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Montabaur

E

Nr. 23/92

- Durch die Wasserverdunstung der Blätter wird die Luftfeuch­tigkeit erhöht und die überhitzte Stadtluft gekühlt. Pflanzen produzieren Sauerstoff und binden COi.

- Die Fassadenbegrünung bietet Futter- und Nistmöglichkeiten für heimische Vögel. Blühende Schlingpflanzen bieten Nahrung für Bienen, Hummeln, Falter und andere blütensuchende Insekten.

- Der Blättervorhang schützt die Fassade. Bei Schlagregen blei­ben Putz und Wände trocken. Der Drainage-Effekt der Wurzeln hält den Sockel des Hauses trocken. Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, die an der Oberfläche wirken und zu Material verschleiß führen, werden reduziert.

- Im Winter kann besonders durch immergrüne Pflanzen wie Efeu der Wärmeverlust einer Fassade um 10 bis 301 gesenkt werden.

Da jedoch keine Fassadenbegrünung eine gut ausgeführte Wärme­dämmung ersetzen kann, sollte diese vor der Pflanzung durchge­führt werden. Da auf der Südseite im Winter die Erwärmung durch die Sonne erwünscht ist, sollten im Süden laubabwerfende Arten, an den windausgesetzten, schattigen Nordseiten immer­grüne Arten gesetzt werden.

Für die Planung einer Fassadenbegrünung ist es wichtig, die Klettertechnik der Pflanze zu kennen:

- windende Arten umschlingen mit ihren gesamten Sprossen und Stengeln geeignete Stützvorrichtungen (z.B. Feuerbohne, Geiß­blatt);

- rankende Arten finden mit speziellen Haftorganen Halt an Stützvorrichtungen (z.B. Waldrebe, Wein);

- Spreizklimmer (wie Kletterrose oder Brombeere) halten sich durch Stacheln, Dornen oder spreizende Seitensprosse an Klet­terhilfen fest.

- Die einzigen Arten, die keine besondere Klettervorrichtung be­nötigen, sind die sogenannten selbstklimmenden oder -klettern­den Arten. Sie haften mit Hilfe besonderer Haftscheiben oder -wurzeln direkt auf der Wachstumsunterlage (z.B. Efeu, Wilder Wein).

Schäden am Bauwerk können nur entstehen, wenn vor der Pflanzung schon Baumängel vorhanden sind, oder die falschen Pflanzen ver­wendet werden. So müssen insbesondere bei der Verwerdung von Selbstklimmern eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. Sie dürfen nicht an rissiges Mauerwerk, vorgehängte Wände oder an kunststoffhaltige Wandanstriche oder -putze gepflanzt werden.

Die Pflanzen sollten - wann immer möglich - direkt in den Boden in ein Pflanzloch von 40-50 cm Breite, Länge und Tiefe gesetzt werden. Kübel oder Töpfe sind ungünstiger, da sie größeren Tem­peraturschwankungen ausgesetzt sind und leichter austrocknen. Viele Kletterpflanzen brauchen relativ guten Boden.

Fassadenbegrünung kann durch unterschiedlichste Maßnahmen geför­dert werden, z.B. die Begrünung öffentlicher Gebäude, die Einbe­ziehung von Begrünung in Fassadenwettbewerbe, die Bezuschussung von Pflanzen oder gemeinsame "Pflanzaktionen 11 ganzer Straßenzü­ge.

An

Sroöe in n

Standort

Blüte:

Honat/Faroe

Besonderheiten

ECHTZ <LE7TERER für

wanae i

etc. ohne Sankhilfen

Efeu :Hedera

za

West/Ost/Nord

Seotooer

oauergrun

nelix '

halbscn.-schattig

grünlich

Sienenweiae

411 der Wem

10-25

Ost/Süd/West

Juli

schone Herbst-

(Parthenocissus

dumcuefolia)

sonnig-htlbscn.

grünlich

färoung,

BienerMeide

Kletterhortensie

5-3

Ost/Uest

Juni-Juli

anf. anbtnoen.

(Hyoranaea petto Uns)

halbschattig

w#18

Insekt ermeide, Vogelfutter

RANKER für Rinahilfen und

-jerüste. Zäune, Spennarähte

Veldreoe CleMtis

3-3

SUdost/SUdmst

Mai-Okt.

schöne 31üte,

milbai

halbscn.-sonnig

Wurzeln besenat- ten, Bienenweide NShrgendlz

Jelängerjelieber

(lonicen capr»- follual

5

Ost/Uest

halbschattig

Ha1-Sept.

gelb-rot

ui1der Wein

8-12

Ost/SUd/Uest

Juli

raschwichsend.

(Pirtftenoelssus

tricuspidata)

sonnig-halb-

schattig

grünlich

Herbstfärbung*

Sienenweide

SCHLINGER für Uänoe ult Ranngerüsten, Regenfallrohre, Pfosten,

Zäun.

81 euregen/Glyeini.

6-10

SUdweit/SUd

April-Mai

schöne Blüten*

(Ulsteria

sinensis!

sonnig

blau-lila

trauben, gut wäs­sern, Säen giftig dsuergrUn,

luirgrOnet

3-6

Ost/Uest

Mii-Sept.

GtiGblatt (Lonieere henryi)

helbschittig

gelb-rot

feucht halten

UaldgpiSblett (L. oervclynemn)

5-10

sehattig-

hilbschittig

Juni-Aug.

wertvolle!

Nährgahdli

Knöterich

15

Oit/SUd/Ueit

Juli-Okt.

sahr schnall

(Polygon» übereil)

htlbieh.-sonnig

*16

wachiand. 81ananw.

PfUfemrinde (Ariseol'ieni durior)

5-10

»est/Ost/Nord Schitttn

Juni

gelb-breun

greablättrig

SPREIZKUMMER für Zäune. weegreehte Gerüste

Kletterrosen

2-5

Süden

sonnig

Jun1-Hov. viele Farben

nicht gefüllte Sorten, schöne Blüten

Uinterjasaln

(Jasainua

nudiflorua)

2-3

Süden

sonnig

Oez.-Feb.

gelb

Uinterbluher,

dauergnin

Branbeere

(Rubus- Arten)

>4

SÜd/Ost/West

sonnig-halbsch.

April-Hai weiß

eßbare Früchte dauergrün

Bereicherung des Stadtbildes von Montabaur

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Zum »Tag des Baumes« am 23. Mai 1992 pflanzte der Wester- waldverein, Zweigbereich Montabaur, am Promenadenweg, oberhalb des Parkplatzes Fröschpfortstraße, einen Laubbaum. Im Beisein von ca. 20 Mitgliedern erhielt die Vogelkirsche am Hauptwanderweg IV über der Altstadt ihren Standort. Die Vo­gelkirsche z ählt mit ihren weiß-rosa Blüten und den dunkelroten Früchten zu den attraktivsten und wertvollsten einheimischen Gehölzen. Siekarm eine Höhe von 15 - 20 m erreichen. Den Insek­ten und Vögeln bietet sie Nahrung und Nistmöglichkeiten. »Der Baum soll an die Gefährdung unserer W älder erinnern und zum schonenden Umgang mit der Natur aufrufen« erläuterte Oswald Böckling, erster Vorsitzender des Westerwald- Zweigvereins, Montabaur.

Verschiebung der wöchentlichen Müllabfuhr

wegen des FeiertagesPfingstmontag sowie Schließung der HausmUlldeponie I in Meudt am Samstag, dem 13. Juni 1992 Von seiten der Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung wird darauf hingewiesen, daß wegen des FeiertagesPfingstmontag am Montag, dem 8. Juni 1992 die Abfuhr der grauen Müllgefäße be­reits am Samstag, dem 6. Juni 1992 erfolgt.

Die Abfuhrtage Dienstag, 9. Juni bis einschließlich Freitag, 12. Juni 1992 werden durch die Verschiebung nicht betroffen.

Des weiteren wird darauf aufmerksam gemacht, daß im Hin­blick auf die VeranstaltungTag der offenen Tür am Sonntag, dem 14. Juni 1992 auf der Hausmülldeponie I des Westerwald­kreises in Meudt aus organisatorischen Gründen die Deponie in Meudt am Samstag, dem 13. Juni 1992 geschlossen bleibt. Für Anlieferungen steht an diesem Tag in der Zeit von 8.00 bis 12.00 Uhr die Hausmülldeponie II in Rennerod zur Verfügung.

Manöver

Im Manöverraum Altenkirchen Betzdorf - Haiger - Weilburg - Limburg Montabaur - Altenkirchen findet im Zeitraum 9. Juni 1992 bla 13. Juni 1992 eine Feldelnsatzübung statt.