Montabaur
Der Gesamtbetrag der Kredite wird auf 79.300 DM und der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen auf 432.000 DM festgesetzt.
Aussagen zur derzeitigen Haushaltssituation bzw. Prognosen zum Haushaltsjahr 1992 enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht. Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben:
Rückblick 1991
Positiv hervorzuheben ist der Rücklagenbestand der Ortsgemeinde zum 31. Dezember 1991 in Höhe von 299.849,37 DM. Dieses Guthaben konnte sich insbesondere ansammeln durch erhebliche Mehreinnahmen beim Einkommensteueranteil sowie aufgrund von Investitionsverlagerungen nach 1992 und später.
Die Gesamtverschuldung der Ortsgemeinde beläuft sich zum Jahresende auf 719.842,26 DM. Dies entspricht einer Pro- Kopf-Verschuldung von 636,39 DM. Die vergleichbare Pro- Kopf-Verschuldung im Land Rheinland-Pfalz beträgt 616,63 DM (31.12.1990).
Die finanzielle Ausgangslage für die Aufstehung des Haushaltes 1992 ist somit günstiger als dies die Zahlen des Haushaltes 1991 erwarten lassen konnten.
Haushalt 1992 Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes verringert sich von 1.096.000 DM um 89.000 DM auf 1.007.000 DM. Hervorgerufen wird diese Entwicklung ursächlich durch den dramatischen Rückgang bei der Gewerbesteuer, der seinen Niederschlag in dem Ansatz von./. 194.000 DM findet.
Als weitere Konsequenz dieses Negativtrends wird eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in Höhe von 146.000 DM erforderlich, um den Ausgleich des Verwaltungshaushaltes herbeiführen zu können.
Bedingt durch Wertfortschreibungen und durch den Wegfall von Grundsteuervergünstigungen erhöht sich das Aufkommen bei der Grundsteuer B, während das Aufkommen bei der Grundsteuer A stagniert.
Durch Gewerbesteuerrückzahlungen für einen größeren Zeitraum (1981 - 1987), die entsprechende Berichtigungsveranlagung für die Jahre 1988 und 1989 sowie durch die notwendige Anpassung der Vorauszahlungen für die Jahre 1990 bis 1992 wird dieser enorme Rückgang bei der Gewerbesteuer erklärbar. Aufgrund derzeitiger Erkenntnisse ist aber in den kommenden Jahren wieder mit einem positiven Aufkommen zu rechnen.
Die positive Tfendenz beim Einkommensteueranteil ist als Konsequenz eines höheren Steueraufkommens anzusehen. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist mittelfristig gesehen für die Ortsgemeinde Kadenbach die konstanteste und wichtigste Einnahme
Der Anstiegder eigenen örtlichen Steuerkraft (+ 94.611 DM gegenüber 1991) bewirkt das Minus bei den Schlüsselzuweisungen. Im kommenden Jahr wird allerdings wieder mit einem Anstieg der Schlüsselzuweisungen infolge des Rückganges bei der Gewerbesteuer zu rechnen sein.
Das Gesamteinnahmesoll in Höhe von 716.112 DM stellt mit 71,03 v.H. den Löwenanteil sämtlicher Einnahmen des Verwaltungshaushaltes.
Die restlichen Einnahmen der Ortsgemeinde setzen sich wie folgt zusammen:
Erstattungen. 2,10 v.H.
Gebühren. 1,01 v.H.
Einnahmen aus Verkauf, Mieten, Pachten. 6,60 v.H.
und sonst. Verwaltungs- und Betriebseinnahmen
Sonstige Finanzeinnahmen. 6,81 v.H.
(Konzessionsabgaben, Zinsen etc.)
Zuführung vom Vermögenshaushalt. 4,55 v.H.
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres oder sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden.
Nachfolgend soll verdeutlicht werden, wie sich die einzelnen Ausgaben, nach Ausgabearten gegliedert, gegenüber dem Vorjahr verändern und welchen prozentualen Anteil sie an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
_ Nr. 20/92
1. Personalausgaben Prozentanteil 1992
1991 1992
115.000 DM 140.000 DM 13,91 v.H.
(+ 25.000 DM)
Die Steigerungberuht im wesentlichen auf gestiegenen Lohnkosten im Forst gegenüber dem Vorjahr.
2. Verwaltungs- und Betriebsausgaben Prozentanteil 1992
1991 1992
163.000 DM 172.000 DM 17,09 v.H.
(+ 19.000 DM)
Ein deutlich höherer Ansatz für den Untemehmereinsatz im Wirtschaftsbetrieb Forst sowie Ausgabenzuwächse in den verschiedensten Unterabschnitten des Verwaltungshaushaltes zeichnen für diese Entwicklung verantwortlich.
3. Zuschüsse für soziale Zwecke Prozentanteil 1992
oder ähnliche Einrichtungen
1991 1992
28.000 DM 31.000 DM 3,09 v.H.
(+ 3.000 DM)
Insbesondere durch den Anstieg des Personalkostenanteiles für den Kindergarten ist diese Steigerung erklärbar.
4. Umlagen
1991
DM
1992
DM
69,10 v.H.
DM
Gewerbesteuerumlage
27.000
./. 36.860
./. 63.860
Umlage an das Land
—
6.000
+ 6.000
Kreisumlage
Verbandsgemeindeum-
264.000
302.985
+ 38.985
läge
299.000
322.000
+ 23.000
690.000 594.126 + 4.125
Durch das Negativaufkommen bei der Gewerbesteuer ist die Gewerbesteuerumlage ebenfalls mit einem negativen Vorzeichen zu versehen.
Der Anstieg bei der Kreis- und Verbandsgemeindeumlage beruht zum einen auf dem Zuwachs der Umlagegrundlage und zusätzlich bei der Kreisumlage auf der Erhöhung des Umlagesatzes von 30 v.H.auf 32 v.H.
5. Zinsausgaben Prozentanteil 1992
1991 1992
56.413 DM 55.492 DM 5,51 v.H.
(./. 921 DM)
6. Zuführung zum Vermögenshaushalt
1991 1992
152.000 DM 13.000 DM 1,30 v.H.
(./. 139.000 DM)
Der Rückgang bei der Gewerbesteuer läßt lediglich nur noch die Pflichtzuführung an den Vermögenshaushalt zu.
Die echte freie Finanzspitze der Ortsgemeinde Kadenbach beläuft sich auf F 145.000 DM.
In den kommenden J ähren wird wieder mit einer positiven freien Finanz spitze gerechnet, die den Investitionsspielraum der Ortsgemeinde Kadenbach deutlich erweitert; siehe Seit 105.
Vermögenshaushalt
Der Maßnahmenkatalog des Vermögenshaushaltes hat sich an der Finanzmisere des Verwaltungshaushaltes orientiert. Es sind nur die tatsächlich notwendigen Maßnahmen berücksichtigt und die dafür entsprechenden Haushaltsmittel veranschlagt:
1. Umbau des Gemeindehauses. 3.000 DM
2. Planungskosten Kinderspielplatz
»In der Eck«. 2.000 DM
3. Erweiterung des Kindergartens. 600.000 DM
Damit die Gesamtauftragsvergabe für diese Maßnahme vorgenommen werden kann, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 432.000 DM veranschlagt.
4. Planungskosten - Schulhof. 3.000 DM
5. Erwerb von Straßenparzellen. 1.000 DM
6. Umbau von Gemeindestraßen. 5.000 DM
7. Ausbau des Schulweges. 24.000 DM
8. Straßenbeleuchtungserweiterung. 5.000 DM
9. Anschaffung von Geräten. 1.000 DM
10. Garagenbau. 1.000 DM
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