Einzelbild herunterladen

Montabaur

25

Nr. 12/92

Bislangnutzt nur etwa jeder zehnte Arbeitnehmer die Möglich­keit, sich mit Hilfe eines »Lohnsteuerermäßigungsverfahrens« einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen, so che Autoren des SteuerB locks. D abei lohnt es sich wenigstens für jeden zweiten Arbeitnehmer-schätzen die Experten vorsich­tig -, die monatlichen Steuern mittels des Freibetrages zu sen­ken.

Der so erhöhte Nettolohn steigert übrigens auch wichtige Lei­stungen, die auf seiner Grundlage berechnet werden: etwa das Krankengeld von der Krankenkasse oder auch das Mutter­schaftsgeld für werdende Mütter. So bietet ein Freibetrag nicht nur mehr Nettolohn, sondern auch mehr soziale Sicherheit. Das Finanzamt trägt den Freibetragnur unter folgender Bedin­gung ein: Die Summe von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen muß mindestens 1.200,00 DM über den Pauschalen liegen, die das Finanzamt von vornher­ein für Werbungskosten und Sonderausgaben ansetzt.

Die Voraussetzungen erfüllt fast jeder Diese Grenze ist schnell erreicht:

- 4.200,00 DM pro Jahr sind allen Steuerzahlern sicher, deren Kindüber 18 J ahre alt ist, sich auswärts untergebracht noch in der Ausbildung befindet und selbst nicht mehr als 3.600,00 DM im Jahr verdient. Ein Posten, der für viele El­tern studierender Kinder in Frage kommt.

- Mindestensl.200,00DMkönnenalleArbeithehmeralsFrei- betrag geltend machen, die mit dem eigenen Auto auf dem Wegzur Arbeit täglichzweiMaleineEntfemungvon wenig­stens 22 Kilometern zurücklegen.

- Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten kön­nen -mit dessen unwiderruflicher Zustimmung-bis zur- % he von 27.000,00DM als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden.

Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Kosten, die das Finanzamt mit einem entsprechenden Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte berücksichtigt. Viele andere Posten zählen au­ßerdem mit: Dienstreisen, ein Arbeitszimmer oder Arbeitsmit­tel, Aus- und Weiterbildung zum Beispiel, und - was viele ni>H wissen - auch die gez ahlte Kirchensteuer fällt für den Freibetrag ins Gewicht. Sind dann noch außergewöhnliche Belastungen da, etwa Krankheitskosten oder Aufwendungen für Kinderbetreu­ung, erreicht der Freibetrag interessante Größenordnungen. Was der Freibetrag unterm Strich monatlich netto mehr bringt, kann jeder mit folgender Faustformel schnell schätzen:

J ahresfreibetrag X Steuersatz

12

Aus der Faustformen wird deutlich: Je höher der Freibetragund je höher der LohnVbzw. Einkommensteuersatz, desto größer fällt die selbst verursachte Gehaltser höhung aus .

So funktioniert es

Um einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte für 1992 eintra­gen zu lassen, haben Sie bis zum 30. November 1992 Zeit. Wer den Antrag bereits im Januar stellt, bekommt die Ermäßigung vom ersten bis zum letzten Monat des Jahres. Wer den Antrag später stellt, kann erst ab dem Monat mit der Steuerermäßi­gung rechnen, der dem Monat der Antragstellung folgt.

Die Formulare mit dem Titel »Antrag auf Lohnsteuerermäßi­gung« gibts bei jedem Finanzamt.

Beim Ausfüllen der bekannterweise schwierigen Formulare des Finanzamtes hilft der SteuerBlock92. Er ist bei allen Volksban­ken und Raiffeisenbanken gegen eine Schutzgebühr von 7,60 DM erhältlich.

Kochkurs für Männer

Der Kochkurs für Männer,veranstaltetvon der Gleichstellungs­stelle der Kreisverwaltung, sucht noch 'Ibilnehmer.

Die »kulinarischen Abenteuer« können jeweils samstags (14., 21. März und 04. April), 9.00 bis 13.00 Uhr, in der Berufsbilden­den Schule Montabaur erlebt werden. Anmeldungen unter 02602/124-301.

Familienentlastende Dienste für Behinderte und Angehörige im

Westerwaldkreis e.V.

(Betreuungs-, Freizeit- und Beratungsangebote) Bahnhofstr. 31,6438 Westerburg, Montag, Dienstag und Donnerstag 8.30 - 12.30 Uhr Tbl 02663/2429 (Frau Böhmer).

Selbsthilfegruppe: Neurodermitis Allergien Asthma

TVeffen alle 2 Monate, samstags: 28. März, 23. Mai, 18. Juli, 12. September, 14. November.

Infors unter: Tbl. 06436/1731,02623/4476 und 02602/90922. Kommen Sie doch einfach mall

Bürgerbeauftragter im Westerwaldkreis

Am 31. März 1992 hat der Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Walter Mallmann, im Dienstgebäude der Kreisverwaltung in Montabaur einen Sprechtag. Wer von der Möglichkeit einer persönlichen Vorsprache Gebrauch machen möchte, wird gebeten, sich schriftlich oder fernmündlich unter kurzer An gal» des Sachverhaltes, auf den sich die Eingabe be­zieht, bis spätestens 26. März 1992 mit der Kreisverwaltung in Montabaur, Frau Hofmann, Peter-Altmeier-Platz 1,5430 Man- tanbaur, IbL 02602/124-301, in Verbindung zu setzen.

Westerwald-Verein e.V. zu Gast bei SWF und HR

Geschäf tsfüherer Alois Noll und Hauptwanderwart Hans Was­senberg werden im Rahmen der Südwestfunksendung »Rheinland-Pfalz-Kalender« am 19. März 1992 zum Thema »Wandern mit dem Westerwald-Verein« im Studio Mainz Rede und Antwort stehen.

Am gleichen Thge finden Aufnahmen des Hessischen Rund­funks in Wetzlar zum Thema »Waldsterben in Raten« statt. Der Hauptwart für Öffentlichkeitsarbeit, Klaus Deinaß, wird aus der Sicht des Westerwald-Vereins erläutern, was die Wanderer als Waldnutzer zu beachten haben.

Hanns-Otto Ohl

zum IHK-Vizepräsidenten wiedergewählt

Hanns-Otto Ohl, Geschäftsführer der Theodor Ohl Bau-GmbH in Diez, wurde von der Vollversammlung der Industrie- und H anHalgltnmnmr zu Koblenz erneut zum Vizepräsidenten ge­wählt. Ohl ist seit 20 Jahren Mitglied der Vollversammlung der Kammer und seit 4 Jahren deren Vizepräsident. Neben allen Uaminftr p o litischen Aufgaben gilt dabei sein besonderes Augen­merk der wirtschaftlichen Entwicklung und der Vertretung der Wirtschaft in den beiden Landkreisen Westerwald und Rhein- Lahn.

Während seiner bisherigen Vizepräsidentschaf t wurde die Kam­merarbeit in diesen Regionen aktiviert. Ohl rief die Untemeh- mergespräche ins Leben, die in Form von Forumsveranstaltun­gen zweimal im Jahr ablaufen. Themen wie Umweltschutz, Mar­keting, Untemehmensbesteuerung, ISDN-Einführung usw. fanden in der Wirtschaft und in der Öffentlichkeit eine große Re­sonanz. Mehrere Projekte, z. B. eine erfolgreiche Aktion zur Inte­gration von Langzeitarbeitslosen, wurden von ihm auf den Weg gebracht.

»Information und Service für die Betriebe sollen einen künfti­gen Schwerpunkt der Kammerarbeit bilden«, betonte Ohl als Schwerpunktaufgabe für die nächsten Jahre. Moderne Kam­merarbeit, so Ohl, ist nicht Selbstzweck, sondern Service für die Betriebe und Vertretung der Anliegen der Wirtschaft auf marktwirtschaftlichen Grundpfeilern gegenüber dem Staat. Ir diesem Sinne wird er auch in der nächsten Wahlperiode seim Aufgabe fortsetzen.