Montabaur
Nr. 21/92
m
Natur- und Umwelt-Info
Herbizidverzicht in der Straßen- und Wegeunterhaltung
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat eine dreijährige Untersuchung über Alternativen zum Herbizideinsatz in der Straßen- und Wegeunterhaltung durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Verfahren von der mechanischen Beseitigung über das Abflämmen bis hin zur Infrarottrechnik für verschiedene Einsatzzwecke eiprobt. Als hoffnungsvollste Altemativmethode wird die Entwicklung von Unkrautbürsten genannt.
Die Erfahrungen wurden in einer Broschüre zusammengefaßt, die beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe Koordinationsstelle Umweltschutz, Freiherr-vom-Stein-Platz 1 4400 Münster
bezogen werden kann.
Alternativen zur Wildkrautbeseltlqunq
- Übersicht -
mechanisch
'
thermisch
!■ bautechnisch
"ökologisch" 1
!
Vorfahren 1 1 !
1
1
I
von Hand
mit einfachem
Handwerkszeug
1 1
1 maschinell 1
t z. B. rotieren- t
1 de BUrsten 1
t >
I t
1 1
Hochdruck
reiniger
Behandlung mit
- Infrarotgeräten
- Abf lamngeräten
-
• •
1
1
1 Umgestaltung in ! "unterhaltungs- ! freundliche Bauart"
! s. B. durch ! - Vollvorsiegolung ! - Fugenguß
. *
Beseitigung der Be- 1 i festigung und BegrU-l l nung oder Sukzession! t 1
t *
! !
Umwelt- 1 vertrag- 1 llchkelt l‘
i
umweltschonend
! geringer 1
1 Energieverbrauch!
! 1
1 1
hoher
Wasserver
brauch
! hoher Gasverbrauch
1
1
1
1 unbefriedigende vorteilhafteste 1 ! Gestaltung (z.B. beit Lösung * ! t bituminöser Befesti-! "Ökologische Insel" !. ! gung statt Pflaster)! ' *
Hirt- 1
schalt- 1
llchkelt ,!
t
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hoher Zeitaufwand
1 schnelle Bear- 1
! beitung !
1 Gerätekosten • !
! 1
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hoher Arbeitsaufwand
(Einschlämmen der Pflasterungen
! sinnvoll fUr ! kleine Flächen ! hoher Zelt- und ! Kostenaufwand !
1
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! hoher Kostenauf- ! wand !
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! geringer Kosten- !
! aufwand !
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Wirksam .! keit/cr- 1 forderH- 1 che Ein- ,1 satzhäu- 1 ftgkett ,1
2- bis Smallge 1 2- bis 4mal/Jahrl
Dehandiung/Jahrll 1
1 1
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f ■
1 1
2mal/Jahr
! Infrarotgeräte ! 4mal/Jahr
1
I Abflammgeräte
I 2mäl/Jahr
) kein Bewuchs mehr ! möglich
!
! Grünpflegeaufwand !
1 1
1 1
! !
! 1
1 1
Einnntzbo-! reiche t
1 i
l
begrenzt auf kleine Flächen
| größere Flächen t f. 1 l : Rinnen u. I ! Sohlschalen 1 I !
kleinere
Flächen
t Gehwege 1 Bereiche« ln denen
! 1 Unterhaltung zu-Ver-
1 kleine, schwer I kehrsbeeinträchti-
! zugängliche Flächen! gungen führt
1 !
! begrenzte Anwen- !
! dungsmöglichkeil 1
! (Funktion der Flä- !
! chen entscheidend) !
! !
Sofortiger Ausstieg möglich
"FCKW und andere Ozonkiller” heißt eine neue, allgemeinverständliche Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die darauf hinweist, daß auch ein sofortiger Verzicht auf ozonzerstörende Substanzen möglich ist. Die 24seitige Untersuchung zeigt in ihrem ersten Teil, welche Gefahren von einer dünner werdenden Ozonschicht für Mensch und Natur ausgehen. Der zweite Teil nennt Alternativen für FCKW-haltige Wärmedämmstoffe sowie Kühl- und Kältemittel. Halonen, CKWs und Lachgas, die ebenfalls beträchtlich zum Abbau der Ozonschicht beitragen, ist das Schlußkapitel gewidmet.
Die Studie "FCKW und andere Ozonkiller” ist für 5 DM erhältlich beim BUND, Dunantstr. 16,7800 Freiburg, Tel. 0761/88595-0.
Müll nach Gewicht - so soll das Motto ab 1993 in Xanten heißen. Von diesem Zeitpunkt an sollen die Müllgebühren nach dem Gewicht berechnet werden. Ziel dieses Verfahrens: Die Bürger sollen angeregt werden, lieber Müll zu vermeiden als teuer für seine Entsorgung zu bezahlen. Die Umstellung auf die neuen Gebühren erfordert keine neuen Mülltonnen, weil die derzeit eingesetzten Behälter ohne Probleme mit einem Erkennungschip ausgerüstet werden können, mit dessen Hilfe das Gewicht der Tonne bei jeder Leerung erfaßt werden kann.
Stadt Xanten, Karthaus 2,4232 Xanten, Tel. 02801/37244 (Informationsdienst rühr, Nr. 8/1992)
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