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Montabaur

Nr. 42/92

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»Im Frieden nur gedeihen Bürgersinn und Bürgerglück.«

Im zweiten Tbil des reich bebilderten, unerhört inhaltsstarken Buches (»Der Pfarrer wurde froh als Seelsorger dieser Stadt mit ihrer ehrwürdigen Vergangenheit.«) sind die Erinnerungen an den Priester Anton Aloys Jäger von drei damals jungen Menschen lapidar und knapp dargestellt« Karl Tilch, Anna Adele Decker und Cornelia Leicher. Sie erzählen ihre Eindrücke elegant - teils sind es Kind- heitserlebnisse - als Zeugen einer längst vergangenen Zeit.

Karl Tilch beleuchtet das von Anton Aloys Jäger nach seiner Haftentlassung geschriebene »Mein Gotteslob«, in dem der Pfarrer schildert, wie es zu seiner Verhaftung kam und wie ihm Gottes Gnade half. Das Buch um Anton Aloys Jäger gibt Impressionen wieder aus den 20er, 30er und frühen 40er Jahren. Es sind zwei schicksalhafte Jahrzehnte deutscher Geschichte im Leben eines Priesters Jesu Christi. Seine Heimatliebe und sein Opfergang sollten vor dem Vergessen bewahrt werden.

Tilch: »Zurück blieb von Anton Aloys Jäger der Traum von einem christlichen Leben in Würde - und ein Grab im alten Mons Tabor.«

Charly Winter

Urkunde, Wappenschild und Geldprämie für Preisträger

Verbandsgemeindewettbewerb unterstützt privates Engagement

Foto: Kerstin Mücke

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Die Preisträger und ihre meist mit eigenen Händen und viel persönlichem Engagement renovierten Wohngebäude und Hofanlagen standen im Mittelpunkt einer kleinen Feier im Rathaus Montabaur, zu der die »Jury« unter der Leitung von Heinz Reusch, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur, ins Rathaus eingeladen hatte. Die Eigentümer alter erhaltenswerter Gebäude und Hof anlagen in der Verbandsgemeinde Montabaur hatten an dem vom Verbandsgemeinderat Ende 1988 ins Leben gerufenen Wettbewerb teilgenommen und sich der kritischen Bewertung unterzogen.

Fünf Bewerber konnten neben Urkunde und Keramikschild Geldpreise entgegennehmen. Zusätzlich vergab die Bewertungskom­mission zwei Sonderpreise. Die Bewertung selbst erfolgte im Punktesystem unter Einbeziehung der Kriterien:

- Gestaltung der Bauwerkfassaden unter Berücksichtigung von Form, Material und Farbgebung,

- Renovierung und Pflege der Bauwerkfassaden,

- Auffrischung alter Inschriften und Blumenschmuck,

- Anpassung der Anwesen an die Umgebung und das Ortsbild.

Den ersten Preis erhielt Michael Horstendahl aus Ruppach-Goldhausen zuerkannt, gefolgt von Werner Gottwald aus Eitelborn und Christel Winkler aus Girod mit Platz drei. Auf den vierten Platz kam Peter Kettemer aus Eitelborn und Jürgen Herrmann aus Nom­born wurde fünfter Preisträger. Heinz Reusch überreichte den Siegern jeweils zwei Ehrenplaketten der Verbandsgemeinde aus Wäl- ler Keramik und Urkunden. Im Sonderwettbewerb belegte den ersten Preis die Ortsgemeinde Gackenbach mit dem »Alten Backes«, das als Dorfmittelpunkt einen schönen Blickfang darstelle, so die Jury. Der zweite Preis ging an die Gemeinde Daubach für die stilge­rechte Restaurierung von »Dennebaum's Haus«, das nun als Gemeindezentrum genutzt wird.

Der Wettbewerb, mit dem die Verbandsgemeinde das Bewußtsein und die Bereitschaft der Bürger für die Instandhaltung, Sanie­rung und Verschönerung erhaltenswerter Bauten auch durch die Gewährung von Zuschüssen fördert, soll auch in 1993 fortgesetzt werden.