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Montabaur

besonders aktuell. Aber nicht nur das höchste Zinsniveau seit acht Jahren hat dazu geführt, daß den privaten Haushalten in Westdeutschland 1990 160 Mrd DM an Erträgen aus Geldver- mögen zugeflossen sind. Hinzu kommt ein wachsendes Rendite­bewußtsein der Sparer, das unter den verschiedenen Möglich­keiten der Geldanlage Wertpapiere in die Spitzenposition rücken ließ; ein Trend, der durch den Altersaufbau der Bevölke- rungund zunehmende Vermögensumschichtungen der Genera­tion der Erben gestützt wird.

Auch die Kunden der rheinland-pfälzischen Sparkassen legen ei­nen imm er größer werdenden Tteil ihrer Ersparnisse in Wertpa­pieren an. In den ersten acht Monaten dieses J ahres stockten sie ihre Bestände an Eigenemissionen der Sparkassen sowie Wert­papieren fremder Emittenten um 1,4 Mrd, DM auf. In den letz­ten drei Jahren erwarben sie Wertpapiere im Gesamtwert von fast 6 Mrd. DM, viermal soviel wie in den zurückliegenden sie­ben Jahren zusammen. Gefragt sind gegenwärtig vor allem In­haberschuldverschreibungen der Sparkassen selbst sowie ande­re Bankschuldverschreibungen und öffentliche Anleihen. Aber auch das Ttermin geldkonto steht - begünstigt durch die inverse Zinsstruktur - hoch in der Gunst der Anleger. Vermehrt gekauft werden ebenfalls Investmentanteile, insbesondere Immobilien­fonds, während bei den Dividendenwerten die Verkaufsorders überwiegen.

Der Siegeszug des Wertpapiers ist neben der hohen Rendite auch darauf zurückzuführen, daß mit zunehmendem Wohlstand das Interesse an schnellen Rückgriffsmöglichkeiten (Liquidi­tät) abnimmt. Trotzdem hat aber auch das Sparkassenbuch - wie die zurückgehenden Umschichtungen zu seinen Lasten zeigen - nach wie vor seine Bedeutung. Es leistet als erstes Sammel­becken wichtige Zubringerdienste für alle anderen Anlagefor­men und dient als eiserne Reserve für unvorhersehbare finan­zielle Anforderungen. In letzter Zeit haben die Sparkassen viel für seine Attraktivität getan.

Ein Großteil der Spareinlagen ist mit einem Bonus ausgestat­tet, und die Sparkassen bieten eine ganze Reihe von zinsgünsti­gen Sondersparformen an, die weder lange Festlegungsfristen noch hohe Anlagebeträge erfordern. Mit insgesamt 4,5 Mio. Exemplaren ist das Sparkassenbuch in Rheinland-Pfalz auch heute noch »heimlicher Bestseller«.

Jedoch: entscheidend für den kontinuierlichen Ertrag einer Geldanlage bleibt der stabile Geldwert, der außerdem der wirk­samste Anreiz zum Sparen ist.

Mit einer Teuerungsrate von 4 % ist der Preisauftrieb gegenwär­tig das größte binnenwirtschaftliche Risiko Der Verband appel­liert daher im Interesse der Sparer an alle Verantwortlichen, die Inflationserwartungen einzudämmen. Nur wenn die Ersparnis­se von heute auch morgen ihren Wert behalten, kann man eine gute Ernte einf ahren.

Lehrgang für Anwender von Pflanzenschutzmitteln

Anwender von Pflanzenschutzmitteln imHaupterwerbsbetrieb der Landwirtschaft, des Gartenbaus oder der Forstwirtschaft müssen bis zum 31. Dezember 1992 eine entsprechende Sach­kundeprüfung ablegen, alle anderen Anwender bis spätestens 31.12.1993.

Die Staatliche Beratungsstelle für Land- und Hauswirtschaft, 5430 Montabaur, bietet im November 1991 einen 30 Unter­richtsstunden umfassenden Lehrgang mit abschließender Sachkundeprüfung an.

Alle Betroffenen sollten sich umgehend bei ag. Dienststelle mel­den. Beginn des Lehrgangs ist Dienstag, 12.11,1991,18.00 Uhr.

Staatliche Beratungs- und Weiterbildungsstelle für Land- und Hauswirtschaft Montabaur

Mutterkuhhalter des Westerwaldes-Thunus wollen sich zusammenschließen

Im Dienstbezirk der Staatlichen Beratungs- und Weiterbil­dungsstelle für Land- und Hauswirtschaft, Kirchstr. 45, 5430 Montabaur, halten mehr als zweihundert Betriebe Mutterkühe der verschiedenen Rassen.

Mehrere Vortragsveranstaltungen auf den Gebieten der Pro­duktionstechnik, Betriebswirtschaft und Marketing wurden von weit mehr als hundert mutterkuhhaltenden Landwirten be­sucht. Dies beweist, wie stark die extensive Rindviehhaltung in Verbindung mit der extensiven Grünlandbewirtschaftung im Westerwaldkreis vertreten ist.

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Nr. 43/91

Probleme dieses Produktionsverfahrens bestehen vor allem auf dem Gebiet der Vermarktung. Hier kann nur ein fundiertes M ar- ketingkonzept Abhilfe schaffen, welches u.a. dem Verbraucher verdeutlicht, daß es Betriebe gibt, welche Qualitätsrindfleisch auf der Grundlage reiner Fleischrassen natumah und umwelt­schonend produzieren, daß weiterhin diese Produktion auch ei­ner objektiven Kontrolle unterworfen ist.

Mutterkuhhaltende Landwirte haben erkannt, daß ein Zusam­menschluß zu einem »Verein der Mutterkuhhalter des Wester- waldea-Thunus« diesem Zweck am ehesten Rechnung tragen k ann . Sie traten anläßlich der 700-Jahrfeier der Stadt Monta­baur mit Erfolgin Form einer Tierschau und Werbeaktion an die Öffentlichkeit. Am 17.10.1991 trafen sie sich im Rahmen einer Gründungskommission an der Beratungsstelle. In Zusammen­arbeit mit den Beratern erarbeiteten sie die notwendigen Vor­aussetzungen zur Gründungeines Vereins. Die Betriebe, welche sich zu einem Verein zusammenschließen, wollen beweisen, daß es mit vorhandenen Mitteln möglich ist, so zu produzieren, daß die Umwelt schonend und rationell genutzt wini, ohne sie zu un­terwerfen oder störend einzugreifen.

Die naturnahe, umweltschonende Produktion von Qualitäts­rindfleisch soll durch den Verein gefördert, unterstützt unkon­trolliert werden, wobei Produktion und Kontrolle in Anlehnung an »die Förderungsmaßnahme zur Einführung und Beibehal­tung einer extensiven Grünlandwirtschaft in den Mittelge­birgslagen aus Gründen des Umweltschutzes« durchgeführt werden. Die Staatliche Beratungsstelle Montabaur lädt daher alle Mutterkuhhalter des Raumes Westerwald-Taunus zu einer Informations- und Gründungsversammlung ein.

Die Veranstaltung findet statt am

Mittwoch, 30.10.1991, um 20.00 Uhr im Gasthaus Brücker, Langenhahn-HintermUhlen.

Tagesordnung 1. Begrüßung, 2. Förderungsmaßnahmen für Mutterkuhhalter - Änderungen - Vorstellung des Prüfbogens, LD Röß, 3. Marketing in der Mutterkuhhaltung, Herr Mols, Agrar-Marketing-Gesellschaft Rheinland-Pfalz, Mainz; Herr Fett, CMA, Bonn-Bad Godesberg, 4. Sinn und Zweck der Grün­dung, LD Röß, 6. Aussprache/Diskussion, 6. Gründung des Ver­eins, OLRKlermund, 6.1 Vörstellungdes Satzungsentwurfs, 6.2 Gründung Beitrittserklärungen, 6.3 Mitgliederversammlung - Satzungsbeschluß, Vorstandswahlen usw., 7. Verschiedenes.

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