Montabaur
Nr. 4/93
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Natur-und Umwelt-Info
Eis am Morgen
Wer kennt das nicht - über nacht hat es gefroren, man hat es eilig und die Autoscheiben sind vereist. Viele Autofahrer werden dann zu “Umweltsündern”. Sie lassen ihren Motor an und kratzen während dieser Zeit die Scheiben frei.
Viele wissen nur nicht, daß gerade so ein “Kaltstart” die Umwelt in erheblichem Maße belastet. Nach einem Kaltstart verbrennt der Motor den Kraftstoff nur unvollständig. Es entsteht besonders viel giftiges Kohlenmonoxid und krebserregende Kohlenwasserstoffe. Weil das zuviel angesaugte Benzin oder Diesel sich an den kalten Zylinderwänden niederschlägt und den Ölfilm von der Kolbenlaufbahn abwäscht, schadet Warmlaufenlassen auch dem Motor. Kolbenschäden können teure Reparaturen zur Folge haben. Katalysator-Fahrzeuge haben zumeist eine elektronisch geregelte Gemischaufbereitung. Sie leiden zwar nicht direkt unter dem Leerlauf, um die Abgase aber wirksam entgiften zu können, braucht der Katalysator eine bestimmte Betriebstemperatur, die er am schnellsten beim Fahren erreicht. Dieselmotoren laufen nach Kaltstarts im Leerlauf besonders laut. Der Gesetzgeber verbietet diese unnötige Lärmbelästigung. Zügig losgefahren wird auch der Dieselmotor schneller warm und das bekannte “Nageln” verliert sich rascher.
Auf jeden Fall kostet das Warmlaufenlassen des «alten Motors enorm viel Sprit. Außerdem verbietet die Straßenverkehrsordnung unnötigen Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen. Richtig verhält sich, wer vor dem Aalassen sein Auto gründlich von Eis und Schnee befreit und gleich nach dem Anlassen losfährt. Für ganz Eilige empfiehl: es sich, am Abend zuvor die Scheiben mit einer Decke zu verhüllen.
Raststättenbetreiber und -besucher für das Thema Umwelt zu sensibilisieren, war das Anliegen dieser Aktion, bei der gleichzeitig deutliche Bemühungen für mehr Umweltbewußtsein zu verzeichnen waren.
Naturpark Pfälzerwald Biosphärenreservat
Die UNESCO hat den Naturpark Pfälzerwald als Biosphärenreservat anerkannt. Vor einigen Monaten hat der Naturparkträger diesen für Rheinland-Pfalz einmaligen Status beantragt.
Die UNESCO-Entscheidung wird von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Martini als Beginn für eine verstärkte Naturschutzarbeit in diesem Naturpark gewertet. Außerdem schaffe das Biosphärenreservat eine neue Plattform für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem französischen Naturpark „Nordvogesen", der den Status als Biosphärenreservat bereits erhal-
ten hat. Min.f. Umwelt Rhld.-Pf.
Nachtspeicheröfen
Ein Leitfaden über die sachgerechte Demontage und Entsorgung von Nachtspeicheröfen, in denen Asbestbauteile enthalten sind, hat das Wuppertaler Umweltberatungsbüro “PRO Energie & Umweltschutz” herausgegeben. Er eignet sich vor allem für Umweltberatungsstellen, Handwerksbetriebe und Endverbraucher.
Der Leitfaden kostet 39,90 DM und kann (gegen schriftliche Bestellung) bei PRO Energie & Umweltschutz, c/o Frank Homschu, Augustastraße 134,5600 Wuppertal 1, Tel. 0202/437324, bezogen werden. -
Pflanzenschutzmittel in Brotgetreide
Tropenholz
v in Lateinamerika ist Brasilien mit 50.000 Quädratkilörneterajr
• der derzeitigen jährlichen Waldzerstörung von 76.800 Qua-: - dratkilometer beteiligt. Solche Zahlen über die Verbreitung'
• der Regenwälder, ihre Überlebensbedingungeri und die verschiedenen Zerstörungsursachen enthält die Broschüre ‘Tropenholz” der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA). Die deutsche Rolle im internationalen Tropenholzhandel gehört ebenso zum Inhalt wie die Frage nach einer naturverträglichen Nutzung der Regenwälder. Ein wichtiger Teil der neuen Broschüre sind die Informationen für den Verbraucher. Sie reichen von Orientierungshilfen für die Verwendung heimischer Hölzer bis zu Handlungsmöglichkeiten für alle, die aktiv zum Regenwaldschutz beitragen möchten.
ARA-konkrel 2: “Tropenholz” (56 Seiten) kostet 6,50 DM und kann bei ARA, Klasingstr. 17, 4800 Bielefeld, Tel. 0521/65943, Fax 64975 bestellt werden. Bei Abnahme von 20 und mehr Exemplaren 30 Prozent Rabatt.
Umweltfreundlichste Autobahnraststätte
Die Raststätte Renchtal West an der Autobahn A 5, südlich von Offenburg ist Deutschlands umweltfreundlichste Autobahnraststätte. Den zweiten Platz in diesem, vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem ADAC durchgeführten Wettbewerb belegte die Raststätte Greding an der A 9 zwischen Nürnberg und München. Dritter wurde die Raststätte Baden-Baden, ebenfalls an der A 5. Bewertet wurden unter anderem die Abfalltrennung, Verwendung von Mehrweggeschirr und -flaschen, der Einsatz umweltverträglicher Geschirrwaschanlagen, die Verwendung von Umweltpapier, die Resteverwertung, die Kompostierung, Fettentsorgung sowie die Sondermüllentsorgung.
Der Bericht der Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung, Detmold, und des Instituts für Getreideverarbeitung, Bergholz-Rehbrücke, zeigt, daß Brotgetreide in West- und Ostdeutschland - wenn überhaupt - nur geringe Pflanzenschutzmittel-Rückstände aufweisen. Die Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittel ergaben, daß die nachgewiesenen Rückstände bei 99,5 Prozent der 650 Weizen- und Roggenproben unter der gesetzHctT.festgelegten Höchstgrenze lägen. Eine Ausnahme'bildet hier» das Pflanken^ Schutzmittel Undank 80 Prozent aller Proben fwteseri Ündan in Spuren auf. Dies liegt zum einen daran, daß Lindan, ein Chlorkohlenwasserstoff, schwer abbaubar ist. Zum anderen besteht noch die Zulassung als Schädlingsbekämpfungsmittel für die Anwendung in leeren Lagerräumen und Transportmitteln sowie in der Forstwirtschaft gegen den Borkenkäfer. Lindan steht unter anderem im Verdacht Leberund Nierenschäden auszulösen. Die Blei- und Kadmiumwerte dagegen waren in den alten und neuen Bundesländern insgesamt niedrig; es kam nur vereinzelt beim Kadmium zu Überschreitungen der rechtlich nicht verbindlichen Richtwerte (Richtwert, für Blei in Weizen: 0,3 Milligramm/Kilogramm, in Roggen 0,4 Milligramm; Kadmium: 0,1 Milligramm).
Personenstandsmeldungen im Dezember 1992 in der Verbandsgemeinde Montabaur
Geburten:
Kevin Eberz, Heiligenroth, Rheinstraße 37 Kevin Ferdinand, Holler, Waldstraße 5 Christian Kins, Montabaur, Albertstraße 1 Julia Gläßer, Boden, Mühlenstraße 1

