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Nr. 52/53/92

Montabaur

Recycling von Frostschutzmittel

Ab Sommer 1993 will die Gesellschaft für Umwelttechnik (GfU) im nordbadischen Eppingen das Frostschutzmittel Glykol recyceln. Abnehmer ist die Firma Hoechst, die das Frostschutzmittel wieder für die Automobilindustrie aufmi­schen wird. Bei dem Recycling wird Glykol in einer Reinheit, von 99,5 Prozent anfallen, aber auch täglich 25 Tonnen Ab­wasser, das immer noch knapp ein Prozent des Frost­schutzmittels enthält An einer Verringerung dieses Anteils wird noch gearbeitet. Bislang wird Kühlerflüssigkeit in Soiv. derabfallverbrennunqsanlaaen verbrannt. ; -

Effektivität der Regenwassemutzung

Der Tropfen auf dem heißen Stein? Regenwassemutzung zwischen Ökonomie und Ökologie heißt die völlig neu über­arbeitete Studie zur Effektivität von Regenwassersammel­anlagen am Beispiel dreier Bremer Mietshäuser, herausge­geben von der Bremer Umwelt Beratung. Neben grundle­genden Informationen über Wasserverbrauch und Einsatz­möglichkeiten für Regenwasser, stellen die Autoren die rechtlichen Aspekte dar, die von den baurechtlichen Vor­schriften bis zum Eritwässerungsgebührenortsgesetz rei­chen. Anhand vieler Zeichnungen erklären sie die Funk­tionsweise einer Regenwassersammelanlage. Im Mittel­punkt der Studie steht jedoch die konkrete Umsetzung der Regenwassemutzung bei Mietwohnungssanierungen. Am Beispiel des ModellprojektesAxstedter Straße, das neben wassersparenden Maßnahmen auch die Erhaltung der Bau­substanz und eine Verbesserung von Wohnkomfort und Wärmedämmung zum Ziel hatte, informiert sie über Be­triebsergebnisse und die Wirtschaftlichkeit von Regen­wassersammelanlagen.

Die Studie umfaSt 80 Selten mit Fotos und Qraflken (17,50 DM) und Ist zu be­stellen bei der "Bremer Umwelt Beratung e.V., Walsroder Str. 12 -14, Tel. 0421/356746.

Europäische Verpackungsrichtlinien

Zehn Jahre nach dem Tag zu dem die neue europäische Verpackungsrichtlinie In einzelstaatliches Recht umgesetzt sein muß, sollen 60 Gewichtsprozent eines jeden als Ver­packungsabfall anfallenden Materials aus dem Abfallauf­kommen ausgesondert und stofflich verwertet werden." Da­mit bleibt der Richtlinienvorschlag der EG-Kommission, der noch vom Ministerrat gebilligt werden muß, weit hinter den Vorgaben der deutschen Verpackungsverordnung zurück. Diese sieht ab 1. Juli 1995 für Glas, Aluminium und Weiß­blech Verwertungsquoten von 72 Prozent (Erfassung 80 Prozent, davon 90 Prozent Verwertung), für Pappe, Papier, Kunststoffe und Verbünde 64 Prozent (Erfassung 80 Pro­zent, davon 80 Prozent Verwertung) vor. Ferner möchte die Richtlinie mit einer fünfjährigen Ubergangsfrist spezielle Kennzeichnungen für Mehrwegverpackungen, verwertbare Verpackungen und für Verpackungen, die ganz oder teilwei­se aus Recycling-Material bestehen. Dabei soll genau ange­geben werden, wie hoch der prozentuale Anteil des Recyc­ling-Materials an der Verpackung ist. Bisher gibt es in den EG-Staaten Belgien und den Niederlanden zwischen Regie­rung und Industrie freiwillige Übereinkommen zur Vermei­dung und stofflichen Verwertung von Verpackungen. In Frankreich müssen darüber hinausgehend die Unternehmen ein Pfändsystem für Verpackungen einrichten oder ein Sam­melsystem aufbauen. In Deutschland gilt seit 1.12.91 die Verpackungsverordnung.

EG-Kommission, Ziteimannstraße 22, 5300 Bonn 1, Tel. 0228/53009-0, Fax 53009-50. Der Richtlinlenvorschlag (Sept. 1992) ist als Bundesratsdrucksa­che 619/92 erschienen (Kosten 3,50 DM plus Porto). Alleinvertrieb: Verlag Dr. Hans Heger, Herderstraße 56,5300 Bonn 2, Tel. 0228/363551, Fax 361275.

Strom und Wärme

Blockheizkraftwerke, die gleichzeitig Strom und Wärme liefern, bestehen aus mehreren Kraft-Wärme-Einheiten. Diese Einhei­ten sind untereinander gekoppelt.

Besonderes Merkmal dieser Kraftwerke ist die hohe Brennstoff­ausnutzung, d.h. die Umwandlung in die Nutzenergie Strom und Wärme wird sehr wirkungsvoll umgesetzt. Die Brennstoff­nutzungsgrade solcher Blockheizkraftwerke (BHKW) liegen bei 90 % zum Vergleich: ein moderner Heizkessel erreicht etwa 75 %; ein modernes Kohlekraftwerk mit überwiegender Stro­merzeugung ca. 42 %.

BHKW-Anlagen werden nahe an den Verbrauchsschwerpunk­ten errichtet, das erspart Investitionskosten für den Wärme­transport und senkt die transportbedingten Wärmeverluste.

Ein Verbrennungsmotor, betrieben mit Dieselöl, Erdgas, Bio­gas oder ähnlichem, treibt einen Generator an. Die Abwärme der Antriebsmaschine wird dem Abgas bzw. Kühlwasser und Schmieröl über Wärmetauscher entnommen und zum Heizen oder als Prozeßwärme verwendet.

Je nach Interessen des Betreibers kann das BHKW dem Strom­bedarf dienen (Wärme als Nebenprodukt) oder es kann dem Wärmebedarf dienen (Strom als Nebenprodukt).

Umweltfreundlich ist nicht teurer

Gestecke für die Winter-Dekoration von Gräbern, die aus um­weltfreundlichen Materialien gearbeitet sind, müssen nicht teu­rer als herkömmliche Gebinde sein. Preßpappe, Stroh, Heu als Unterlage oder der gute alte Tbntopf mit Erdfüllung, kommen wieder zu Ehren. Vielfach werden auch besteckte Buchsbäum­chen angeboten. Der robuste Buchsbaum übersteht den Winter auf dem Friedhof ohne Schaden.

Umweltbeauftragter der VG Montabaur Helmut Meier, Tbl. 02602/126109

Erwachsenenbildung

Wochenendfahrt nach Dresden

Für das Wochenende, 23.124. Januar 1993, planen wir eine Fahrt nach Seiffen/Erzgebirge, um im dortigen Spielzeugmu- seum erzgebirgische Volkskunst kennenzulernen und nach Dresden, um in der wiedereröffneten Gemäldegalerie im Zwinger die berühmten »Alten Meister« zu bewundern; wenn möglich auch noch etwas von der Stadt in ihrem heutigen Zu­stand zu sehen. Näheres entnehmen Sie bitte den nächsten Wochenblättern.

Kosten: Unterkunft, Fahrt, Eintritt, Führung: 170,00 DM. Nur noch wenige Plätze frei I

Wochenendfahrt nach Stuttgart/Tübingen am 6 . 17 . März 1993

Am Samstag, 6. März 1993, wollen wir das Ludwigsburger Schloß besichtigen. Der Nachmittag und Abend stehen Ih­nen in Stuttgart zur freien Verfügung (Besuch der Staatsga­lerie, des Württembergischen Landesmuseums), der Abend evtl, zu einem Theaterbesuch. Am Sonntagvormittag haben Sie Zeit zu einem Stadtbummel in Tübingen.

Am frühen Nachmittag besuchen wir die Cezanne-Ausstel- lung. Die Sonderausstellung zeigt Meisterwerke von Cezan- ne aus 4 Jahrzehnten. Die Ausstellung bietet einen repräsen­tativen Querschnitt durch das gesamte Schaffen des Malers, wie er in dieser Breite (außer in der Pariser Retrospektive von 1936) noch nie zu sehen war.

Kosten für die Fahrt, Übernachtung, Eintritt: 150,00 DM (20,00 DM Einzelzimmerzuschlag).

Anmeldeschluß für diese Fahrt: 09. Januar 1993.

Anmeldungen für beide Fahrten:

VHS-Geschäftsstelle, Montabaur, 'Itelefon: 02602/126.105.

Geschäftszeiten der Volkshochschule Montabaur:

Mittwoch. 13.30 -16.00 Uhr

Donnerstag . 8.00 -12.30 und 13.30 -18.00 Uhr

Freitag. 8.00 -12.30 Uhr