Montabaur
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Nr. 7/92
Das neue Alarmzentrum ist rund um die Uhr besetzt und erbringt ab sofort Hilfeleistungen, die Kunden mit einem Schutzbrief oder einer Auslandsreise-Krankenversicherung der HUK- Coburgin Anspruchnehmen können. Dazu zählenz. B. die Organisation eines Krankenrücktransportes oder der Versand von Kfz-Ersatzteüen ins Ausland. Bisher hatte sich die HUK-Co- burg hierfür einer Fremdorganisation bedient.
Die HUK-Coburg entschloß sich zur Gründung des Alarmzentrums, weil sie ihr Versicherungsangebot um touristische Beistandsleistungen erweitern will. Voraussichtlich ab April 1992 wird die HUK-Coburg in zwei neuen Varianten der HUK-VI- SA-Card auch die Versicherungfür Notf alle auf Reisen anbieten.
Dieser Versicherungsschutz wird weltweit gelten und umfaßt Tipsund praktische HilfeinNotfällen wieKrankheit, Unfall, Tb- desf all, Strafverfolgung oder den Verlust von Reisedokumenten und Reisezahlungsmitteln. Das Alarmzentrum wird dann auch die zusätzlichen Dienstleistungen erbringen, die im Rahmen dieses erweiterten Versicherungsangebotes anfallen können. Geplant ist darüber hinaus, die Dienste des Alarmzentrums auch anderen Versicherungsgesellschaften oder Unternehmen anzubieten, die Bedarf an einem derartigen »Rund- um-die-Uhr-Service« haben.
In der Aufbauphase des Alarmzentrums konnte die HUK-Coburg Internationale Service GmbH auf die Erfahrung des französischen Partners GMF AI zurückgreifen. Die GMF AI unterhält seit langem weltweit solche Alarmzentren. Mit den Mitarbeitern in 26 Filialen und mit rund 1-60 Korrespondenten arbeitet auch das Fr ankf urter Alarmzentrum zusammen. Umgekehrt wird das Alarmzentrum auch tätig, wenn Versicherte der GMF in Deutschland in Not geraten.
Rückläufiger Export und starker Import
Der Warenverkehr mit dem Ausland entwickelt sich 1991 noch deutlicher als im Vorjahr gegenläufig. Nach einer Hochrechnung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems aus den Monatsdaten Januar bis August werden die rheinland-pfälzischen Exporte um etwa 3,5 Prozent sinken; Die Importenehmen infolge der anhaltend hohen Nachfrage - vor allem auch aus den neuen Bundesländern -1991 um fast 20 Prozent zu.
Hohe Nachfrage im Einzelhandel hält an
Imrheinland-pfälzischen Einzelhandelhat sich die Geschäftslage nach den bereits guten Vorjahren auch 1991 weiter verbessert. Die Einzelhandelsumsätze, die als wichtigster kurzfristig verfügbarer Indikator für den privaten Verbrauch gelten, stiegen nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 1991 um 6 Prozent. DieZahl der Beschäftigten erhöhte sich um 0,5 Prozent.
Kommunale Steuereinnahmen um 9,4 Prozent gestiegen
Die Steuereinnahmen der rheinland-pfälzischen Kommunen beliefen sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 3.149 MillionenMark. Sie lagen damit um 269Millionen Mark oder 9,4 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Diese Mehreinnahmen sind nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in B ad Ems maßgeblich auf die kräftige Z unahme der Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (um 184MillionenMark oder 15,7 Prozent) auf 1.364Millionen Mark zurückzuführen. Die Gewerbesteuereinnahmen stiegen (um 67 Millionen Mark oder 5,8 Prozent) auf 1.235 Millionen Mark. An Grundsteuern wurden 360 Millionen Mark eingenommen.
Überdurchschnittlich, nämlich um über 13 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis auf 1.282 Millionen Mark, verbesserten sich die Steuereinnahmen der Ortsgemeinden. Sie verzeichneten Zuwächse von 17,2 Prozent beim Einkommensteueranteil und 10,6 Prozent bei der Gewerbesteuer. Die verbandsfreien Gemeinden nahmen 529 Millionen Mark (plus 10,6 Prozent), die kreisfreien Städte 1.233 MillionenMark (plus 5,4 Prozent) an Steuern ein.
Statistischer Landesausschuß tagte in Bad Ems
Am 30. Januar 1992 trat der Statistische Landesausschuß Rheinland-Pfalz in Bad Ems zusammen. Es wurden neue wissenschaftliche Konzepte, wie die Erwer bstätigenschätzungund Vorhaben der Statistik, unter anderem die Handwerkszählung und die Gebäude- und Wohnungsstichprobe, diskutiert.
Zentrale Themen bildeten Fragen der Akzeptanz bei Primärerhebungen sowie die grenzüberschreitenden Aktivitäten des Statistischen Landesamtes am Beispiel der Arbeitsgruppe Saar- Lor-Lux-lrier/Westpfalz.
Dem Statistischen, Landesausschuß gehören Vertreter der Staatskanzlei und der Ministerien, der Datenschutzkommission, der kommunalen Spitzenverbände, der verschiedenen Kammern, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie der Universitäten des Landes an. Vorsitzender ist der Präsident des Statistischen Landesamtes, Dr. Karl Heinz Weis.
Verunglückte im Straßenverkehr 1991
- insgesamt niedrigste Zahl seit 1958
- auf Autobahnen höchster Wert seit Beginn der Statistik Im Jahre 1991 verunglückten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf den Straßen von Rheinland-Pfalz bei 18.400 Unfällen mit Personenschaden 25.000 Verkehrsteilnehmer. D as sind 4 Prozent weniger Unfälle und 5 Prozent weniger Verunglückte als 1990 und gleichzeitig die niedrigsten Unfallzahlen seit 1958.
Die Zahl der Unfallopfer mit Ibdesfolge ging gegenüber dem Vorjahr um 63 auf 465 Personen zurück. Sie liegt damit so niedrig wie zuletzt 1950, dem Anfangsjahr der Unfallstatistik. Knapp 6.700 Verkehrsteilnehmer wurden schwer und 17.850 leicht verletzt. Das sind 3 bzw. 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der reinen Sachschadensunfälle ging im gleichen Zeitraum um 2 Prozent auf 104.000 zurück.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigte dagegen das Unfallgeschehen auf den Autobahnen des Landes. Hier wurden knapp 2.100 Verkehrsteilnehmer getötet oder verletzt, so viele wie niemals zuvor.
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