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Montabaur _

Übersichtliche Hilfsmittel helfen Ihnen zudem, alle Ausgaben für den Lohnsteuerjahresausgleich 1992 zu berücksichtigen. Lohnsteuerermäßigung92 (2): Werbungskosten Beruflich viel unterwegs? Gute Chancen auf den Freibetrag Für die Werbungskosten berücksichtigt das Finanzamt von sich aus automatisch eine Werbungskostenpauschale von 2.000,00 DM. Vielen Arbeitnehmern entstehen im Zusammen­hang mit ihrem Beruf jedoch höhere Kosten. Alles, was über die Pauschale von 2.000,00 DM hinausgeht, kann für den Freibe­trag genutzt werden.

Der wichtigste und für nahezu jeden Arbeitnehmer zutreffende Ausgabeposten sind die Fahrten zwischen Wohnung und Ar­beitsstätte.

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte Wer mit seinem eigenen Auto täglich zur Arbeit fährt, kann für 1992 65 Pfennig pro Entfemungskilometer als Werbungsko­sten ansetzen. Für 230 Arbeitstage im Jahr, die das Finanzamt im Normalfall anerkennt, bringt das pro Jahr:

bei 10 km Entfernung. 1.495,00 DM

bei 20 km Entfernung. 2.990,00 DM

bei 30 km Entfernung. 4.485 DM

Schon bei 14 Entfemungskilometem ist die Schallgrenze der Pauschale von 2.000,00 Mark durchbrochen. Mit 22 Kilometern Entfernung ist der Freibetrag allein durch die Fahrtkosten si­chergestellt: Die liegen dann nämlich bei insgesamt 3.289,00 Mark, von denen - abzüglich der 2.000,00 Mark Werbungsko­stenpauschale 1.289,00 Mark als Freibetrag eingetragen werden. Das bringt ein Arbeitszimmer

Einen dicken Brocken unter den Werbungskosten - und damit für einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte - bildet das Ar­beitszimmer. Sofern der Arbeitgeber bestätigt, daß aus berufli­chen Gründen zuhause ein Arbeitszimmer gebraucht wird, zäh­len auch dessen Kosten mit für den Freibetrag.

Mit 167,00 Mark monatlich anteiligen Raumkosten ist bereits die 2.000,00 Mark Werbungskosten-Pauschale abgedeckt. Alle anderen Werbungskosten steigern den Freibetrag dann in vol­lem Umfang.

Sorgfalt zahlt sich aus

Gerade bei den vielen Werbungskosten lohnt es sich, die Auf­wendungen einzeln durchzugehen. Eine gute und leicht zu hand­habende Hilfe bietet hier der Steuerblock der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Dieser Spezial-Ratgeber für alle Arbeitneh­mer enthält in Form von Checklisten und Beispielrechnungen alle wichtigen Ausgaben, die das Finanzamt für den Freibetrag anerkennt.

Auch viele kleinere Posten können sich zu stattlichen Summen mausern, die den Freibetrag steigern: Von zuhause aus geführte dienstliche Tfelefonate etwa bringen mindestens 240,00 Mark im Jahr, für fünf eintägige Dienstreisen mit mehr als zwölf ständi­ger Abwesenheit können mindestens 175,00 Mark angesetzt werden und für einen einwöchigen Fortbildungskurs im gegen­wärtig ausgeübten Beruf kommen alles in allem leicht noch ein­mal 500,00 Mark zusammen.

Den Steuerblock gibt es bei allen Volksbanken und Raiffeisen­banken gegen eine Schutzgebühr von 7,50 DM.

Dinkel - Comeback einer traditionsreichen Urweizenart

Dinkel wird immer beliebter in der deutschen Küche, vorzugs­weise in der Vollwertkücha Feinschmecker schätzen das feine Aroma des Dinkels und den herzhaften Geschmack. Die Ernäh­rungswissenschaft lobt die hohen Gehalte an Eiweiß, Vitami­nen ,und Mineralstoffen. Die große Bedeutung des Dinkels in früheren Zeiten belegen archäologische Funde. Bereits in der Steinzeit wurde Dinkel angebaut. Im Mittelalter war Dinkel die Hauptbrotfrucht der Alemannen. In Württemberg behielt der Dinkel diese Bedeutung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Nachdem dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Dinkel durch andere spelzenlose Weizenarten verdrängt wurde, schätzt man ihn heute gerade aufgrund dieser Tatsache. Die harte Spel­zenhülle schützt das Korn gegen Schadstoffe und Schädlinge, weshalb der Pflanzenschutz weniger intensiv betrieben werden muß. Dinkel läßt sich sowohl als volles Korn, als Schrot, Grieß oder auch Mehl schmackhaft und vielseitig in der Küche verar­beiten.

Ganze Körner können als Dinkelreis zubereitet und süß oder pi­kant abgeschmeckt werden.

Dinkelschrot mit seinem nußartigen Geschmack läßt sich be­sonders für Müslis mit Obst und/oder Milch verarbeiten. Dinkel­grieß findet Verwendung für Suppen, Klößchen oder Brei

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Dinkelmehl eignet sich hervorragend für Brot und Brötchen* Kuchen und Waffeln, aufgrund seiner besonders guten Backei­genschaften. Dinkel hat gegenüber allen anderen Getreidearten einen höheren Anteil an Klebereiweiß. Der Backwert ist daher besonders hoch, da Klebereiweiß das dreifache seines Gewichts an Wasser aufnehmen kann. Für die Iteigbildungist das wichtig. Das gute Wasserbindungs vermögen bewirkt eine höhere Elasti­zität der Tbige und sorgt dafür, daß die fertiggebackenen Brote länger frisch bleiben. Vorzugsweise im schwäbischen Raum wer­den aus Dinkel außerdem Nudeln, Spätzle, Klöße und Pfannku­chen hergestellt.

Weithin bekannter ist der Dinkel, wenn er noch »grün« hinter den Ohren ist, nämlich als Grünkern. Die Dinkelkömer werden

2 bis 3 Wochen vor der eigentliche Reife im teigreifen Zustand geerntet. Die Körner sind dann noch grün, daher der Name Grünkem. Sie werden bei 110 bis 150 Grad Celsius getrocknet bzw. gedarrt und anschließend entspelzt. Vor etwa 300 Jahren begannen Bauern aus der Not heraus, den Grünkem zu ernten. Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse ernteten sie die noch »grünen« also unreifen Kerne und trockneten sie durch ständiges Wenden auf großen flachen Sieben über einem Bu­chenholzfeuer. Heute geschieht dieser Trocknungsvorgang voll­automatisch, aber mit Buchenholz zur Aromatisierung wird im­mer noch gearbeitet.

Wertvoll für die Ernährung ist der Dinkel vor allen Dingen auf­grund seines hohen Eiweißgehaltes. Bedingt durch seinen ho­hen Gehalt an Klebereiweiß nimmt er hier die Spitzenstellung unter den Getreidearten ein. Fett und Ballaststoffgehalt fallen gegenüber dem Weizen nur etwas höher aus.

Beim Vitamingehalt scheint.er sichnicht besonders von anderen Getreidearten abzuheben. Er enthält Vitamin A bzw. Karotin, Vitamin B j und B 2 sowie Vitamin D. Interessant ist bei den Mi­neralstoffen der Eisengehalt der mit 8,8 mg/100 g etwa doppelt so hoch liegt wie beim Weizen. Der tägliche Eisenbedarf liegt bei 18 mg für Frauen und 12 mg für Männer. Bereits 100 g Dinkel können also den halben Tagesbedarf decken.

Umweltfreundlich Anbaumethoden und gute GesundheitsVer­träglichkeit haben dem Dinkel einen festen Platz in der Vollwert­emährung eingeräumt, er ist für viele ein Beispiel für den Zu­sammenhang von gesunder Umwelt und gesunder Nahrang.

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Australisch er-Gold-Nugget ging nach Herschbach

Volksbank Montabaur-Wallmerod und R+Wersicherung über­reichten Preis

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Tbile Preise, anläßlich des Gewinnspiels derR+V-Informationswochen, überreichten Heinz-Peter Weiden feiler, Marketingleiter der Volksbank Montabaur-Wallmerod (rechts) und Organisationsleiter Wolfgang Steidl von der R+V-Versicherung (3. v. links) an die Gewinner.

Montabaur: Michael Bom aus Herschbach war der Gewinner des australischen Gold-Nügget, das als 1. Preis beim Gewinn­spiel anläßlich der R+V-Informationswochen in den Geschäfts­räumen der Volksbank Montabaur-Wallmerod ausgelobt war.

Organisationsleiter Wolfgang Steidl, Bezirksleiter Axel Epp­stein, beide von der R+V-Versicherungund Heinz-Peter Weiden- feller, Marketingleiter bei der Volksbank Montabaur- Wallmerod überreichten die Preise an die glücklichen Gewinner.

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