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Montabaur

Nr. 33/92

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Siegermannschaft

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Einsammlung von Problemmüll

aus Haushalten in der Ortsgemeinde Neuhäusel am 22. August 1992

Von seiten der Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung wird darauf hingewiesen, daß die Einsammlung von Problemabfällen aus Haushalten in der Ortsgemeinde Neuhäusel am 22. August 1992 stattfindet. An diesem 1hg haben die Bürger der Verbands­gemeinde Montabaur in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr die Möglichkeit, an einer eigens dafür eingerichteten Sammelstelle umweltgefährdende häusliche Abfälle abzuliefem, und zwar in Neuhäusel, Kirmesplatz neben der Kreissparkasse.

Unter fachmännischer Aufsicht eines Chemikers werden sämtli­che umweltschädlichen Hausabfälle kostenlos angenommen. Dazu zählen insbesondere Lackrückstände, Farbreste, Holz- und Pflanzenschutzmittel, Säuren, Gifte, Medikamente und Batterien jeder Art.

Altöl kann nur noch in begründeten Ausnahmefällen angeno- memn werden, weil die Verkaufsstellen von Motoröl zur kosten­losen Entgegennahme der entsprechenden Menge Altöl gesetz­lich verpflichtet sind.

Nach Beendigung der Aktion werden die angelieferten Abfälle von der Gesellschaft zur Beseitigung von Sonderabfällen in Rheinland-Pfalz rnb.H., Gerolsheim, ordnungsgemäß beseitigt und der Wiederverwertung zugeführt.

Besonders wird noch darauf hingewiesen, daß aufgrund der ge­setzlichen Bestimmungen nur Sonderabfälle aus Haushalten angenommen werdenkönnen. Gewerbetreibende setzen sichbit- te wegen der Beseitigung von Sonderabfällen direkt mit der GBS in Gerolsheim (Ttel. 06233/77060) oder mit der Fa. Bellers­heim GmbH & Co KG, 6231 Neitersen, Tbl 02681/80252 in Ver­bindung.

Aus Sicherheitsgründen werden die Bürger dringend gebeten, das Abstellen von Sonderabfällen vor Eintreffen der Einsamm­lungsfahrzeuge zu unterlassen.

Für Bürger, die an dem vorgenannten 'Ifermin keine Gelegenheit zur Abgabe ihrer Problemabfälle haben, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, diese von montags bis donnerstags im Fuhr­parkgebäude in Moscheim in der Zeit von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 14.30 Uhr ebenfalls kostenlos abzulie­fem.

Ein Jahr

Anruf-Sammeltaxi

AST ist seit wenigen Tagen ein Jahr alt. Trotz seines jungen Al­ters erwies es sich aber in den er­sten 12 Lebensmonaten als Widerstands- und leistungsfä­hig.

»AST«, dem das Lob gilt, ist die Abkürzung für das Nahver­kehrsversuchsmodell »Anruf- Sammeltaxi« der Verbandsge­meinde Montabaur.

Seit 1. August vergangenen J ahres ergänzt es die vorhandenen Busverbindungen zwischen den Ortsgemeinden der Verbands­gemeinde und der Kreisstadt Montabaur.

Seinerzeit winden 29 Haltestellen eingerichtet, von denen der Fahrgast von einem Sammeltaxi auf genommen werden kann vorausgesetzt AST wurde vorher telefonisch geordert. Denn im Gegensatz zu den Bussenf ährt AST nur dann, wenn ein tatsäch­licher Bedarf besteht. So entfallen kostspielige Leerfahrten, die gerade im ländlichen Raum die Busgesellschaften schwer bela­sten und zu Einsparungen im Leistungsangebot zwingen.

Zudem wird AST nur zu solchen Zeiten angeboten, in denen der normale Linienverkehr entweder überhaupt nicht (in den Abendstunden und an den Wochenenden) verkehrt, oder Fahr­planlücken von mehr als 2 Stunden aufweist. Der öffentliche Personennahverkehr, so die Begründung aller Verantwortli­chen, soll durch den Anruf-Sammeltaxi-Verkehr keineswegs ausgehöhlt werden.

Das ASTTaxi bringt seine Fahrgäste von allen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde in die Kreisstadt nach Montabaur. Eine Ausnahme sind die Gemeinden der »Augst« (Neuhäusel, Eitel- bom, Kadenbach und Simmern), für die eine Wöchenendverbin- dung nach Koblenz geschaffen wurde Der Rückweg kann ge­nauso unproblematisch angetreten werden, sofern man bis spä­testens 30 Minuten vor der fahrplanmäßigen Abfahrt ein Anruf- Sammeltaxi bestellt hat. Der Taxifahrer erwartet dann seine Fahrgäste am Konrad-Adenauer-Platz in M ont abaur und bringt sie nach Hause bis vor ihre Haustür.

Der Spaß ist- gemessen an den Fahrpreisen für Linienbusse - et­was teurer. Mit 4,50 DM im Durchschnitt (Schüler und Schwer­behinderte zahlen nur die Hälfte) ist der Fahrpreis aber wesent­lich billiger als eine vergleichbare Fahrt mit einem normalen läxL

861 Fahrten mit 1806 Fahrgästen hat das Anruf-Sammeltaxi in den letzten 12 Monaten zurückgelegt und dabei Kosten in Höhe von rund 0,82 DM pro Kilometer bzw. 17,49 DM pro Person für die Verbandsgemeinde verursacht. Ein entsprechendes Busan­gebot hätte die Verbandsgemeindekasse mit mehr als das zehn­fache der ausgegebenen Summe pro Jahr belastet, unabhängig von der Frage, ob die großen Busse in den Abendstunden und an den Wochenenden auch ausreichend besetzt gewesen wären, so der Nahverkehrsberater DipL-Volkswirt Michael Jodlauk, der das Projekt maßgeblich seit dem 1.1.1991 betreut.

»Das Anruf-Sammeltaxi hat somit die Erwartungen der Ver­bandsgemeinde Montabaur für das erste Betriebsjahr voll er­füllt und kann getrost sein zweites Betriebs jahr beginnen,« sag­te der Nahverkehrsberater.

Mit diesem Anfangserfolgist die Arbeit noch keineswegs getan. Viele Wünsche der Bürgerinnen und Bürger konnten bislang noch nicht berücksichtigt werden. Selbstverständlich arbeiten wir noch an weiteren verbesserten Nutzungsmöglichkeiten des ASTVerkehrs, betonte Herr Jodlauk, wobei das Wünschenswer­te mit dem Machbaren in vielen Fällen nur schwer in Einklang zu bringen ist.