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Montabaur

Nr. 44/91

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Beim Grabschmuck an die Umwelt denken

Die Zeit der Tbtengedenktage steht vor der Tür, Anlaß für viele, der Verstorbenen mit einem Blumenstrauß, Gesteck oder Kranz zu gedenken. Doch mit dem Grabschmuck werden vielerorts auch Abfälle auf die Ruhestätten getragen. Das wäre nicht wei­ter problematisch, wenn nur kompostierbare Materialien einge­setzt würden. Demgegenüber können insbesondere Formteile von Kreuzen, Kissen, Kränzen und Gestecken aus Kunststoff, aber auch Bänder, Kranzschleifen und Metalldrähte zu Schwie­rigkeiten bei der Kompostierung führen.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz appelliert daher an al­le Friedhofsgärtnereien und Blumenhandlungen, den Grab-

schmuck so herzustellen, daß er vollständigkömpostierbar ist. Wasserfester Kork kann z.B. die Styropor-Unterlage für Herzen und Kreuze ersetzen, Kränze können statt mit grüner Plastikfo­lie mit Kreppapier umwickelt werden, zum Binden eignen sich - statt Nylonfäden und Draht-, Hanf- und Jutegarn.

Anstelle von Plastikblumen können frische oder Trockenblu- men, aber auch natürliche Materialien wie Zapfen, Fruchtstän­de, Zweige, TTockengräser oder TVockenmoose verwendet wer­den. Auf Tbrf sollte wegen der Zerstörung der Moore gänzlich verzichtet werden. In einigen kommunalen Friedhofssatzungen sind bereits Verbote oder Beschränkungen für Kunststoffpro­dukte aufgenommen worden. Wo dies noch nicht geschehen ist, sollten sich die Kommunen des Problems annehmen und auf ei­ne Änderung der Friedhofssatzung hinwirken. Wenn solche Re­gelungen nicht bestehen, sind vor allem die Friedhof sgärtnerei- en aufgerufen, freiwillig ausschließlich komostierbare Materia­lien zu verwenden. Kunden sollten sich vor dem Kauf über die Bestandteile des Grabschmucks informieren und verrottbare Materialien verlangen.

Wer seinen Grabschmuck gar selbst herstellt, kann mit etwas Phantasie hübsche Natur Sträuße oder -gestecke herstellen, oh­ne das Müllaufkommen zu vergrößern.

Verkäufer von Grabschmuck und Verbraucher sind aufgerufen, auch in diesem Bereich ihren Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten.

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Dia-Vortrag im Kurtheater:

»Die Rocky Mountains - von Kanada bis Texas«

Am Samstag, 9. November 1991 zeigt der bekannte Leicafoto­graf und Amerikaspezialist Gerhard Schauss um 19.30 Uhr im Kurtheater Bad Ems einen Vortrag über die Rocky Mountains. Das »Rückgrat« oder auch das »Dach Amerikas« wird dieser 4.300 km lange Gebirgszug genannt. Die hohen Berge, z ackigen Felsen, mächtigen Gletscher, riesigen Wälder, verschwiegenen Seen und stürzenden Wasserfälle mit ihrer herrlichen Pflanzen- und Tierwelt faszinieren jeden Besucher.

Auf einer 10,6 m breiten und 3,5 hohen durchgehenden Lein­wand werden den Zuschauern mit sechs computergesteuerten Diaprojektoren faszinierende Bilder dargeboten. Besonders die­se Panoramen machen den Abend zu einem Erlebnis.

Gerhard Schauss, der während mehrerer Reisen das gesamte Ge­birge mit seinen Änrainerstaaten durchstreifte, zeigt unter an­derem so bekannte Landschaften und Nationalparks in Kanada wie Wells Gray, Mt. Robson, Jasper, Banff und Waterton Lakes International Peace Park. In den Vereinigten Staaten werden Glacier National Park, Yellowstone, Grand Tfeton, Rocky Moun­tains National Park, Great Sands, White Sands, Carlsbad Ca- vems und Gusdaloupe National Park zu sehen sein.

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Adidas und Hisgen unterstützen die Aktion Sorgenkind

Am 5. November 1991 hat das Ttextilhaus Hisgen die Firma Adi­das zu Gast. Adidas präsentiert seine hochwertigenEquipment- Produkte. An diesem Tag ist eigens ein Berater von Adidas vor Ort, um Fragen der Kunden nach dem richtigen Sportschuh fachgerecht zu beantworten. Auch wird jede Menge »Action« ge­boten:

Auf einem Laufband können Sie beispielsweise testen, welchen Tragekomfort die Equipment-Runningschuhe bieten. Darüber- hinaus dient dies auch einem guten Zweck:

Für jeden gelaufenen Kilometer auf dem Laufband wird Adidas einen Betrag von 5,- DM spenden und der Aktion Sorgenkind überweisen. Außer im Tfextilhaus Hisgen wird Adidas bei über 200 weiteren Sportfachhändlem eine solche Aktion durchführen.

Deshalb: Kommen Sie zu Hisgen nach Montabaur und testen Sie die Adidas-Runningschuhe kilometerlang auf dem Lauf­band! Zugleich helfen Sie einem guten Zweck!

Klettergruppe des Alpenvereins bei den Brentabären'

Die Klettergruppe des Deutschen Alpenvereins, Sektion Ko­blenz, ist von einer ereignisreichen Bergfahrt in die Brenta zu­rückgekehrt. Die zehn Iteilnehmer aus dem Lahntal, aus Neu­wied, Koblenz, Boppard, vom Westerwald und Hunsrück haben die bedeutendsten und traditionsreichsten Gipfel der Brenta­gruppe in den südlichen Dolomiten bestiegen. Unter Leitung der Hochtourenführer Werner Holly (hier im Foto auf einer Brentaspitze balancierend) und Peter Retterath eroberten sie Gipfel mit klangvollen Namen wie Guglia di Brenta, Campanile Alto, Ibrre Comici, Cima Margherita, Cima Tbrro, Cima Brenta und Cima Molweno.

Für die naturverbundenen Bergsteiger kam aber auch die Begei­sterung für die wildromantische unter Naturschutz stehende Landschaft nicht zu kurz.

Die letzte Nacht zeltete die Gruppe in derNähe der Vallesinella. Bei Weißbrot, Speck, Käse und viel Rotwein wurden die Erleb­nisse der Iburenwoche noch einmal lebendig. Etwas verwilderte und stoppelbärtige, aber zufriedende Mienen beleuchtete der Schein des Lagerfeuers. Werner Holly erzählt jetzt noch, daß er in dieser N acht die legendären Brentabären gesehen hat, die ein­zige im gesamten Alpenraum noch in freier Wildbahn lebende Bärenart.

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Naspa-Forum zum Thema:

»Nachfolgeregelung im Mittelstand - ein oft verdrängtes Problem «« Die Nassauische Sparkasse hatte Mittelstandsunteraehmer zu einerVeranstaltungzumThema»Nachfolge«eingeladen,dieam 22. Oktober 1991 in der Westerwaldhalle Rennerod stattfand. Nach der Begrüßung durch Niederlassungsleiter Manfred Krä­mer, erläuterten die Referenten, Untemehmensberater Rigo Pfi­ster-Maurer und Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Michael Zacharias, anhand von aktuellen Praxisbeispielen die Brisanz der ungelösten Nachfolgeregelung im mittelständischen Be­trieb.

Es wurde deutlich, daß viele Probleme für die Beteiligten (Verer- ber und Erben) erst dann »offensichtlich« werden, wenn der Erb­fall bereits eingetreten ist. Nicht nur die steuerlichen und finan­ziellen Folgen, auf die naturgemäß immer am meisten geachtet wird, stellen den N achf olger oder den Verer ber vor große Proble- ma Es wurde auch auf gezeigt, daß durch eine rechtzeitige, ver­tragliche Regelungein Großteil der Probleme erst gar nicht auf- treten würden.

Nach Überzeugung der Referentenkommt es hier verstärkt dar­auf an, daß Experten aus den Bereichen Betriebswirtschaft Steuern, Recht und Finanzen bereits bei der Gründung bzw Wahl der richtigen Untemehmensform Zusammenarbeiten da­mit unliebsame Überraschungen im Erbfall von Anfang an aus­geschlossen sind.

Eine Betrachtung der zu erwartenden Gesetzesänderungen im Bereich Steuern vertiefte die Notwendigkeit der rechtzeitigen und permanenten Überprüfung einer auf den Vererber und sei­nen Nachfolger persönlich zugeschnittenen Vereinbarung.