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Montabaur

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Geschäftsjahr 1991 steht an der Spitze guter Jahre

Volksbank Montabaur-Wallmerod legt Zahlen vor

Volkslmiik

Montabaur: »Das Geschäftsjahr 1991 steht an der Spitze einer langen Reihe guter und immer besserer Jahre«, mit diesen Wor­ten begann Vorstandssprecher Hans Jürgen Höher seinen Be­richt über das abgelaufene Geschäftsjahr, nachdem Wilhelm Wahl als Auf sichtsratsvorsitzender der Volksbank die zahlreich erschienenen Mitglieder, Kunden und Geschäftsfreunde im Haus Mons Tabor begrüßt hatte.

Die Geschäftsentwicklung einer Bank wird naturgemäß ge­prägt durch die volkswirtschaftliche Entwicklungeines Landes bzw. der Region in der die B ank aktiv ist. Damit beleuchtete Hö­her dieEntwicklungim Jahre 1991 und ging näher auf die gewal­tigen Veränderungen politischer und gesellschaftlicher Art in der Bundesrepublik, den alten und neuen Bundesländern sowie insbesondere in Osteuropa ein. Insbesondere die Finanzierung der notwendigen Veränderungsprozesse stellen derzeit ein sehr großes Problem dar. Westeuropa dagegen ist auf einem erfolg­versprechenden Weg zu dem gemeinsamen EG-Binnenmarkt, der amOl. Januar 1993 seineVerwirklichungfindet. Mit Besorg­nis betrachtete Höher die Entwicklung der Inflationsrate, die im Berichtsjahr durchschnittlich 3,6% betrug, im laufenden Jahr auf fast 5% angewachsen war und z.Zt. 4,5% beträgt.

Vor diesem Hintergrund ist auch die straffe Zinspolitik der Bun­desbank zu sehen. Drei Leitzinsanhebungen in 1991 brachten den Diskontsatz auf 8% und den Lombardsatz auf 9,75% und so­mit die höchsten Werte seit der Währungsreform.

Eingebettet in ein relativ freundliches wirtschaftliches Umfeld war das Wachstum der Volksbank Montabaur-Wallmerod her­vorragend.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 24 Mio DM oder 10% auf rund 270 Mio DM und ist somit allein in den letzten 3 Jahren um 33% gewachsen.

Mit 4,9 Mrd. DM Umsatz in 1991 wird im laufenden Jahr 1992 die 5 Mrd. Grenze überschritten werden. Hauptwachstumsträ­ger in derVolksbank waren die Ausleihungen, die mit 30 Mio DM oder 17% auf nunmehr 213 Mio DM angewachsen sind. Die Zu­sagen im Kreditgeschäft lagen bei 68 Mio DM, wobei alleine 30 Mio DM auf den Wochnungsbau entfielen.

Die Kundeneinlagen erreichten 232 Mio DM, was einem Wachs­tum von 9% entspricht. Ohne die stark schwankenden Einlagen auf Girokonten wuchsen die übrigen Kundeneinlagen um 15% oder 26 Mio DM. Im Einlagensektor setzte sich der Umschich­tungsprozeß zugunsten höherverzinslicher Anlageformen wei­ter fort. Geldanlagen, wie Volksbank-Inhaber-Schuldverschrei- bung, Sparbriefe und Ibrmingelder sind mehr denn je gefragt. Besonders stark nachgefragt war und ist das vor 2 Jahren von der Volksbank aus der Taufe gehobene Volksbank-Rendite- Sparbuch, dessen Verzinsung sich am Geldmarktsatz orientiert und z.Zt. mit 8,76% verzinst wird.

Fast 1,8 Mio DM erwirtschaftete die Bank als Provisionsüber­schuß. Erheblich dazu beigetragen hat das sehr stark steigende Wertpapiergeschäft, das die Volksbank für ihre Kunden aus­führt. Hier waren insbesondere festverzinsliche Wertpapiere und Investmentfonds gefragt.

_ Nr. 24/92

Die Immobilienabteilung der Bank steigerte ihr Provisionser­gebnis um 19%. Probleme im Immobilienbereich bereitet derzeit die sehr starke Nachfrage nach Baugrundstücken und geeigne­ten Wohnobjekten in Montabaur oder näherer Umgebung.

40% Provisionssteigerung brachte die intensive Zusammenar­beit mit den Firmenkunden der B ank im Auslandsgeschäft. Für die Verbundpartner R+V-Versichenmg und Bausparkasse Schwäbisch Hall konnte ein hervorragendes Ergebnis verwirk­licht werden. Mit 18 Mio Bausparsumme wurde eine neue Spit­zenmarke gesetzt.

Schon zur Routine und Verpflichtung für die Volksbank sind die Volksbank-Sonderreisen geworden. Nach einer Thur an den Golf von Sorrent im Frühjahr 1991 besuchte eine 45-köpfige Thippe im vergangenen Herbst Kalifornien. Die Israel-Reise im März dieses Jahres stieß auf so große Resonanz, daß eine Neuauflage in 1993 geplant wird. Fast schon ausgebucht ist das derzeitige Angebot nach Mexico. Abflugtermin für diese Reise ins Land der Azteken ist der 30. Oktober.

7.600 Kunden mit 31.000 Geschäftsanteilen sind gleichzeitig auch Teilhaber der Volksbank. Fast 500 Neuzugänge konnten im Jahr 1991 verzeichnet werden.

Mit der Ertragslage der Bank sind Vorstand und Aufsichtsrat sehr zufrieden. Im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen im EG-Binnenmarkt 1993 kommt eine stattliche Höherdotie­rung des Eigenkapitals aus dem Jahresüberschuß gerade recht.

Zum Thema Tbchnik im B ankenbereich merkte der Sprecher an: Im Umgang mit der Technik zeigt sich ein neues Verhältnis Bank - Kunde. E s ist keineswegs immer der persönliche Kontakt zum Bankmitarbeiter gefragt, sondern die Routinegeschäfte des Zahlungsverkehrs werden mehr und mehr an Selbstbedie­nungseinrichtungen abgewickelt. Diese Aussage belegen die Nutzungszahlen an den Geldautomaten und Kontoauszugs- druckem in Montabaur und Wallmerod mit Steigerungsraten von bis zu 25% im vergangenen Jahr.

»Wir haben uns den Herausforderungen gestellt und auch in 1991 wieder viele Investitionen getätigt.« Im November 1991 konnte Electronic Cash im Kaufhaus Hisgen installiert werden. Somit können die Kunden nur noch mit EC-Karte und Geheim­zahl, d.h. ohne den guten, alten Euroscheck bezahlen.

Drei Kunden Veranstaltungen in 1991 in der Akademie Deut­scher Genossenschaften auf Schloß Montabaur fanden großen Zuspruch. 170 Interessenten besuchten allein das Bauherren- Seminar. Zum Thema Erb- und Unternehmensnachfolge in Un­ternehmen sowie zu dem Thema B ankplatz Luxemburg konnte die Volksbank zahreiche Firmen und Privatkunden begrüßen.

Als bedeutender Sponsor zeigte sich die Volksbank im vergan­genen Jahr beim Rheinland-Pfalz-Thg sowie der 700-Jahr-Feier der Stadt Montabaur. Künftigsoll das Sponsoring der Bank auf den Umweltschutz ausgedehnt werden. Die Anschaffung eines Geschirr-Mobiles für immerhin über 45.000,00 DM sowie die Zu­sammenarbeit mit der Umwelt-AG im Mons Tabor Gymnasium sind die ersten Aktivitäten auf diesem Gebiet.

Im Hinblick auf die neue Zinsbesteuerung ab 01. Januar 1993 riet Höber den Anwesenden frühzeitig, spätestens nach Verab­schiedung des Gesetzes, Rat bei den Experten der Volksbank zu suchen. In 1992 sind unter Umständen noch steuerlich wirksa­me Weichenstellungen vorzunehmen.

Für das laufende Geschäftsjahr sieht Höber ein ähnliches gutes Ergebnis wie in 1991. Die 300 Mio DM Bilanzsumme könnte er­reicht werden. Als Tip für Anleger gilt: sich jetzt die hohen Zin­sen langfristig zu sichern.

Daß diese Zahlen und Fakten sich so positiv darstellen ist das Ergebnis des Engagements aller Volksbank-Mitarbeiter sowie des Vertrauens, das die Kunden der Volksbank Montabaur- Wallmerod entgegenbringen. Dafür bedankte sich Vorstands­sprecher Höber am Schluß seiner Ausführungen herzlich.

Im Tagesordnungspunkt 6, Beschlußfassung über die Verwen­dung des Jahresüberschusses 1991 wurde der Gewinnvertei­lungsvorschlag des Vorstandes von den stimmberechtigten Ver­tretern einstimmig angenommen.

Nach einstimmiger Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglie­der Resi Weisbender, Montabaur, Wilhelm Wahl, Montabaur, und Joachim Nowotny, Dreikirchen, wiedergewählt.

Im Anschluß an die Regularien der Generalversammlung über­gab Wilhelm Wahl das Wort an den Gastredner des Abends, Friedhelm Ost, der zu dem Thema »Vision 2000 - Chancen und Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft« referierte.