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Montabaur

Dienstag, 17.03.1992,9.00 Uhr in Montabaur (Haus »Mons Tabor«).

Nr. 10/92

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6. Der Ansatz für die Errichtung einer Kompostanlage sowie für den Kauf eines Schredders wird ersatzlos gestrichen. Denn nach Auffassung der FWG-Fraktion ist dies eine Pflichtaufgabe der Kreisabfallbeseitigung, zumal viele Haushalte in der Aktion der Kompostierung sich einen Komposter angeschafft haben.

7. Maßnahmen bezüglich des Radweges im Gelbachtal sind auf das Jahr 1993 zu verschieben.

Somit verringerten die von der FWG-Fraktion gestellten An­träge die Kreditaufnahme um DM 636.000,00, so daß zwar im­mer noch ein Kredit von DM 312.000,00 aufgenommen werden müßte, der aber evtl, durch Mehreinnahmen bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer ausgeglichen werden könnte. Für den im Haushaltsplanentwurf vorgeschlagenen Kreditansatz sehe die FWG-Fraktion dies als nicht gegeben an. Zum anderen zeigt die jahrelange Erfahrung, daß nicht immer alle Maßnahmen fristgerecht durchgeführt werden können, so daß im Nachtrags- haushaltsplan dann eineKorrektur erfolgenmüsse Somitkönn- ten bei einer positiven Entwicklung auf der Einnahmeseite im Nachtragshaushaltsplan Maßnahmen angesetzt werden, die die FWG-Fraktion heute im Ansatz verschoben oder verringert haben wolle Bei einer negativen Entwicklung der Einnahme­seite hingegen müßten evtl, dann noch mehr Fremdmittel als jetzt veranschlagt aufgenommen werden.

Abschließend betonte Fraktionsvorsitzender Schweizer, daß die FWG-Fraktion keinen Stillstand, sondern eine Fortentwick­lung wolle, dies aber nicht um jeden Preis und nicht alles sofort, sondern nur dann, wenn es finanziell durch echte Einnahmen verwirklicht werden kann.

Daher lehne die FWG-Fraktion den vorgelegten Haushaltsplan in der jetzigen Form ab.

Ratsmitglied Lorenz, Reinhard (Bürger für Montabaur) erklär­te, daß er in dem vorgelegten Haushaltsplan der Stadt Monta­baur für das Jahr 1992 ein solides Zahlenwerk sehe, dem er zu­stimmen könne.

Im einzelnen stellte Ratsmitglied Lorenz folgende Anträge:

1. Die Beschilderung soll auf historische Plätze und Gebäude in den Stadtteilen ausgedehnt werden.

2. Mit der kath. Kirche soll verhandelt werden, daß die Bild­stöcke des Stationenberges an dem Weg zwischen Monta­baur und Wirzenborn unterhalb des Berges umgesetzt wer­de Der Weg über den Berg sei für viele ältere Mitbürger nicht zu schaffen. Eine angemessene finanzielle Beteili­gung der Stadt Montabaur sei zu vertreten, da es sich um Denkmalpflege handele

3. Der Radweg Gelbachtal im Bereich Montabaur-Wirzen­born sollte am Hammerweg beginnen und den Verlauf des jetzigen Feld- und Waldweges unterhalb des Stationenber­ges nehmen.

4. Für das im Kreisheimatmuseum in Hachenburg befind­liche Steinkreuz, welches in der Gemarkung Eschelbach zwischen Ort und Autobahn stand und vor mehreren J äh­ren ausgegraben wurde, soll nach Vorlage des Originals ein neues geschaffen werden und an den ursprünglichen Platz zurückgestellt werden.

Diese Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt. Des weiteren be­antragte Stadtratsmitglied Lorenz, in der Buchenstraßein Hor­ressen eine Wartehalle zu errichten. Diesem Antrag wurde mehr­heitlich zugestimmt.

Raumordnungsverfahren

für die Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn Köln - Rhein-Main (Planungsabschnitt Rheinland-Pfalz) Bekanntmachung der Bezirksregierung Koblenz Mit Schreiben vom 12.03.1991 - 30-435-03 - wurde für die vorge­nannte Planungsmaßnahme das Raumordnungsverfahren ge­mäß § 18 Landesplanungsgesetz in Verbindung mit § 6a Raum­ordnungsgesetz eingeleitet.

Im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden von zahlreichen Bürgern Einwendungen vorgebracht. Soweit diese fristgerecht geäußert wurden, werden sie im Rahmen der Erörterungstermi­ne, diemit den am Verfahren beteiligten Gebietskörperschaften und Fachplanungsträgem abgehalten werden, mit den Einwen- dem ebenfalls besprochen.

Das Erörterungstermin für den Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur einschließlich Stadt Montabaur, der Verbandsge­meinde Wallmerod sowie der Verbandsgemeinde Diez findet statt am

in Montabaur (Haus »Mons Tabor«).

In dem Erörterungstermin werden nur die überörtlich raumbe­deutsamen Anregungen und Bedenken entsprechend der Auf­gabenstellung des Raumordnungsverfahrens behandelt. Fra­gen, die das nachfolgende Planfeststellungsverfahren betreffen, werden nicht erörtert.

Koblenz, 20.02.1992 Bezirksregierung Koblenz

Veröffentlicht: i-A. Dr. Wilkes

ölDie Verwaltung informiert

Natur- und Umwelt-Info Ausstellung

Vom 10.3. bis 20.3.1992 ist die Ausstel­lung

»Naturschutz in der Gemeinde« in der Bürgerhalle (altes Rathaus) in Montabaur zu besichtigen.

Öffnungszeiten:

Mo., Di., ML: 7.30-12.00Uhr und 13.30- 16.30 Uhr

Da 7.30 -12.00 Uhr und 13.30 -18.30 Uhr pv 7. an - ia nn TThr

Kirchen und ihr Umfeld

Die ca. 20 000 Friedhöfe der alten Bundesländer entspre­chen flächenmäßig etwa den Naturschutzgebieten. Gerade alte, gewachsene Friedhöfe zeichnen sich durch einen be­merkenswerten Artenreichtum aus. Auf einem Kölner Fried­hof zählte man beispielsweise 43 Brutvogelarten und 498 wildwachsende Pflanzenarten. Doch vielfach degradieren überzogene Pflege, Spritzmittel, Versiegelung durch Pfla­ster- und Asphaltwege und die überhandnehmende Grab- verdeckelung eine in Jahrhunderten gewachsene Friedhofs­kultur zu sterilen Steinwüsten. Bei einem Seminar der bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschafts­pflege ging es deshalb speziell um Kirchen und ihr Umfeld. Geworben wurde für eine plastikfreie Friedhofskultur und für Gräber, die Visitenkarten nicht des Todes, sondern des Le­bens sein sollen. Ökologie und Theologie decken sich hier in ihrem Anliegen. Angeregt wurde auch, die Friedhofserweite­rung der Verlegung an den Ortsrand vorzuziehen. Auf diese Weise könne der geschichtliche wie ökologische Charakter erhalten werden. Statt beliebiger Exoten sollten Pflanzen mit Symbolcharakter wie Buchs, Immergrün, Sadebaum, Efeu, Rosen, Lilien, Himmelsleiter und Veilchen ihren Platz auf dem Friedhof haben. Viele Friedhofssatzungen haben in die­sem Sinne eine naturfreundliche Revision nötig. Alte Fried­hofsmauern mit Moos-, Rechten- und Famschrpuck sind bei vorsichtiger Ausbesserung und statischer Sicherung unbe­dingt zu emalten. Statt polierten Steinblöcken in schwarz, weiß und rosa sollen regionaltypische Steine, Holz- oder Schmiedeeisenkreuze die natürlichen und kulturgeschichtli­chen Eigenheiten von Friedhöfen betonen.

»Erlebter Frühling«

Zum neunten Mal hat die Naturschutzjugend den Wettbe­werbErlebter Frühling ausgeschrieben. Zu entdecken gilt es die vier Frühlingsboten Schöllkraut, Ohrwurm, Maulwurf und Mehlschwalbe. Kinder zwischen 5 und 15 Jahren sind aufgerufen, nach den ausgewählten Frühlingsboten Aus­schau zu halten und ihre Erlebnisse in Wort, Bild und Geba­steltem wiederzugeben.

rianwerena zum Wettbewerb werden Materialien bereitgehalten, die in Klas- sensatzstärke abgegeben werden. Bn Klassensatz enthält 1 Plakat, 25 Teil­nehmerfaltblätter und 4 Arbeitshilfen (für jeden Frühlingsboten 1 Heft) und ist für 5 DM zu beziehen bei der Naturschutzjugend, Bundesgeschäftsstelle- nigsträßle 74,7000 Stuttgart 70, Tel. 0711/7656612.