Montabaur
Diese Posten hat jeder
Zwei Sonderausgaben kommen für nahezu jeden in Frage: die Steuerberatungskosten und die Kirchensteuer. Zu den Steuerberatungskosten zählen nicht nur die Gebühren für Beratung und Hilfe, sondern auch die in diesem Zusammenhang anfallenden Fahrt-, Porto- und Tfelefonkosten sowie Fachliteratur.
Von der 1991 an den Fiskus gezahlten Kirchensteuer sind eventuelle Erstattungen abzuziehen. G ab es keine Erstattung - was bei allen Arbeitnehmern der Fall ist, die bislang keinen Lohnsteuerjahresausgleich durchgeführt haben - zählt die Kirchensteuer in vollem Umfang. Mit 50,00 Mark Kirchensteuer monatlich sind bereits 600,00 Mark für den Freibetrag im Spiel.
Unterhaltszahlungen
Einen dicken Brocken für den Freibetrag können all diejenigen geltend machen, die in der Pflicht stehen, Unterhalt an den geschiedenen Ehepartner zu zahlen. Solche Unterhaltszahlungen können die fällige Steuer deutlich spürbar senken. Das Finanzamt erkennt bis zu 27.000,00 Mark jährlich an, wenn der geschiedene Ehepartner unwiderruflich zustimmt.
Wer beispielsweise 300,00 Mark monatlich Unterhalt zahlt, kann die Bemessungsgrundlage für seine Einkommenssteuer um jährlich 3.600,00 Mark senken, indem diese 3.600,00 Mark als Freibetrag eingetragen werden.
Weiterbildung
Durch eine Berufsausbildung oder Weiterbildung in einem bislang nicht ausgeübten Beruf enstehen ebenfalls Sonderausgaben. Für derartige Bildungsmaßnahmen am Wohnort können maximal 900,00 Mark jährlich geltend gemacht werden, bei auswärtiger Unterbringung 300,00 Mark mehr. Außer den Kursgebühren zählen auch die Ausgaben für Fachbücher, Fahrt- und Übernachtungskosten sowie der sogenannte »Verpflegungsmehraufwand« mit.
Erläuterungen zum »Verpflegungsmehraufwand« und den anderen Positionen, die im Kasten benannt sind, enthält der Steuerblock. Dieser Spezialratgeber für Arbeitnehmer in Sachen Lohn- und Einkommenssteuer ist bei allen Volksbanken und Raiffeisenbanken gegen eine Schutzgebühr von 7,50 DM erhältlich. Eine lohnende Ausgabe und steuerlich absetzbar
als Sonderausgabe für steuerberatende Fachliteratur.
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»Führerscheinprüfung« für Pferdefuhrwerke auf dem Rückerhof
Einen ganzen Winter lang kamen sieben am Pferde-Fahrsport- Interessierte zweimal in der Woche für je 2 Doppelstunden auf den Rückerhof nach Welschneudorf, um sich in Theorie und Praxis von Carl Rücker unterweisen zu lassen. Viel Geduld und Arbeit war bei Schülern und Lehrern nötig, um n ach der Lehre Bern no von Achenbach’s ein Gespann Pferde mit Kutsche so zu lenken, daß man eine Prüfung beantragen konnte. Die Kollegen Günter Klein von Simmern und Uli Seuser von Engers standen Carl Rücker des öfteren zur Seite bei den Lehrfahrten in Halle und Gelände.
Am 14. März d. J. war es dann soweit. Die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen im Landesverband Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach schickte die beiden Prüfer Hans Schäfer von Mainz-Budenheim und Rudolf Schätzei aus Guntersblum nach Welschneudorf um den Kandidaten »auf den Zahn zu fühlen«. Alle sieben Prüflinge bestanden die Prüfung:
Birgit Klas, Welschneudorf Dr. Gert Blaumeiser, Koblenz Ralf Schönberger, Bendorf Jürgen Wagner, Simmern/Ww.
Karl-Heinz Esch, Neuwied-Engers Sari Niemi-Gref, Simmem/Ww.
Bernd Klein, Simmern/Ww.
Nach dem gemeinsamen Essen nahmen die Prüfer die Überreichung der Ausweise und Abzeichen vor und ermahnten zum vorbildlichen Benehmen mit dem Fuhrwerk auf unseren verkehrsüberlasteten Straßen. Zur Erholungund Freude gestreßter Bürger sollte man mehr und mehr gerade in unserer waldreichen Gegend auf Waldwege ausweichen, denn der Wald ist für alle da.
Nach einigen gemütlichen Stunden bei Kaffee und Kuchen endete der für alle so erlebnisreiche 1hg.
Für den Kutscherstammtisch an jedem 1. DonnerstagimMonat auf dem Rückerhof in Welschneudorf sind jetzt wieder sieben »Mitspracheberechtigte« hinzugekommen.
__ Nr. 14/92
Informationsstände zum Thema Herz* und Kreislauferkrankungen
Das Gesundheitsamt beabsichtigt am Dienstag, 7. April 1992 in den Räumen der Kreissparkasse Westerwald in Bad Marienberg, Bismarckstr. 16, zu den üblichen Schalterstunden Meß- und Informationsstände zum Thema Herz- und Kreislauferkrankungen aufzustellen, um die Bevölkerung auf ihr Herz- Kreislaufrisiko aufmerksam zu machen und für eine gesunde Lebensweise zu werben.
Es wird vom Gesundheitsamt Montabaur ein Stand zur Messung der Cholesterinwerte auf gestellt, während die AOK einen Stand zur Messung der Blutdruckwerte und einen Infostand aufstellt. Die Werte von Cholesterin und Blutdruck werden auf einer Karte eingetragen und der Betroffene kann anschließend eine ärztliche Beratung durch einen Arzt des Gesundheitsamtes in Anspruch nehmen, als auch die Beratung einer Diätassistentin der AOK wahrnehmen.
Das Thema: »Leben mit Herz« wird am 7. April 1992 weltweit Gegenstand verschiedenster Aktionen sein. Da in den Industrieländern, wie auch der Bundesrepublik Deutschland, die Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems schon seit J ahren an erster Stelle in der Ibdesursachenstatistik stehen, sieht es die AOK für den Westerwaldkreis als auch das Gesundheitsamt Montabaur als Aufgabe an, die Bevölkerung auf evtl. Risiken aufmerksam zu machen und ihnen Handlungsanweisungen für eine Risikoverminderung zu geben.
Das Gesundheitsamt will mit unserer Aktion durch dieFeststel- lungdes individuellen Risikos die Motivation des Einzelnen für eine ggf. notwendige Änderung seiner Lebens- und Ernährungsweise verstärken.
D.h., es werden nicht nur die Meßwerte festgestellt, sondern den Bürgern mitgeteilt, welches Risiko vor liegt und was sie dagegen tun können.
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Johanniter Unfall-Hilfe e.V. OV Caan-Nauort
Ausbildungsplan der JUH für April 1992 in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort (LSM).
Für Bewerber aller Führerscheinklassen (außer Kl. 2, LKW), für langjährige Führerscheinbesitzer, die ihre Kenntnisse über die Lebensrettenden Sofortmaßnahmen (LSM) regelmäßig auf frischen sollten, aber auch für die übrige Bevölkerung veranstaltet der Ortsverband der JUH Caan-Nauort im April folgende Kurse:
Samstag, 18. April, Bendorf, Rathaus, Im Stadtpark Samstag, 04. April, Dierdorf, Johanniter-Krankenhaus, Treffpunkt Pforte
Samstag, 04. April, Montabaur, e.V. Gemeindehaus, Peterstorstraße 6
Die Kurse beginnen jeweils um 8.00 Uhr und enden um ca. 14.00 Uhr. Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Die vorgeschriebene Tbilnahmegebühr beträgt 35,00 DM. Mitfahrgelegenheit gibt es um 7.00 Uhr ab der Unterkunft der JUH Caan-Nauort, Marienstraße 1.
Rückfragen bitte an Verwaltungsleiter Michael Merz, TfeL 02601/2914.
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Genscher kommt
Hauptredner auf dem Landesparteitag der rheinland-pfälzischen Liberalen am Samstag, 4. April 1992, ab 10.00 Uhr in Montabaur (Stadthalle) ist - neben dem F.D.R-Landesvorsitzen- den Rainer Brüderle - Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher. »Wir freuen uns, daß wir innerhalb von 5 J ahren zum 2. Mal mit der Ausrichtung des Landesparteitages beauftragt wurden,« meinte F.D.R-Kreisvorsitzender Hans Schenkelberg (Herschbach). »Daß H ann erstmals Hans Dietrich Genscher Gast eines F.D.P.-Landesparteitages ist, freut uns besonders.«
Info-Blatt über GUS-Hilfstransporte
Für Vereine, Organisationen oder Privatleute^ die Hilfstransporte in die Staaten der GUS planen, hält die Kreisverwaltung in M ont abaur hilfreiche Informationen des Auswärtigen Amtes bereit. Die Info-Blätter sind bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Pressestelle, Tbl. 02602/124401 zu beziehen.

