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Montabaur

Nr. 47/92

Natur- und Umwelt-Info

Mehr Mehrweg bei Getränken

73,5 Prozent aller Getränke werden in Deutschland bereits in Mehrwegverpackungen verkauft. Mehr noch: Die Nachfrage nach Mehrwegflaschen steigt weiter - trotz des zeitweisen, mittlerweile weitgehend überwundenen Markteinbruchs in Ostdeutschland. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Marktstudie der Gesellschaft für Verpackungsmarktfor­schung (GVM), Wiesbaden. In absoluten Zahlen - also ge­messen am tatsächlichen Verbrauch - weist nach der Studie der Mehrwegsektor seit 1980 im Vergleich zum Einwegsek­tor das dreifache Wachstum auf. Bei allen relevanten Ge­tränkearten wie Mineralwasser, Bier, Säfte, Limonaden oder Wein ist der Marktanteil der Mehrwegflaschen in den letzten Jahren gewachsen oder mindestens gehalten worden.

Abwasserbeseitigungskonzepte

Das Landeswassergesetz von Rheinland-Pfalz verpflichtet die 201 entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften ein Abwasserbeseitigungskonzept zu erstellen. Es soll eine Übersicht über den Stand der öffentlichen Abwasserbeseiti­gung in dem Versorgungsgebiet geben sowie die zeitliche Abfolge und die geschätzten Kosten der erforderlichen Maß­nahmen darstellen. Solch ein Konzept soll für 5 Jahre gelten, danach muß eine Fortschreibung erfolgen. Bisher haben erst 18 abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaften den Oberen Wasserbehörden ein Abwasserbeseitigungskon­zept vorgelegt, die anderen haben noch bis Ende 1992 Zeit. Ein Anreiz zur Erstellung solcher Konzepte schaffen die in Kürze herauskommenden neuen Förderrichtlinien der Was­serwirtschaftsverwaltung. Sie beinhalten eine Sonderrege­lung, daß das Umweltministerium in begründeten Einzelfäl- ien Maßnahmen der Grundausstattung im Bereich der Ab­wasserbeseitigung höher fördert, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung ein Abwasserbeseitigungskonzept voriiegt.

Ministerium für Umwelt und Gesundheit, Kaiser-Friedrich-Str. 7,6500 Mainz, Tel. 06131/16-2428, Fax 16-4649.

Abfälle in Land- und Forstwirtschaft

Wohin mit den Abfällen aus einem landwirtschaftlichen Be­trieb? Eine Broschüre des Auswertungs- und Informations­dienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AID) weist auf die Entsorgungsmögiichkeiten von Abfällen hin, die in Land- und Forstwirtschaft, im Garten-und Landbau anfallen. Sie informiert über die produktionsbedingten Reste im Wirt­schaftskreislauf, beispielsweise über Gülle oder Emtereste ebenso, wie über Sonderabfälle, Pflanzenschutzmittel oder Tierarzneimittel. Außerdem gibt sie einen Überblick über die derzeit gültigen Gesetze und Verordnungen.

Die kostenlose BroschüreWohin damit? (Nr. 1260) ist beim AID, Postfach 200153,5300 Bonn 2, Fax 0228/8499177. erhältich.

Verpackungsmenge wächst

Verpackungen mit einem Produktionswert von 43 Milliarden DM hat die deutsche Verpackungsindustrie 1991 herge­stellt (Vorjahr: 40 Mrd.). Unbeeindruckt von der anhaltenden Diskussion um die Verpackungsverordnung und Umwelt­schutzstrategien wuchs die produzierte Menge auf 13,55 Millionen Tonnen (1990:12,7 Mio t). Davon entfielen 39 Pro­zent auf Pappe und Papier, 29 Prozent auf Kunststoff, 22 Prozent auf Metall und 7 Prozent auf Glas.

EUWID Recycling, Nr. 21, Europäischer Wirtschaftsdienst, Bleichstraße 20, 7562 Gernsbach, Tel. 07224/9397-0, Fax 9397-50.

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Zwei Drittel der Brutvogelarten Deutschlands vom Aussterben bedroht

Fast zwei Drittel der in Deutsch­land brütenden Vögel sind vom Aussterben bedroht. Dies ergab die erste gesamtdeutsche Rote Liste der Brutvogelarten, die der Naturschutzbund (NABU) jetzt vorstellte. Sie dokumentiert, daß alle Bemühungen der Na­turschützer, das Artensterben aufzuhalten, gescheitert sind. Den Grund sieht der neue Präsi­dent des Naturschutzbundes, Jo­chen Flasbarth, in den »unver­ändert antiökologischen Rah­menbedingungen der Politik«.

Der ungebremste Landschafts­verbrauch durch Straßenbau, Gewerbeansiedlung und Land­wirtschaft nimmt vielen emp­findlichen Vogelarten den Le­bensraum. Vom Tourismus sind besonders Feuchtgebiete be­droht. Ein krasses Beispiel ist das Europäische Vogelschutzge­biet »Nonnenhof mit Lieps« in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Segen der Landesregierung wird hier ein riesiger Ferienpark geplant.

z.B. Wiesenpieper

Umweltbeauftragter der VG Montabaur Helmut Meier, Tbl. 02602/126.109

Efä .Erwachsenenbildung

Montabaur

Studienreise nach Moskau und St. Petersburg

vom 28. März bis 4. April 1993 Nur noch wenige Plätze frei I Im Mittelpunkt jeder Reise nach Ruß­land stehen die beiden Städte Moskau und St. Petersburg,zu Steingewordene Zeugen einer wechselvollen Ge­schichte.

Moskau zählt ca. 8 Mio. Einwohner und gehört zu den größten Städten der Welt. Sie wurde im 12. Jahrhundert von Fürst Juri Dolgoruki gegründet.

St. Petersburg, das frühere Leningrad und Petrograd, mit 4,2 Mia Einwohnern das Zentrum des russischen Nordens, an der Mündung der Newa in dem Finnischen Meerbusen gelegen, wur­de 1703 durch Peter den Großen gegründet.

Der Reiseverlauf:

1. Tag: Bustransfer zum Flughafen Frankfurt und Flug nach Moskau. Transfer zum Hotel.

2. - 4. Tag: Moskau präsentiert sich Ihnen zunächst während ei­ner Stadtrundfahrt. Eine Fahrt mit der Moskauer Metro schließt sich an. Anschließend besichtigen Sie das Freilicht-Ar­chitekturmuseum Kolomenskoje. Anschließend Schlafwagen­fahrt nach St. Petersburg.

5.-7. Tag: Auch in St. Petersburg unternehmen Sie zunächst eine Stadtrundfahrt: Ein Höhepunkt ist der Besuch der berühmten Eremitage. Ein Rundgang über das Gelände des Alexander- Newskij-Klosters mit Besichtigung des Skulpturenmuseums schließt das Programm ab.

8. Tag: Rückflug nach Frankfurt, Bustransfer nach Montabaur. Preis pro Person im DZ: 1280,00 DM,

EZ-Zuschlag: 350,00 DM.

Änderungen Vorbehalten

Nähere Informationen und Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Volkshochschule der Verbandsgemeinde Montabaur, Kon- rad-Adenauer-Platz 8, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/126.105.