Montabaur
36
Nr. 43/92
Wissenswertes
• Anzeige ■
Folgen des neuen Zinsabschlaggesetzes
Informationsveranstaltung der Kreissparkasse Westerwald
Kreissparkasse £
Westerwald
Für Westerwald und Westerwaider
„Gesetz zur Neuregelung der Zinsbesteuerung” heißt in der Amtssprache eine neue Gesetzesvorschrift, die derzeit die Gemüter aller Sparer und Geldanleger bewegt.
Kein Wunder, daß die Stadthalle Bad Marienberg voll besetzt war bei der Informationsveranstaltung, zu der die Kreissparkasse Westerwald eingeladen hatte Der Referent des Abends - Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Klaus Jürgen Leh- wald - verstand es, die verklausulierte Sprache des Gesetzgebers in seinem einstündigen Referat den Zuhörern verständlich zu machen.
Dr. Lehwald wußte nicht nur über die N achteile des neuen Gesetzes zu berichten. Wesentlicher Inhalt seines Vortrages war, Sparern und Geldanlegern ausführliche Erläuterungen zur Ausnut- zungder drastisch erhöhtenFreibeträgezu geben. „Ab dem J ähre 1993 sind Zinserträge in Höhe von DM 6.100,- für Einzelper- sonenundDM 12.200,-für Ehepaare steuerfreiund das Bankgeheimnis bleibt voll gewahrt”, faßte Dr. Lehwald die Auswirkungen des neuen „Zinsabschlaggesetzes zusammen. In der anschließenden Diskussion beantwortete er noch Fragen aus dem Auditorium.
Vorstandsvorsitzender Tbny Alt von der gastgebenden Kreissparkasse Westerwald dankte dem Referenten für die ausführlichen Informationen und empfahl allen Besuchern der Veranstaltung möglichst bald den Freistellungsauftrag zu stellen und sich in jedem Fall von den Kundenberatern der Sparkasse eingehend beraten zu lassen.
Die Informationsveranstaltung wird am Freitag, den 23. Oktober 92,19.30 Uhr, im Haus Mons Tabor - Stadthalle - Montabaur wiederholt.
Ausstellung »Sexueller Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen« im Westerwald-Kreis
Der Kinderschutzdienst Höhr-Grenzhausen zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kreis-Jugendamt Montabaur die Ausstellung
»Sexueller Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen - Dem Schweigen ein Ende».
Die Ausstellung wurde von der Gruppe Wildwasser Minden erstellt und um die Darstellung der speziellen Arbeitsweise und Hilfsangebote des Kinderschutzdienstes Höhr-Grenzhausen ergänzt.
Die Ausstellung ist zu sehen im Bürgerhaus Wirges vom 27. bis 31. Oktober 1992.
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr. 10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.30 Uhr
Mi.;. 13.00 bis 20.30 Uhr
Sa. 10.00 bis 14.00 Uhr
Am Freitag ist Frauentag, d. h. die Ausstellung ist nur für Frauen geöffnet. Während der Öffnungszeiten am Freitag wird eine Kinderbetreuung angeboten. Die Ausstellung ist nicht für Kinder geeignet.
Nähere Informationen: Kinderschutzdienst Höhr-Grenzhausen, Iblefon 02624/8300.
Trauer über den Tod eines Kindes
Die Selbsthilfegruppe »verwaiste Eltern« trifft sich am Montag, dem 2. November, um 19.00 Uhr im PARITÄTISCHEN ZENTRUM, Neustraße 34, in Westerburg. An diesem Abend wird die Gruppe von Dekan Zimmermann begleitet. Informationen und Unterstützung unter Tblefonnummer 02663/2540, We- KISS.
Erstmals »Westerwälder Kulturzeit« der SPD vom 21.11. bis 5.12.
14 Veranstaltungen in 2 Wochen bieten an wechselnden Orten im Kreis ein breites Spektrum kulturellen und künstlerischen Schaffens. Von der Kunstausstellung, Blues und Folk über Filmnacht, Lesungenund Kabarett bis zum Kinder theater reicht das vielseitige Angebot.
Ein kostenloses Programmheft kann angefordert werden beim SPD-Bürgerbüro, Dr. Luschberger Str. 12, 5432 Wirges, Tbl. 02602/7400. Infos bei Ulrich Seiler, Tbl. 02661/2340 oder Uli Schmidt, Tbl. 02608/636.
Jugoslawien helfen • aber wie ?
Eine Möglichkeit besteht in unmittelbarer humanitärer Hilfe. Hierzu startet zur Zeit im Westerwald eine Hilfsaktion. Besonders benötigt werden:
- Lebensmittel (Konserven, Kindernahrung)
- Vebandsmaterial
- warme Decken, Zelte u.ä.
Nähere Informationen hierzu unter Tbl. 02663/95498 oder 02602/70723 nach 16.00 Uhr.
SPD-Bürgersprechstunde
mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Harald Schweitzer am Freitag, 30.10., von 16 bis 18 Uhr im SPD-Bürgerbüro Wirges (gegenüber der Kirche). Während dieser Zeit ist der Abgeordnete unter 02602/7400 auch telefonisch zu erreichen.
Nächste Sprechstunde ist dann am Montag, 9.11. von 10.00 bis 11.30 Uhr. Samstags finden künftig keine Sprechstunden mehr statt.
Landwirtschaftliche Förderungsprogramme laufen aus
Zum 31. Dezember 1992 wird die Förderung nach dem sog. »Güllelagerprogramm« und dem Jungland wirte-Konsolidierungsprogramm eingestellt. Das heißt, bis Ende dieses Jahres haben interessierte Landwirte noch Zeit, einen Antrag auf Förderung zu stellen.
Der Förderungsantrag ist bei der landwirtschaftlichen Beratungsstelle, Kirchstr. 45, 5430 Montabaur, Tbl. 02602/9228-0 einzureichen, die auch die Antragsunterlagen vorrätig hält. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß Anträge, die erst nach dem 31. Dezember 1992 erstellt werden, nicht mehr gefördert werden können.
ImRahmendes »Güllelagerprogramms« werden Bauten zur Lagerung von Flüssig- und Festmist sowie von Silage und Silagesickersaft durch einen Zuschuß gefördert.
Dadurch sollen von der Landwirtschaft ausgehende Umweltbelastungen vermindert werden.
Im Junglandwirte-Konsolidierungsprogramm wird Haupterwerbslandwirten im Alter bis zu 40 J ahren ein jährlicher 3%iger Zinszuschuß (bis zu 10 Jahre lang) für betriebliche Schulden gezahlt, die sie von dem früheren Bewirtschafter, in der Regel den Eltern, übernommen haben.
Überlegungen zur Gründung eines BetreuungsVereines
Ehrenamtlich tätige Betreuer haben sich im Rahmen des neuen Betreuungsgesetzes an die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe mit der Bitte um Unterstützung gewandt.
In diesem Zusammenhang wird eine Informationsveranstaltung stattfinden am Samstag, 31.10.1992, um 14.30 Uhr im Burgmannenhaus, Gemündener Tor 5, in 5438 Westerburg. Elisabeth Rollin wird praxisorientiert über das neue Betreuungsgesetz in Form eines Vortrages informieren. Anschließend soll über die Gründung eines Betreuungsvereines beraten werden. Interessenten sind willkommen. (Bitte telefonisch anmelden bei WeKISS, Tbl.-Nr.: 02663/2540.)

