Montabaur
Nr. 31/92
m
Natur- und Umwelt - Info
Landschaftsplanung
29 Gemeinden in Rheinland-Pfalz haben bereits eine Landschaftsplanung nach den neuen und verbesserten Bestimmungen des Landschaftspflegegesetzes von 1987 durchgeführt. Bei 55 Gemeinden ist die Planung in Arbeit, bei weiteren 37 Kommunen in der Vorbereitung.
Ministerium für Umwelt und Gesundheit, Kaiser-Friedrich-StraSe 7, 6500 Mainz, Tel. 06131/16-0, Fax 16-4646
Jedem Dach seine Chance
Viele Menschen reden von Stadtökologie, beklagen aufgeheizte Innenstädte mit zu hoher Bodenversiegelung und zu wenig Grün. Mangelnde Information und fehlender Mut behindern jedoch allzuoft konkretes Handeln. Nach dem Motto, daß selbst der kleinste Beitrag ein Schritt zur Verbesserung ist, veranstaltete die Stadt Mainz im September 1990 das “Symposium Extensive Dachbegrünung”, als Erfahrungsaustausch zwischen Fachkollegen der Stadtplanung, Architekten und Landschaftsarchitekten, Bauherren und Bürgern. Referiert und diskutiert wurde über die politische Durchsetzbarkeit, ökologische Vorteile, technische und finanzielle Möglichkeiten sowie über Langzeiterfahrungen mit grünen Dächern.
Der Band "Symposium Extensive Dachbegrünung'' (Oktober 1991,10 Referate, 150 Seiten) kann kostenlos bestellt werden bei der Stadt Mainz, Amt für Grünanlagen und Naherholung, Geschw.-Scholl-Straße 4, 6500 Mainz 1 Tel 06131/12-3332, Fax 12-3357. ,
Trockenfallen von Gewässern
Bedingt durch die langanhaltende Schönwetterperiode haben sich die natürlichen Wassermengen in den Gewässern erheblich verringert. Teilweise versiegen die Bachläufe völlig, weil die Eigentümer von Ufergrundstücken Wasser für die Rasen- und G artenbewässerung entnehmen.
Diese Nutzung der Gewässer ist jedoch nur erlaubt, wenn eine gewisse Niedrigwassermenge im Bachbett verbleibt und die vielfältigen Funktionen (ökologisch) und Nutzungen (z. B. Fischerei, Erholung) gewährleistet sind.
Das Wasserhaushaltsgesetz (§ la) und das Landeswassergesetz (§ 2) betonen die besondere Stellung und die Schutz Würdigkeit der Bachläufe im Naturhaushalt.
Beeinträchtigungen, wie die Entnahme von größeren Wassermengen bei Niedrigwasser, sind nicht zulässig!
UMWELTAKTION der Bundeswehr
Soldaten der Westerwaldkaseme pflegten Niederelberter Bach
mm
In der letzten Woche unterstützte die Bundeswehr im Rahmen einer Umweltaktion die Verbandsgemeinde Montabaur bei ihren Aufgaben als Unterhaltungspflichtiger für kleinere Gewässerläufe (III. Ordnung).
Unter Anleitung von Leutnant Rüdiger Wichmannund Hauptfeldwebel Thomas Petri führten ca. 20 Soldaten die mit dem Staatlichen Amt für Wasser und Abfall und der Unteren Landespflegebehörde abgestimmten Maßnahmen durch. Dabei handelte es sich ausschließlich um die Beseitigung von Abfluß- hindemissen im Gewässerbett des Niederelberter Baches. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurden Plastikbehälter, Autoreifen, Holzbalken sowie umgestürzte Bäume in Handarbeit entfernt. Major Karl-Heinz Ibtz, stellvertretender Kommandeur des Standortes Montabaur, hob die Verantwortung und das Engagement der Bundeswehr für die Umwelt hervor, auch wenn dies mit mühevoller Arbeit und viel Schweiß bei dieser Hitze verbunden ist. Nur durch gemeinsame Aktionen von Behörden, Vereinen, Institutionen und sonstigen Einrichtungen kann der Natur schnell und wirkungsvoll geholfen werden.
Auch in Zukunft wird die Bundeswehr, wo es möglich und nötig ist, ihren Beitrag zum Umweltschutz liefern. Für den Herbst sind weitere Aktivitäten geplant.
Horst M aur und Berthold Isbert als Vertreter der Stadt und der Verbandsgemeinde dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz und begrüßten nachdrücklich einen Ausbau dieser Zusammenarbeit.
Umweltbeauftragter der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Telefon: 02602-126-109

