die Kosten für einen Mietwagen zählen Allerdings muß man berücksichtigen: Die Rechnung des Händlers übersteigt in der Regel die Leistung, die die Versicherung für den Mietwagen zu erbringen hat, um 15 Prozent. Warum? Die Rechtsprechung geht davon aus, daß den Geschädigten sein eigenes Auto in dieser Zeit auch Geld gekostet hätte.
Hat man dem Vermieter jetzteine Globalzessionunterschrieben und damit alle Ansprüche abgetreten, so kann der die 15 Prozent von den anderen Schadenpositionen wie beispielsweise den Reparaturkosten oder der Wertminderung abziehen. Im schlimmsten Fall wird das Unfallopfer für den Mietwagen noch selber zur Kasse gebeten.
Gegen solche Tücken ist man gefeit, wenn man dem Händler nur die Ansprüche abtritt, die tatsächlich durch einen Mietwagen verursacht werden. Zudem sollte man im Vorfeld mit dem Händler abklären, ob er die 15 Prozent Eigenersparnis übernimmt - viele Vermieter sind dazu bereit. Sollte sich der Vermieter weigern, gibt es noch eine Alternative, die der HUK-Verband empfiehlt: Ein Auto mieten, das eine Klasse kleiner als das eigene ist Die meisten Versicherer machen in diesem Fall keine Eigenersparnis mehr geltend.
- Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich, bevor er einen Ersatzwagen mietet, auf jeden Fall mit der Haftpflichtversicherung des Ünfall Verursachers absprechen.
Dem Erfolg auf die Sprünge helfen!
Weiterbildungs-Seminarplan 1993 der Kreishandwerkerschaft Neu erschienen ist der Weiterbildungs-Seminarplan 1993 der Kreishandwerkerschaft in Montabaur. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) und dem Bereich von Gesetz und Rechtsprechung, insbesondere im Baurecht, Arbeitsrecht und Vertragsrecht. Außerdem gibt es Seminare zum Thema Buchführung, Bilanzanalyse, Kostenrechnung und Finanzierung. Besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Gebiet der Verkaufsförderung, wobei hier speziell Verkaufsrhetorik, Tfelefontraining und Marketing zu nennen sind.
Ein ganz neuer Programmpunkt: »Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse für die Frau im Meisterbetrieb«, ist speziell auf die Probleme, mit denen Frauen im betrieblichen Alltag konfrontiert werden, entwickelt worden.
Traditionell werden natürlich weiter Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung im Handwerk durchgeführt. Der Weiterbil- dungs-Seminarplan 1993 kann kostenlos bei der Kreishandwerkerschaft angefordert werden. Tbl.-Nr.: 02602/10050, Joseph- Kehrein-Str. 4, 5430 Montabaur.

