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Wochenblatt

der Verbandsgemeinde Montabaur

Wochenzeitung mit öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinden

Soden, Daubach, Bttelbom, Gackenbach, Qirod, Görgeshausen, Großhofbach, Haiiberscheid, Heiligenroth, Hofier, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, Niedererbach, Numborn, Oberelbert, Ruppach-Gold hausen, Simmem, Stahlhofen, tlntershausen, Welschneudorf

sowie der Zweckverbände gemäß § 27 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember 1073 - GVBI« S 419 * In der derzeit gülägen Fassung - und den Bestimmungen der Hauptsatzung.

Jahrgang 20

FREITAG, 25. Dezember 1992

Nummer 52/53

Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weihnachtsfest und Jahreswech­sel sind Ereignisse, die den ge­wohnten Ablauf des öffentlichen wie privaten Lebens unterbrechen. Für einige Läge entziehen wir uns der Hektik und Betriebsamkeit des Alltags. Dieser Abstand zu den Dingen, die uns sonst täglich bewe­gen, gibt Gelegenheit, sich auf ei­nen Rückblick, auf eine Würdi­gung des ablaufenden Jahres zu besinnen.

Dabei müssen wir feststellen, daß wir im wiedervereinigten Deutsch­land, und auch in unseren Gemein­den, in unserer unmittelbaren Um­gebung mit Themen und politischen Fragen konfrontiert sind, die wir für überwunden hielten.

Bilder von Bürgerkriegsszenen prägen die täglichen Nachrichten.

Grausame Kriegsszenen, wehrlose unschuldige Zivilbevölkerung, Flüchtlinge in Hunger und Elend kenn­zeichnen die Eindrücke, die uns durch die Medien aus Jugoslawien, aus vielen Staaten der ehemaligen Sowjet-Union sowie aus Afrika erreicht haben. Die engagiert organisierten Hilfen, die auch in unseren Ge­meinden ins Leben gerufen wurden, sindin dem Zusammenhang sehr wichtig. Vor dem Ausmaß der mensch­lichen Tragödien muß man jedoch erkennen, daß sie das Leid nur lindern, die Situationen an sich jedoch lei­der nicht verändern können; hier sind alle Staaten im Westen gefordert.

Bürgerkriege führen zu zahlreichen Flüchtlingsbewegungen, die auch uns hier in Deutschland, im Wester­wald, in Montabaur erreichen und berühren. Wir alle sind auf gerufen, hier zu helfen und ein wenig auf Wohl­standszuwachs zu verzichten. Ein wenig zu teilen von dem, was uns zur Verfügung steht, mit denen, denen dringend geholfen werden muß, sollte für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein.

Umso bedrückenderund für uns alle alarmierend ist nun, daß rechtsradikale »Schreihälse«, polemische De­magogen und Politiker, die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung fordern und anwenden, unsere ausländischen Mitbürger und Gäste angreifen und diskriminieren. Hier sind nicht nur die staatlichen Organe - Polizei und Justiz - aufgerufen, dem mit allen gesetzlichen Mitteln zu begegnen.

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Winterlandschaft bei Montabaur

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