Montabaur
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Die Einnahmen an reinen Bundessteuem haben von 631 Millionen Mark auf 870 Millionen Mark zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs um 38 Prozent.
In erster Linie ist dies auf den seit 1. Juli 1991 erhobenen Solidaritätszuschlag (167 Millionen Mark) zurückzuführen. Die Mineralölsteuer stieginfolge der Steuererhöhungum 12 Prozent. Mit einem Aufkommenvon knapp 11 Milliarden Mark lagen dieEin- nahmen aus den Steuern vom Einkommen um 12 Prozent (plus 1,1 Milliarden Mark) und mit 5 Milliarden Mark aus den Steuern vom Umsatz um 16 Prozent (plus 686 Millionen Mark) über den Ergebnissen der ersten drei Quartale des Vorjahres.
Die Steuereinnahmen des Landes erhöhten sich nach der Verteilung um 681 Millionen Mark (9,3 Prozent) auf 8 Milliarden Mark. Die reinen Landessteuem nahmen um fast 19 Prozent auf über 1 Milliarde Mark zu. Dazu trug vor allem das Aufkommen aus der Erbschaftssteuer (119 Prozent) und der Vermögenssteuer (14 Prozent) bei. Mindereinnahmen gab es bei der Feuerschutzsteuer (minus 7,2 Prozent), dem Landesanteil an der Körper- schaftsteuer (minus 9,1 Prozent) und der Einfuhrumsatzsteuer (minus 2,6 Prozent) sowie bei der Gewerbesteuerumlage (minus 6,9 Prozent).
Schülerzahlen steigen
Die verstärkten Zuzüge nach Rheinland-Pfalz sowohl aus den neuen Bundesländern als auch aus Ländern wie Polen oder der Sowjetunion wirken sich auch an den Schulen des Laudenaus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind im Schuljahr 1991/92im Grundschulbereich 1.800 Schüler mehr zu unterrichten als im Vorjahr, im Hauptschulbereich 2.000 Schüler. Insgesamt werden die 1.179 Grundschulen, Hauptschulen sowie organisatorisch verbundenen Grund- und Hauptschulen zur Zeit von 238.700 Schülern (Vorjahr 234.800) besucht.
TVotz der gestiegenen Schülerzahlen blieb die durchschnittliche Klassengröße nahezu unverändert. In den Klassenstufen 1 bis 4 wurden über 100 Klassen mehr gebildet als im Vorjahr. Dadurch sank der Durchschnittswert Schüler je Klasse von 22,2 auf 22,1 im laufenden Schuljahr. In den Klassenstufen 5 bis 9/10 des Hauptschulbereichs wurden rund 80 zusätzliche Klassen gebildet, so daß trotz der gestiegenen Schülerzahlen die Relation Schüler je Klasse gegenüber dem Vorjahr imverändert bei 22,5 blieb.
Insgesamt wurden an den Grundschulen und Hauptschulen des Landes 10.733 Klassen (Vorjahr 10.539) gebildet.
Bilderbuch-Sommer 1991 zog mehr Gäste nach Rheinland-Pfalz als je zuvor
Bereits im Juli dieses Jahres zeichnete sich durch das ungewöhnlich gute Wetter, das die kühlen Vormonate vergessen ließ, ein starker Zuwachs im Fremdenverkehrs aufkommen der rheinland-pfälzischen Betriebe ab. Wie das Statistische Landesamt inBadEms berichtet, kamen im Juli 6,6 Prozent mehr Gäste als vor einem Jahr. Da die Gäste außerdem länger als zuvor blieben, erhöhte sich die Zahl ihrer Übernachtung um 11 Prozent. Viele Besucher kamen aus den neuen Bundesländern. Infolge des Golfkrieges und der Verringerung ausländischer Streitkräfte ging die Zahl ausländischer Gäste dagegen zurück, vor allem im Rheintal und in Rheinhessen.
Im Zeitraum Januar bis Juli 1991 übernachteten in den Fremdenverkehrsbetrieben 3,2 Millionen Gäste, das sind 1,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg dagegen um 3,9 Prozent auf 11,5 Millionen an. Im Rheintal verringerten sich diese Zahlen um 11 Prozent bzw. 4,2 Prozent, was fast ausschließlich auf das Ausbleiben ausländischer Gäste zurückzuführen ist.
So nahm hier die Zahl der ausländischen Besucher um 42.000 auf 138.000 (minus 23 Prozent) und ihre Übernachtungen um 58.000 auf 342.000 (minus 15 Prozent) stark ab. Am günstigsten verlief die Fremdenverkehrsentwicklung im Gebiet Eifel/Ahr, besonders durch die hohen Zuwachsraten bei den Ferienzentren. Diese Betriebe sind das Reiseziel vieler Besucher aus den Niederlanden. Insgesamt wurdenin Rheinland-Pfalz uml3 Prozent mehr niederländische Gäste als im Vorjahreszeitraum gezählt.
Nr. 46/91
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