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Montabaur

Wissenswertes

Sozioökonomie - Ein neues Beratungsangebot

Die Landwirtschaftlichen Beratungsstellen bieten erweiterte Beratung im Fachgebiet Sozioökonomie an. DieseBeratungun- terstützt landwirtschaftliche Familien vor allem in ihren wirt­schaftlichen Entscheidungen. Heute fragen sich viele Familien aus Landwirtschaft und Weinbau:

- Wie kann sich unsere Familie gegen Unfall und Krankheit absichem?

Wie geht es weiter mit unserem Hof?

- Reicht die Altersversorgung der B äuerin?

Reicht das Einkommen für die Lebenshaltung unserer Fa­milie aus?

- Wie können außerlandwirtschaftliche Einkommen er­schlossen werden?

Können Altenteiler evtl Wohngeld bekommen?

Auf diese und andere Fragen antwortet die sozioökonomische Beratung.

Darüber hinaus vermittelt sie die Adressen von zuständigen Stellen. Sie stellt Kontakte zu anderen Institutionen her und in­formiert über staatliche Hilfeleistungen.

Die Beraterinnen betrachten neben der betrieblichen Situation vor allem die Situation der Familie.

Die Beratung ist selbstverständlich vertraulich und unabhän­gig. Es werden keine Produkte verkauft oder vermittelt. Im Mit­telpunkt stehen die Interessen der betroffenen Familien. An­sprechpartnerin für Westerwald und Thunus ist: Oberlandwirtschaftsrätin Marianne Feigenbutz, Landwirt­schaftsschule Katzenelnbogen, Burgstraße 1, TteL 06486/8008.

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Investitionen in Osteuropa ja oder nein?

9. Firmenkundenseminar der Volksbank Montabaur-Wallmerod gab Antwort auf diese Fragen

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Einen realistischen Überblick über die derzeitige politische und wirt­schaftliche Lage in den osteuropäischen Ländern gab Dr. Bernd HJ. Kitterer vom Deutschen Industrie- und Handelstag im Rahmen des 9. Firmenkundenseminaree der Volksbank Montabaur-Wallmerod auf Schloß Montabaur.

Die Themen Europäischer Binnenmarkt und Ostdeutschland hinsichtlich Investitionen, Firmenausweitungen oder Aufbau von Handelsbeziehungen sind weitestgehend behandelt. Wie sieht es jedoch aus in bezug auf die großen Reformstaaten Polen, CSFR, Ungarn und den »neuen Staatenbund GUS« mit Ruß­land, der Ukraine, den Baltenrepubliken, etc Einen hervorragenden Überblick über die derzeitige politische und wirtschaftliche Lage'in diesen Staaten gab Dr. Bernd H. J. Kitterer vom Deutschen Industrie- und Handelstag in Bonn, gleichzeitig auch Geschäftsführer der IHK Gesellschaft zur Förderung der Außenwirtschaft und der Untemehmensfüh- rung mbH in Berlin, den die Volksbank Montabaur-Wallmerod im Rahmen ihres 9. Firmenkundenseminares in der Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloß Montabaur engagiert hatte.

Nachdem Vorstandssprecher Hans Jürgen Höber im Rahmen seiner Begrüßung schon zentrale Fragen in den Raum stellte, ging Dr. Kitterer ganz gezielt auf das Thema ein und berichtete aus den verschiedenen Staaten Osteuropas.

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Nr. 17/92

Seinem Bericht war eine gewisse Skepsis zu entnehmen.

Die Situation in der heutigen GUS bezeichnete der Redner als »Chaos«. Hingegen sind in den sogenannten großen Reform­staaten Polen, CSFR und Ungarn die marktwirtschaftlichen Entwicklungen wesentlich weiter vorangeschritten und schon sehr positive Ansätze zur Kooperation denkbar. In den GUS- Staaten wird der Begriff Marktwirtschaft mehr oder weniger als »persönliche Bereicherung« und nicht als eine Marktform verstanden. Altbeziehungen sind schwer zu knacken und zur Zeit noch nicht wegzudenken. Viele Grundvoraussetzungen wie ein funktionierendes Bankensystem und die nötige Infrastruk­tur fehlen total. Die Investitionstätigkeit des Auslandes ist zur Zeit sehr verhalten, was eigentlich das zentrale Problem in die­sen Staaten ist. Die Risiken in bezug auf W ähnmgund Finanzie­rung sind derzeit sehr hoch einzustufen. Doch gibt es, so Dr. Kit­terer wörtlich, »eine Menge Geschäft«, wozu auch Devisen in den einzeln en Ländern vorhanden sind. Nur läuft auf diesem Ge­biet nichts ohne die berühmte »Beziehung«. Ähnlich wie bei der Öffnung der e hemaligen DDR ist monentan eine gewisse Grau­zone entstanden, in der vieles geht, was eigentlich auf offiziellen Wegen nicht erreichbar wäre Diese Möglichkeiten ergeben sich aber nicht nur für Großunternehmen sondern auch insbesonde­re für den Mittelstand.

Einige Marktbereiche stellte Dr. Kitterer als recht positiv her­aus. So die Versorgungsbranche mit Nahrungs- und Genußmit­telbereich, medizinisch/technische Geräte, elektronische Aus­rüstung sowie Energieversorgung und Kommunikationssy- steme.

Im Anschluß an den Vortrag bestand Gelegenheit zur Diskus­sion, die von den Ibilnehmem rege genutzt wurde. Bemerkens­wert hierbei waren zwei Beiträge von Firmeninhabem, die seit mehreren Jahren in Polen und Rußland geschäftlich engagiert sind und die Ausführungen von Dr. Kitterer mehr als bestätigen konnten.

Zinn Seminarabschluß konnte Vorstandssprecher Hans Jürgen Höber ein breites Angebot von Publikationen und Information zum »Ostergeschäft« an die Zuhörer weitergeben. Insbesondere verwies Höber auf das neuesteSonderkreditprogramm der Kre­ditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das speziell für deutsche Firmen in bezug auf Investitionen in Osteuropa aufgelegt wurde

Verein der Adoptiv- und Pflegeeltern des Westerwaldkreises e.V.

»Die Selbsthilfegruppe für Eltern, die reden und zuhören möch­ten, trifft sich zum ersten Mal am 6. Mai 1992 in Westerburg. Es geht vorwiegend darum, daß sich jeder auf seine Selbsthilfe­möglichkeiten besinnt, sich selbst hilft, wodurch er in der Grup­pe auch anderen helfen kann - also mehr als wechselseitige Fremdhilfe.

Der Alltag und der Umgang mit unseren (Adoptiv- und Pflege-) Kindern gestaltet sich für manche Eltern oft schwieriger und be­lastender, als sie gedacht oder vermutet haben.

Ziel der Selbsthilfegruppe soll sein, daß jeder die Möglichkeit hat, über seine Ängste und Probleme zu reden, die er mit seinen (Adoptiv- und Pflege-) Kindern hat. ' ;

Manchmal reicht es schon aus, sich einmal richtig auszuspre­chen, um sich Erleichterungzu verschaffet! und eigene Lösungs­möglichkeiten zu finden oder mal zuzuhören, wie es anderen mit ähnlichen Problemen geht.

Angebote der Selbstbilfegruppe sind:

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

Ratgebung und Hilfestellung

Probleme und Konflikte allein und mit anderen angehen

sich für neue Erfahrungen öffnen

an der Gefühlswelt anderer teilhaben statt sich zu isolie­ren

ausprobieren und reflektieren

andere verstehen und sich selbst verstanden wissen

Diskussionen

Anmeldungen unter Tbl. 02661-7846/7378 od. 02663/4009.

Auch 1992 Urlaub auf Bauern- und Winzerhöfen im Ferienland Rheinland-Pfalz

Neuer Jahresprospekt erschienen

Auch 1992 gibt es wieder einen neuen, attraktiven Jahrespro­spekt »Urlaub auf Bauern- und Winzerhöfen in Rheinland- Pfalz«.

Der 62-seitige Prospekt, der vor wenigen lägen in die Werbung ging, ist wiederum eine Gemeinschaftsarbeit der Landwirt­schaftskammer, des Fremdenverkehrs- und Heilbäderverbandes