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Montabaur

Nr. 20/92

tu

Wir machen darauf aufmerksam, daß ordnungswidrig handelt, wer die Auskünfte vorsätzüch oder fahrlässig nicht, nicht rich­tig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.

Die Angaben unterliegen der Geheimhaltung. Eine Verwen­dung zu steuerlichen Zwecken ist gesetzlich ausgeschlossen.

Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Natur- und Umwelt-Info

Autos tanken Son

als Bestandteil von Kultursubstraten eingesetzt. Ibrf, der aus den unzersetzten Resten einstiger Moorpflanzen besteht, ist je­doch ein biologisch totes, extrem nährstoff armes und saures or­ganisches Material. Als Dünger kann Ibrf also nur mit Nähr­stoffzusatz verwendet werden. Seine Fähigkeit zur Wasserspei­cherung verliert er im Lauf der Zersetzung.

Als Alternative kommen in Frage:

- im Bereich BodenverbesserungAbdeckung

a) Rindenhumus

Rindenhumus hat einen günstigeren pH-Wert (5,5-7) und einen höheren Nährstoffgehalt als Ibrf.

b) Strohmehl

Strohmehl, ein Abfallprodukt aus der Landwirtschaft, trägt zur Bodenlockerung bei und sichert eine ausgeglichene Humusbi­lanz.

Rindenmulch

Rindenmulch kann zur Abdeckung verwendet werden.

Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde Montabaur Helmut Meier, IteL 02602/126 109.

NE

Auf Veranlassung der Bundesregierung wird im Sommer 1992 auf der Ferieninsel Rügen ein Großversuch zur Erprobung von Elek­trofahrzeugen der neusten, zur Zeit noch in der Entwicklung befindlichen Generation beginnen. Insgesamt 39 elektrisch betrie­bene Pkw, 20 Transporter und drei soge­nannte Midibusse für den Bedarfsverkehr sollen in dem bis 1995 dauernden Versuch ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen.

Dabei wird erstmals auch eine Schneilade­station für die Antriebsbatterien der Fahr­zeuge erprobt werden. Die Ladezeit wird zur Zeit auf weniger als eine Stunde geschätzt.

Ihre Energie soll die Elektrotankstelle über Fotozellen von der Sonne und/oder aus ei­ner stromerzeugenden Windmühle bezie­hen. Damit wären die auf Rügen fahrenden Elektroautos echteNull-Emissions-Fahr- zeuge", während man bei Fahrzeugen, die mit Strom aus fossÜen Brennstoffen betrie­ben werden, die nicht unbeträchtlichen Schadstoffemissionen der Kraftwerke berücksichtigen muß.

Wachstum ohne Ende?

Täglich werden auf dem Gebiet der alten Bundesländer 120 . Hektar freie Landschaft versiegelt, das entspricht einer Fläche von 120 Fußballfeldern oder einem Parkplatz für 60 000 Autos. Die Ausgabe 29 der "Umweltinformationen für Niedersachsen" (aus der Schriftenreihe der niedersächsi­schen Bürgerinitiativen) will zum Meinungsaustausch über Verursacher und Stand von Landschaftsverbrauch und Bo­denversiegelung beitragen. Das Heft gibt einen quantitati­ven und qualitativen Überblick über die Entwicklung des Landschaftsverbrauchs und geht dabei ein auf Beziehungen zu Wasserhaushalt und Artenrückgang, Bau- und Planungs­recht sowie Stadtentwicklung, Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebebauung. Beim Vorsorgeaspekt sehen die Auto­ren vor allem die aktuelle Bodenschutz-Gesetzgebung ge­fordert

Das Heft 29 derUmweltinformationen' für Niedersachsen mit dem Titel Landschaftsverbrauch - Wachstum ohne Ende?" (1992,42 Seiten) kann be­zogen werden beim LBU Niedersachsen, Waldheimstraße 9, 3000 Hannover 81, Tel. 0511/830873, Fax 830898. Im Abonnement kosten vier Hefte jährlich 30 DM.

Alternativen zur Verwendung von Torf

Zahlreiche Moortorfe und -pflanzen sind heute vom Aussterben bedroht. Tbrfprodukte werden jedoch weiterhin im gärtneri­schen Bereich in großem Umfang zur Bodenverbesserung und

»»Gipfeltreffen««

von Ökologen und Naturforschern

Zustandsberichte Uber Natur erwartet

Erstmals seit fast zwanzig Jahren treffen sich Naturwissen­schaftler aus dem gesamten Rheinland und aus Westfalen zur traditionellen Sommertagung im Großraum Koblenz! Erwartet werden vor allem Berichte aus der aktuellen Forschung mit Schwerpunkten im Westerwald, an der unteren Lahn und Mosel. Neben dem Gedankenaustausch der Fachleute soll auch die Öf­fentlichkeit über neueste Erkenntnisse der Geologie, Gewässer­kunde, Zoologie, Botanik und Ökologie informiert werden. Die Veranstaltungen, zu denen auch interessierte Gäste willkom­men sind, finden am 16./17. Mai im Rathaus zu Montabaur statt.Abschlußveranstaltung ist im Museum der Eiszeit auf Schloß Monrepos bei Neuwied.

Veranstalter ist der Naturhistorische Verein der Rheinlande und Westfalens mit Sitz an der Universität B onn. Als älteste wissen­schaftliche Vereingung der Region hat er weit über hundert J äh­re wesentliche Beträge zur Kenntnis des Rheinlandes und seiner Natur geleistet. Die Jahrbücher »Decheniana« sind eine Fund­grube nicht nur für Fachleute, sondern auch für Heimatkundler und genießen internationales Ansehen. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse münden heute oft not­wendig in ökologische Fragestellung. Darum erfolgte die Aus­richtung des Kongresses in Kontakten mit dem Umweltministe­rium in Mainz und den anerkannten N aturschutz verbänden der Region, insofern sie selbst auch Forschungen betreiben (GNOR, Pofiichia, LNU). Sie sind durch Referenten vertreten.

Eine Ganztagsexkursion führt am Sonntag durch den Wester­wald, um an Ort und Stelle neue Erkenntnisse oder Problemfälle des Naturschutzes zu erläutern.

Die Tagung steht unter dem Motto »Auf den Spuren des Prinzen Max zu Wied durch den Westerwald«. D amit wird eine Reihe von Veranstaltungen eingeleitet, die dem Andenken des einst welt­berühmten rheinischen Naturforschers und Amerikareisenden gewidmet sein werden. Prinz Maximilian war selbst Mitglied des Naurhistorischen Vereins, vor dem er den letzten öffentli­chen Vortrag vor seinem Tbd (+ 1867) gehalten hat.

Auskünte: Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur (Ttel. 02602/126 160) und Natur historischer Verein (Ttel. 0228/692377).

Auf den Spuren des Prinzen Max zu Wied

öffentlicher Vortrag im Rathaus Montabaur Am 16. und 17. Mai 1992 findet in Montabaur die Sommerta­gung des Natur historischen Vereins der Rheinlande und Westfalens statt.

Die zweitägige Thgung steht unter dem Thema: »Auf den Spuren des Prinzen Max zu Wied«. Verbunden wird die Ta­gung mit einer ganztägigen Excursiön durch den Wester­wald. Zu dem öffentlichen Vortrag am S amstag, 16.Mail992, 20.00 Uhr erwarten die Veranstalter viele interessierte Gäste. Der Vortragmit Dr. Hermann-Josef Rothfindet imneuen Sit­zungssaal des Rathauses statt.