Montabaur
Nr. 16/92
ES
Natur-
und Umwelt-Info
Baum des Jahres: die ULME
Zum Baum des Jahres 1992 hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und andere Naturschutz verbände die ULME erklärt, die aufgrund der seit den 20er J ahren auf tretenden Blaufäulepilzes in ihrem Bestand stark gefährdet ist.
Die Ulme gedeiht hauptsächlich in Mitteleuropa, wo sie bereits seit 5500 v. Chr. weit verbreitet ist. Sie gehört damit zu den ältesten Laubbaumarten. In Deutschland unterscheidet man 3 Ulmenarten. Am häufigsten in unserer Landschaft ist die
Feldulme
anzutreffen. Dieser Baum kann bis zu 35m hoch werden und verfügt über ein rasches Jugendwachstum. Außer einer Pfahlwurzel werden noch Herz- und Seitenwurzel gebildet. Die Feldulme benötigt frische bis feuchte Bodenverhältnisse und wächst auch noch gut im Halbschatten.
Das Ulmenholz besitzt einen hohen Brennwert und stellt eines der wertvollsten einheimischen Nutzhölzer dar. Sehr empfindlich reagiert der Baum auf Rauchsäuren, Gase und Grundwasserabsenkung. Wird die Feldulme durch Umwelteinflüsse geschwächt, hat der Blaufäulepilz, dessen Sporen durch den Ulmensplitkäfer übertragen werden ideale Vorauset- zungen, den Baum völlig zu zerstören. Der Pollen der Feldulme bildet die erste Bienennahrung im März / April.
Die Flatterulme erreicht eine Höhe von ca. 25 m und gedeiht am besten in den Auenwäldern und an Bachläufen auf Silikatgestein. Längere Überschwemmungen werden vertragen. Hinsichtlich ihrer Standortansprüche ist sie genügsamer als die Feldulme Der Blütenpollen gehört ebenfalls zur ersten Bienennahrung.
Neuauflage der Bürgerinformationsbroschüre der Verbandsgemeinde Montabaur
- Wieder mit aktuellem Vereinsverzeichnis - Die Bürgerinformationsbroschüre der Verbandsgemeinde Montabaur, eine interessante und nützliche Informationsquelle für Neubürger und alle, die mehr über die Verbandsgemeinde Montabaur, deren Aufgaben und Einrichtungen erfahren möchten, bedarf einer Überarbeitung und Aktualisierung. Die Neuauflage der »Bürger-Info« soll interessierten Bürgern und Besuchern bald zur Verfügung stehen.
Um das immer wieder begehrte Vereinsverzeichnis in dieser Broschüre zu aktualisieren, bitten wir höflich um Ihre Mithilfe. Sind seit 1989 neue Vereine gegründet worden ? Bitte teilen Sie uns auch Änderungen in Ihrem Verein (neue Vorsitzende) mit, wenn Sie im Vereins Verzeichnis korrekt vertreten sein wollen.
In den Ortsgemeinden haben uns die Ortsbürgermeister bereits die neuesten Informationen über die Vereine gemeldet. Sollten kurzfristig Änderungen (durch jetzt erst stattgefun- dene Jahreshauptversammlungen) eingetreten sein, teilen Sie uns dies bitte mit.
Sie können die Änderungen telefonisch unter der Nr. 02602/126.192 oder auch schriftlich bei der Verbandsgemein- deverwaltung Montabaur, Großer Markt 10, Rathaus (Altbau) 3. Stock, 5430 Montabaur, einreichen.
Wir sind Ihnen für Ihre Mitarbeit dankbar, zumal ein (kostenloser) Eintrag in unserer »Bürger-Info« für Ihren Verein sehr nützlich sein kann.
Keine Abendsprechstunden an Gründonnerstag
Nach Art. 1 des Gesetzes zur Einführung des Dienstleistungsabends vom 10.7.89 findet am Gründonnerstag kein Dienstleistungsabend statt. Das Finanzamt Montabaur ist daher am 16.4.92 nur bis 16.00 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Abendsprechstunden entfallen.
Technische Abnahme von Planwagen zur Personenbeförderung
Aus gegebenem Anlaß empfiehlt das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr Haltern von Planwagen (Pferdefuhrwerken), die diese gewerbsmäßig oder privat nutzen, auf freiwilliger Basis ihre Fahrzeuge durch Sachverständige vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) oder von amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen regelmäßig überprüfen zu lassen.
Flatterulme:
Bergulme:
Die Bergulme kann eine Größe von ca. 30 m erreichen. Sie verträgt ein kälteres Klima und ist noch anspruchsloser hinsichtlich des Standortes wie die Flatterulme. Die Bergulme eignet sich gut als bachbegleitendes Gehölz in den Mittelgebirgen und für Windschutzpflanzungen. Der Pollen bildet die erste Bienennahrung im März / April Aufgrund der spärlichen Naturverjüngung und Konkurrenz der begleitenden Baumsorten, sind die Ulmen ausgeprägte Mischbaumarten, die man einzeln oder in kleinen Gruppen in Wäldern und Parks findet.
Seit dem Beginn der Ausbreitung des Ulmensterbens im Jahre 1918 hat die UlmeihreBedeutungfür dieForstwirt- schaft fast vollständig verloren. Forschungsgruppen aus verschiedenen Ländern beschäftigen sich seitdemmit der Züchtung resistenter Arten, wovon einige bereits im Handel angeboten werden.
Durch weitere Forschungsarbeit ist zu hoffen, daß die frühere bestandsbildende Baumart wieder an Bedeutung gewinnt.
Feldulme
“Bücherei-Info ”
Einfühlsame Erzählungen zu Menschenrechten
15 Zuhörer, davon 14 D amen, interessierten sich für die Autorenlesung mit den rheinland-pfälzischen Autoren Peter Grosz und Gabriele Weingarten zum Thema: »Menschenrechte«. Gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung und Kultur Rheinland- Pfalz und der Landesfachstelle für Büchereiwesen lud die Verbandsgemeinde Montabaur in die Stadtbücherei ein. »Antisemitismus hat mich schon immer interessiert«, erzählte die 44jährige Autorin zu ihrer intensiven und psychologisch einfühlsamen Erzählung «Über die Kunst, in der U-Bahn nicht zu sterben«, für die sie 1991 den »Limburg-Preis für Literatur« der Stadt Dürkheim erhielt. Peter Grosz las einen Ausschnitt seines Romans »Ende der Wallfahrt«. 1986 wurden Thile des Werkes mit dem Bertelsmann-Literaturpreis prämiert. Beide Vorträge faszinierten durch den inhaltlichen Hintergrund sowie die sprachliche Intensität und regten die Besucher zu umfassenden Diskussionen über die - oft problematische - Vermischung von Kulturen an (WWZ vom 1.4.1992)
Öffnungszeiten der Stadtbücherei Montabaur:
Montag. 15.00 bis 18.30 Uhr
Dienstag. 16.00 bis 18.00 Uhr
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