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Montabaur
HU
Nr. 51/52/91
wieder zu Hause.« Auch meinen Bruder Aloysius ließ diese Begeisterung nicht ruhen. Er machte schnell das Notabitur und wurde, weil er so jung war, nur mit Mühe angenommen als Soldat. 1916 war er bereits Offizier und fiel in der Schlacht bei Ypern. Ich war für solchen Ruhm gottlob noch zu jung und durfte lediglich die mit dem Preußenadler geschmückte Fahne hissen, wenn wir wieder einmal einen Sieg errungen hatten. Und solcher Siege gab es viele, bis wir uns schließlich zu Tbde gesiegt hatten und schmählich kapitulieren mußten.
Auch mit der Verpflegung wurde es zunehmend schwierig. Fleisch und Brot, Zucker und Fett wurden rationiert, und am Ende fehlte es sogar an den unentbehrlichen Kartoffeln, die man durch Steckrüben ersetzen mußte. Das waren schlimme Zeiten und wir lernten zum ersten Mal, was Hungern heißt. Das Brot mußte ich auf die Briefwaage meines Vaters abwiegen, damit auch jeder genau seine 500 g bekam, die ihm zustanden pro Tag. D ann kam die Besatzung 1 Zuerst waren es Amerikaner, mit denen wir uns gut verstanden, denn es waren Mexikaner, gemütliche Leute mit vielen Pferden. Sie bauten vor unserem Haus auf der noch imbebauten Wiese eine Art Stadion mit Aschenbahn, auf der sie ihre Cowboykunststücke vorführten und Baseball spielten. Auch gaben sie ab und zu etwas von ihrem Essen ab, was wir sehr zu schätzen wußten. In unserem Stall wurden ca. 20 Maulesel einquartiert und die dazugehörigen Mannschaften schliefen in meiner Mutter G ästezimmem. Nach ca. drei Jahren wurden sie von Franzosen abgelöst, und das war schon weniger gut. Denn die hatten selbst nichts und waren nur aufs Requirieren aus. Von meinem Vater verlangten sie, daß er nach ihrem Belieben Holz schlagen sollte in seinen Wäldern, was dieserals pflichtbewußter preußischer Beamter natürlich ablehnte. Schon war er ausgewiesen und fand sich auf der Straße nach Limburg wieder. Wir mußten das große Haus innerhalb einer Woche räumen, und das war besser gesagt als getan. Nachdem wir zwei Möbelwagen der Fa. Schneider mit dem Wichtigsten vollgestopft hatten, machten wir auf dem Hof bei uns eine Versteigerung, um den Rest zu Schleuderpreisen loszuwerden. Ich durfte den Auktionator spielen und meine Schwester Olga führte das Protokoll. So waren wir auf einen Schlag heimatlos geworden und mußten uns eine neue Bleibe suchen. Und wir waren nicht die einzigen, denen dieses Schicksal widerfuhr. Nach langem Suchen fanden wir dann in Wetzlar eine neue Bleibe, wohin dieuns befreundete Familie Lauffs schon vorher gezogen waren.
Meine Eltern lebten dann dort bis zum Tbde meiner Mutter (1951) mit meiner Schwester Olga zusammen, die dann nochmals zurück nach Montabaur kehrte und oben auf der Eschelba- cher Höhe wohnte, bis auch sie 1966 starb.
Unser G astspiel in Montabaur dauerte also nur runde 25 Jahre, aber mir steht es noch heute so deutlich vor Augen, als hätte ich es gestern erlebt. Und ich war sehr erstaunt, daß sich unser kleines und verträumtes Nest in den letzten siebzig Jahren so enorm entwickelt hat. Ich ließ mir jetzt vom Verkehrsamt die Unterlagen von Eurem Jubiläum ko mm en und kann nur staunen, was Ihr da so alles auf die Beine gestellt habt. Vor allem der historische Festzug muß ja sehenswert gewesen sein, vielleicht sieht man ihn mal auf einem Bildbericht. Nur, wie man den Sauerbrunnen aus dem Gelbachtal - wir holten oft dort unser »Tafelwasser« - auf den Marktplatz verlegen kann, das ist mir nach wie vor ein Rätsel
Ja, Ihr lieben Montabäurer, so grüße ich Euch, heut aus weiter Feme (seit etwa 25 J ahren wohne ich hier im grünen Allgäu) und wünsche Euch weiter alles Gute.
Mit einem herzlichen »Hui Wäller - allemol!» verbleibe ich Euer aller Dr. Felix Buse
Markus Dillmann
Harrlifhon
Herzlichen Glückwunsch!
5430 Montabaur hat mit dem Einsatz von
l.-DM
beim RUBBEL LOTTO ein
Glücks-Fahrrad
gewonnen
IHRE LOTTO-ANNAHMESTELLE:
i Bulinde Langkusea, Kami-Arienuf-Platz, 5431 Mantahair
** * . J/ UavTli/kaM
Herzlichen Glückwunsch!
** *
Friedhelm Grether
5431 Nomborn hat mit dem Einsatz von
\ 1.- DM
beim RUBBEL LOTTO ein
Glücks-Fahrrad
gewonnen
IHRE LOTTO-ANNAHMESTELLE:
Rosemarie Lutsch, Peterstorstr. 23, 5430 Montabaur
< Hobby-Squasher aufgepaßt! •;
< Großes Hobby-Squash-Turnier in Staudt. >;
< Am 29.12.91 um 10.30 Uhr. Tolle Geld- und Sachpreise! I;
Anmeldung bis 27.12.‘91 im Squash-Center Staudt, / j: Tel. 02602/6544 - Meldegebühr 20,- DM I;
•; Veranstalter: Squash-Team Staudt e.V.
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Es ist ein Trost zu wissen. daB wir in unserer Trauer nicht alleine sind. Während der langen Krankheit und in der Stunde des Abschiedes haben wir erfahren, wieviel Zuneigung unserem lieben Heimgegangenen
Alois Fries
entgegengebracht wurde. 1
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Wir danken allen für die vielfältigen Zeichen der Anteilnahme.
Margret Fries
Kinder und Angehörige
Hillscheid, im November 1991

