Einzelbild herunterladen

Montabaur

36

Nr. 48/92

Fünf Zahlen sollen Deutschland auch postalisch zusammenführen

Neue Postleitzahlen sollen vom 1. Juli 1993 an die Beförderung von Brief- und Frachtsendungen bei der Post einfacher, schnel­ler, zuverlässiger und später auch billiger machen. Zunächst aber muß der Postdienst für die Umstellung vom bislang vier­stelligen auf das künftig fünfstellige Leitzahlensystem tief in die Thsche greifen. Nur für die Werbung hat die Post bereits 80 Millionen Mark veranschlagt.

Es ist das erste Mal in Europa, daß ein bewährtes Postleitzahlen­system gegen ein neues ausgetauscht wird. Notwendig wurde die Umstellung durch die deutsche Vereinigung, die insgesamt 802 Überschneidungen der 3.400 west- und 2.020 ostdeutschen Kennziffern mit sich brachte, wie etwa die Postleitzahl 5300 für Bonn im Westen und Weimar im Osten. Seit Oktober 1990 gibt es daher als zusätzliche Kennung ein W für West oder ein O für Ost.

Damit ist nunbald Schluß Die neuen fünfstelligen Zahlen sollen Deutschland auch postalisch wiedervereinigen. Geradezu gene­ralstabsmäßig hat die Bonner Generaldirektion Postdienst je­den Schritt bis zum Stichtag 1. Juli 1993 vorbereitet. Die jeweils erste Ziffer der künftig zehn Leitzonen steht schon fest. Sie orientiert sich weitgehend am alten System, ganz neu sind nur die 0 für Sachsen und Sachsen-Anhalt und die 9 für Franken und die Region um Erfurt und Thüringen. Die Zuteilung aller rund 33.000 neuen Postleitzahlen soll bis zum Jahresende abge­schlossen sein.

Die fünfstelligen Zahlen ermöglichen der Post die genaue Steue­rung der Sendungen bis zum Zustellbereich, zu Postfachschrän­ken oder einzelnen großen Firmen. In Großstädten können für besonders lange Straßen künftig verschiedene Zahlenkombina­tionen gelten. Dafür müssen die Postkunden dann Fleißarbeit leisten: Gut 900 Seiten umfaßt das neue Postleitzahlenverzeich­nis samt Anhängen wie Straßenlisten, das im Mai nächsten J ah- res an alle 34 Millionen Haushalte in Deutschland verteilt wird. Unternehmen und Behörden, die Millionen Adressen in Compu­tern gespeichert haben, können im Januar mit dem Austausch der alten gegen die neuen Zahlen beginnen. Sie können von der Post Disketten und Magnetbänder für den elektronischen Datenabgleich erhalten.

Mit Datenabgleich und neuen Verzeichnissen allein ist es jedoch nicht getan. Der Postdienst setzt vor allem auf eine »konsumige Umsetzung des spröden Themas«, um den Postkunden die neu­en Zahlen schmackhaft zu machen. Denn ein Flop käme teuer: Ein Prozent falsch oder gar nicht angegebener Leitzahlen schlägt bei der Bundespost bereits heute mit Mehrkosten von 50 Millionen Mark pro Jahr für manuelles Sortieren zu Bucha Diesen Monat läuft die Werbekampagne unter dem Motto »Wir haben uns viel vorgenommen« an. Viel leisten muß dabei vor al­lem »Rolf« multimedial soll die knallgelbe, aus den fünf Fingern einer Hand gezeichnete »Comicfigur« vom nächsten Jahr an mal lustig, mal verschmitzt grinsend das Thema neue Postleitzahl »emotionalisieren«. Rolfs Slogan, den er via Presse, Funk und Fernsehen, von Plakaten oder bei Liveshows vor Fußballspielen unters Volk streuen wird:

»5 statt 4 ist ideal, schau erst mal nach der Postleitzahl.«

Anzeige

Hauptschulabschluß - und was dann?

Antworten auf diese Fragen gibt es am Informationstag für Hauptschüler, Samstag, 28. November 1992,10.00 -12.00 Uhr in der Berufsbildenden Schule Montabaur.

Der berufsbezogene fachpraktische Unterricht spielt in der Be­rufsfachschule eine besondere Rolle

In modern eingerichteten Fachräumen lernen die Schülerinnen und Schüler die neuen Technologien kennen.

Die praxisorientierten Anwendungen in den Bereichen Elektro­technik, Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik und Haus­wirtschaft/Sozialwesen könnt Ihr am Informationstag für Hauptschüler kennenlernen.

Anzeige

Bonusregelung

bis Ende April 1993 verlängert

Noch bis zum 30. April 1993 fördert die Gasversorgung Wester­wald die Installation von Brennwertgeräten mit 700,00 DM. Dies gab Geschäftsführer Hans Dieter Knott auf einer Abend­veranstaltung für die Architekten, Installateure und Schorn­steinfegermeister im Versorgungsgebiet der Gasversorgung

Westerwald bekannt.

Die Bezirksgruppe Westerwald-Rhein-Lahn des Deliwa-Vereins - Berufsvereinigung für das Energie- und Wasserfach - hatte zu der Veranstaltung mit dem Thema »Rund um den Schornstein« eingeladen. Die Referenten Folker Katzwinkel, Bezirksschorn­steinfegermeister aus Dierdorf, und Reinhold Pritzen vom Schornstein-Hersteller PLE WA gingen in ihren Fachvorträgen über die Brennwerttechnik auf die Problematik der Abgasfüh­rung, Dichtigkeitsprüfungen und Kondensateinleitungen in das öffentliche Abwassernetz ein.

Als Fazit kann festgehalten werden, daß die Gas- Brennwerttechnik trotz der Vorschriften, die die Abgasleitung und die Kondensateinleitung betreffen, die Heiztechnik der Zu­kunft ist, weil sie weniger Erdgas verbraucht und weniger Abga­se produziert als herkömmliche Geräte. Auch braucht sie die ständig steigenden Anforderungen an die Verbrennungsquali­tät im Gegensatz zu Heizsystemen mit anderen Energieträgern nicht zu fürchten. Ergänzend stellte Hans Dieter Knott fest, daß Gas-Brennwertgeräte im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Gasversorgung Westerwald ohne Bedenken installiert werden können, da bei Einhaltung der entsprechenden Richtlinien von keiner Behörde Einwände gegen die Kondensateinleitung in öf­fentliche Abwasserkanäle erhoben werden.

Abschließend erläuterte Josef Keil, ehemaliger Prokurist bei der Gasversorgung Westerwald die Anfang 1992 in Kraft getre­tenen Ergänzungen zur TRGI1986, wobei er sich insbesondere mit der Verhältnismäßigkeit der möglichen Abgasbelästigun­gen der betreffenden Geräte im Vergleich zu dem Ausstoß bei PKWs kritisch auseinandersetzte.

Das Gesamtpaket »Heizen mit Erdgas und Brennwerttechnik« ist im Hinblick auf die Schonung der Umwelt unter den konven­tionellen Heiztechniken konkurrenzlos und daher von allen Sy­stemen am zukunftsträchtigsten.

Anzeige

Irische Märchen in Wirges

Dichterlesung mit Frederik Hetmann

Die neugegründete Bonifatius-Buchhandlung in Wirges veran­staltet in Absprache mit dem örtlichen Kulturkreis ihren ersten Autorenabend!

Als Gast konnte der Nomborner Schriftsteller Frederik Het­mann gewonnen werden, der vielen Lesern unter seinem bürger­lichen Namen Hans Christian Kirsch bekannt ist. Er liest am Freitag, dem 04. Dezember, um 19.30 Uhr im stimmungsvollen Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Wirges aus seinem »Iri­schen Zaubergarten«.

Hier kann ein Buch vorgestellt werden, so recht nach dem Ge­schmack des Irland-Freundes. Es ist im Eugen Diederichs Ver­lag erschienen, hervorragend ausgestattet und mit Buch­schmuck von William Morris versehen. Dieser »Irische Zauber­garten«, so der Titel, bringt dem Leser Märchen, Sagen und Ge­schichten aus Irland nahe.

Frederik Hetmann, seit vielen Jahren immer wieder in Irland zu Gast, hat sich mehr als ein Jahrzehnt mit irischer Kultur be­schäftigt. Ein großer Tfeil der in diesem Buch veröffentlichten Geschichten hat er selbst gesammelt, sämtliche Tbxte hat er übersetzt. Die Reihenfolge der Sagas, Geschichten und Mär­chen hat er entsprechend der Reiseroute der meisten Besucher der Insel angeordnet.

In einem umfangreichen N achwort erzählt Hetmann von Irland und seiner Tätigkeit als Märchensammler, bei der er auf große irische Vorbilder verweisen kann. Schließlich war auch Douglas Hyde, der Gründer der Gälischen Liga und erste Präsident der Republik Irland, der Professor für gälische Sprache und Literatur- und Märchensammler von Rang.

Wer sich auf eine Irlandreise vorbereiten will, kann sich mit die­ser Geschichtensammlung auf irische Landschaft, Gastfreund­schaft und Kultur einstimmen. Wer in Irland unterwegs war, wird sich bei diesen Geschichten an die dunkelgrünen Wälder er­innern und an das Meer, an Gasthäuser und verräucherte Pubs, an Dornengestrüpp und wilde Fuchsien - aber auch an die am Rande Europas lebenden Iren, die noch immer Vergnügen an ei­ner gut erzählten spannenden Geschichte finden.

Der Kartenvorverkauf beginnt ab sofort in der Bonifatius- Buchhandlung Wirges (Tbl. 02602/8899). Auch an der Abend­kassen gibt es noch Karten.