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Montabaur

Nr. 48/92

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Niederelbert und Gackenbach erhielten Silber und Bronze

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Engagement der Staat nicht verzichten könne Gerade der Wettbewerb fördere das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und gebe viele neue Impulse im kulturellen Leben der Gemeinden. Ohne den im Wettbewerb entwickelten Gemeinschafts­sinn seien die Erfolge nicht möglich. Der demokratische Staat lebe gerade von der Mitwirkung seiner Bürger und deren Mitverant­wortung, so der Minister. Ein Lob erhielten auch die 24 rheinland-pfälzischen Landkreise für ihre Unterstützung der Ortsgemeinden im Wettbewerb. Sieben Landkreise, darunter auch der Westerwaldkreis, wurden besonders hervorgehoben. Der Westerwaldkreis hat mit zwei Gemeinden im Landesentscheid die vordersten Plätze belegt.

Für den langjährigen und auch im Westerwald inzwischen bekannten Leiter der Landeskommission, Ministerialrat Hans Merkel, steigen von Wettbewerb zu Wettbewerb die Leistungen der Gemeinden. Rheinland-pfälzische Landessieger stellten oft »Beispielge­meinden« für benachbarte Bundesländer dar.

Ein besonderes »Dankeschön« erhielten die Frauen aus den rheinland-pfälzischen Dörfern. Gerade sie würden das in den Dörfern Geschaffene pflegen und erhalten.

Das Programm für die etwa 1.200 Gäste im Kurfürstlichen Schloß in Manz wurde von vier Siegergemeinden gestaltet. Viel Beifall erhielten der Kinder- und Jugendchor aus Niederelbert, ehe der Mandolinenverein aus Niederelbert auf spielte Die Beteiligung der Niederelberter am Programm erlaubte Ortsbürgermeister Willi Bode den Gästen die Ortsgemeinde Niederelbert mit einigen Sätzen zu beschreiben. Das Niederelberter Wappentier, »Der Gickel« und der Hinweis auf den Geburtsort Niederelbert des Ministerpräsi­denten Rudolf Scharping, durften in den Worten von Willi Bode nicht fehlen.

Der nachfolgende Feiertag verschaffte den Siegern die Gelegenheit, ihre Erfolge nach der Preisverleihungund der Rückkehr aus der Landeshauptstadt in ihren Ortsgemeinden ausgiebig zu feiern.

Der Dachstuhl ist nun aufgebracht, es wurde gleich ein Fest gemacht...

Kindergartenkinder feierten Richtfest am neuen Kindergarten in Horbach/Gackenbach

Nur sechs Wochen nach dem »ersten Spa­tenstich« am neuen Kindergartengebäude an der Grundschule Horbach/Gackenbach feierten die Kindergartenkinder und ihre Betreuerinnen mit Architekten, Bauhand­werkern und Vertretern der Ortsgemein­den das Richtfest. Für die eigens zu diesem Fest einstudierten Lieder erhielten die Kinder viel Beifall.

Etwa 50 Kinder aus Gackenbach und Hor­bach, die z.Zt. noch den Kindergarten am Familienferiendorf in Hübingen besuchen, sollen ab dem Kindergartenjahr 1993/94 das neue Gebäude, das mit 895.000 DM veranschlagt ist, beziehen. Für die Gewäh­rung von Zuschüssen und die tatkräftige Unterstützung bei Planung und Bau des neuen Kindergartens dankte Ortsbürger­meister Ulrich Weidenfeiler, Gackenbach, als Vorsitzender des Kindergartenzweck­verbandes, der Verbandsgemeinde Monta­baur, dem Westerwaldkreis und dem Land Rheinland-Pfalz. Allerdings, so Weidenfei­ler, stehe der Landeszuschuß von 250.000 DM immer noch aus.

Ein besonderes Lob zollte Weidenfeiler den Bauhandwerkern, die in kürzester Zeit den Rohbau erstellt hätten.

Zum anschließenden »Richtschmaus« wurde in das benachbarte »Buchfinkenzentrum« eingeladen, das dem Kindergarten später auch als Mehrzweckhalle zur Verfügung steht. Zum Richtschmaus luden die Kinder mit den Versen ein: »Die Bürgermeister hier vom Ort, bezahlen nun in einem fort. Nun laßts Euch schmecken, trinkt und eßt, wir sehn uns wieder beim Einzugsfest...«

Natur- und Umwelt-Info

Rückzugsgebiet Straßengraben

Straßenränder sind in unserer zubetonierten und intensiv land­wirtschaftlich genutzten Landschaft wichtige Saumbiotope für Pflanzen und Tiere. Aber auch sie sind starken Belastungen aus­gesetzt, so z.B. den Abgasen und dem Staub der Straße, einer all­zu häufigen Mahd oder gar der Behandlung mit Herbiziden.

Eine extensive Pflege ermöglicht dagegen die Ansiedlung von Königskerze, schmalblättrigem Weidenröschen, Steinklee und Natterkopf, Pflanzen also, die man kaum noch kennt, weil sie auch andernorts verdrängt werden. Daher sind Straßengräben und Böschungen wichtige Rückzugsgebiete für heimische Pflanzen, Insekten und Vögel.

Gut verpackt

Ein Tip für Weihnachten: wiederverwendbare Geschenk­packungen. Damit produziert man keinen Abfall, erhält sich aber die Spannung. Gut für den Neugierbetrieb! Einmal produ­ziert sind Geschenkverpackungen aus Baumwolle fast unbe­grenzt wiederverwendbar.

Info: MAC covers, Lessingstr. 3,6050 Offenbach,

Tbl, 069-894586.

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