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Montabaur

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Nr. 48/91

Außerdem wurden noch 493 erfolgreiche Lehramtsprüfungen (+17%), 343 Magisterexamen (+ 18%), 65 kirchliche Abschluß­prüfungen, 31 Musikprüfungen sowie 33 sonstige Abschlüsse registriert.

Zwei von fünf erfolgreichen Prüflingen waren Frauen. Damit lag der Anteil um 2 Prozentpunkte über dem des Vorjahres. Der höchste Frauenanteil wurde mit 82% bei den sonstigen Ab­schlüssen registriert, gefolgt von den Lehramtsprüfungen mit 72%; am niedrigsten war der Anteil bei den kirchlichen Ab­schlußprüfungen mit 20%.

Absatz von Kraftfahrzeugen schwächte sich ab Es werden wieder mehr Schuhe gekauft Ein ganzes Jahr langnach Einführung der D-Mark in den neuen Bundesländern profitierte der rheinland-pfälzische Einzelhan­del mit Kraftfahrzeugen von einem Nachfrageboom, der sich von Monat zu Monat durch zweistellige Plusraten für den Um­satz im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat auszeichnete. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems jetzt berichtet, war im August 1991 erstmals wieder ein Umsatzrückgang dieser Branche um knapp 15 Prozent zu beobachten. Auch im Einzel­handel mit Möbeln konnte der hohe Stand von 1990 nicht mehr erreicht werden (minus 9,8 Prozent). Berücksichtigt man aller­dings den gesamten Zeitraum seit Januar, relativiert sich das Bild etwas.

Beim Absatz von Kraftfahrzeugen errechnet sich hier ein Plus von 17 Prozent und beim Absatz von Möbeln eine leichte Ab­schwächungum 0,8 Prozent. Die Schuhgeschäfte, die lange Zeit niedrigere Umsätze als in früheren Jahren nachwiesen, konnten 1991 wieder kräftige Zuwächse verbuchen. Im August erreich­ten sie eine Umsatz steigerung von 16 Prozent und in den ersten acht Monaten insgesamt von 17 Prozent.

In den anderen Einzelhandelsbranchen, mit Ausnahme des Handels mit Brenn- und Kraftstoffen (Mineralölsteuererhö- hung), verlief die Entwicklung ausgeglichener.

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Dia-Vortrag von Amedee Müller:

»Faszination der Berge» (oder wie man von der Sonntagswande- rung Uber Bergtouren auf den höchsten Gipfel Europas kommt) Dienstag, 3. Dezember 1991,19.30 Uhr, Haus Horchheimer Hö­he (Soldatenfreizeitheim) von Galen-Straße, Koblenz-Horchheim

Das Foto zeigt Amädäe Müller (Mitte) auf dem Mont Blanc.

Foto: J. Gebauer

ITC

ISP 1

Amedöe Müller, Sektion Moseliane des Club Alpine Francais, berichtet mit einer Auswahl seiner schönsten Dias über seinen Werdegang als Bergsteiger von der Sonntagswanderung in den Vogesen über Bergwandem in Südtirol, Kletterwände in der Schweiz und Eistouren zum Mont Blanc und anderen Bergrie­sen Europas bis zum Ttekking in Nepal

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Breitbandkabelnetz der KEVAG

Bis Ende November werden alle Einwohner von Simmem die Möglichkeit haben, bis zu 35 Feraseh- und bis zu 30 Hörfunkpro­gramme aus (Um Breitbandkabelnetz der KEVAG zu empfan­gen. Bislang sind über 8 kmFreileitungund 2 km Erdkabel rund 70 % der Simmemer Haushalte erreichbar, von insgesamt 7 Sig­nalverstärkern sind bereits fünf in Betrieb. Die gesamte Bauzeit betrug bislang 2,5 Monate. '

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Hilfe zur Selbsthilfe jetzt auch im Westerwaldkreis

Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle, Paritätisches Zentrum, Neustraße 34,5438 Westerburg, Tel. 02663/2540

Der 13jährige R. Müller ist Stotte­rer. Seine Eltern würden sich ger­ne mit anderen Eltern stottern­der Kinder aus- tauschen: über Behandlungsmö­glichkeiten, über ihre Angst vor der Zukunft ihres Sohnes, über fa­miliäre Schwie­rigkeiten. HerrMayer ist al­koholkrank. Sei­ne Frau hat die Sucht lange Jah­re vor Nachbarn, Freunden und Verwandten verborgen; um ih­ren Mann zu schützen. Nim fühlt sie sich am Ende ihrer Kraft.

Frau Schulze leidet an Krebs. Seit ihrer Erkrankung fühlt sie sich einsam. Sie hat niemanden, um über ihre Schmerzen, ihre Hoffnungen oder ihre Angst vor Metastasen zu sprechen. Ihre Familie versucht sie zu trösten, kann ihre Gefühle aber oft nicht verstehen. Frau Schulze wünscht sich den Erfahrungsaus­tausch mit Gleichbetroffenen.

Menschen in solchen oder vergleichbaren Situationen finden in der Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle Hilfe und Unterstützung. WeKISS, das ist die Anlaufstelle für alle Men­schen, die sich wegen alltäglichen Belastungen, punktuellen Schwierigkeiten oder besonderen und anhaltenden Problemen für Selbsthilfe interessieren.

Ansprechpartnerin in der WeKISS ist die Sozialpädagogin Re­gina Karrenbauer. Sie berät und informiert über die Möglichkei­ten zur Selbsthilfe, vermittelt Interessenten in Selbsthilfegrup­pen oder an versorgende Einrichtungen, hilft bei Gruppengrün­dungen und unterstützt die Gruppenarbeit. Selbsthilfegruppen finden in der WeKISS auch Hilfe bei der Su­che nach Räumen, bei der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Grün­dung eines Vereins, oder bei der Kontaktaufnahme zu Kranken­gymnasten, Diätassistenten, Ärzten etc.

Wie vielfältig die Arbeit von Frau Karrenbauer ist, zeigt sich an den Themen, denen sie in ihrer täglichen Arbeit begegnet. Sie unterstützt die Selbsthilfe der Frauen nach Krebs, der psy­chisch Kranken, der Menschen, die an Osteoporose leiden, dei Spieler, der Schlaganfallbetroffenen, der Angehörigen altei oder behinderter Menschen, von Dialysepatienten, etc.

Wer sich an die WeKISS wendet, kann sicher sein: Seine persön­lichen Daten werden streng vertraulich behandelt. Außenste­hende erfahren nichts von ihren Anliegen und Schwierigkeiten. Die WeKISS sorgt eben auch für einen geschützten Rahmen. Die Kontaktstelle wurde im April diesen Jahres unter der Drä- gerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Rheinland- Pfalz/Saarland e.V., Kreisgruppe Westerwald, eingerichtet.

Das Arbeitsamt förderte die Einstellung einer qu alifizier ten Selbsthilfeberaterin im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungs­maßnahme Die offizielle Eröffnung der WeKISS findet am 29. November 1991 im Zusammenhang mit der Eröffnung des Pari­tätischen Zentrums statt.

Bisher 247 Anfragen von Einzelpersonen und Selbsthilfegrup­pen verweisen jedoch schon heute auf den Wert der jungen Ern richtung.

An alle Manuskripteinsender I

Bitte senden Sie Ihre Manuskripte in deutlicher Schrift am be­sten mit der Maschine geschrieben oder in Druckbuchsta­ben ein. Sie ersparen uns und Ihnen unnötiges Nachfragen.