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Montabaur

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Nr. 39/91

- zum einen schränken übergeordnete Restriktionen die ge­meindliche Planungshoheit in enormem Maße ein und wir­ken sich nachteilig auf das Orts- und Landschaftsbild aus (Tbnabbauflächen im Norden und Osten in direkter Angren­zung zur bebauten Ortslage, die Bahnlinie als südliche Be­grenzung des Dorfes, gewerbliche Nutzungen innerhalb der Wohngebiete);

- zum anderen kommt der D orfentwicklungsplanung die Auf­gabe zu, der Problematik entgegenzusteuern, die aus dem Zusammenwachsen zweier Dörfer resultiert. Neben der sied­lungsstrukturellen ungünstigen Bebauungsform (fast 2 km lang auf einer Breite von überwiegend nur 200 m) sind vor al­lem der geradlinige Verlauf der Hauptverkehrsstraße und die schlechte Erreichbarkeit negative Ausgangsfaktoren.

Aufgrund der hohen Umweltbelastungim Dorf durch Tbnabbau und Güterverkehr ist ein Hauptaspekt des Dorferneuerungs- konzeptes die schrittweise Umsetzung einer Wohnumfeldver- bessenmg.

Als 1. Vorhaben der Gemeinde stehen daher Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Umfeldverbesserung in Ortsmitte - Bereich Gemeindehaus an.

Das Gemeindehaus hegt in geographischer Mitte des Dorfes an der Hauptstraße. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Feuerwehrgebäude, von wo aus sich die große Naherho- lungszone mit Spiel- und Sportanlagen bis zum Kindergarten- und Schulgelände erstreckt.

Über die Freizeitanlage sind die Ortsteile Ruppach und Gold­hausen fußläufig miteinander verbunden. Die straßenmäßige Verbindung ist über die Hauptstraße gegeben, die vor einigen Jahren abgestuft wurde. Die Hauptstraße stellt die innerörtli-' che Querspange zwischen der K103 - in Goldhausen - und der K 101 - in Ruppach - dar.

Neben den genannten Einrichtungen sind hier ferner die Kirche und weitere geschäftliche Nutzungen angesiedelt, so daß ent­lang der Hauptstraße eine starke Fußgängerfrequenz gegeben ist.

Mit der Inbetriebnahme der Umgehungsstraße konnte ein gro­ßer Tfeil des überörtlichen, bis dahin über die Hauptstraße lau­fenden Durchgangsverkehrs aus dem Dorf verlagert werden, so daß auch die Abstufung der Hauptstraße in eine Gemeindestra­ße erfolgen konnte. Damit war jedoch nicht ein Rückbau der überbreiten, wenig dörflich gestalteten Straße verbunden. Der Charakter einer autogerechten Hauptverkehrsstraße ist geblie­ben, so daß im Rahmen der Dorferneuerung eine, schrittweise Umgestaltungder Hauptstraße in eine verkehrsberuhigteDorf- straße realisiert werden soll, die auch den Bedürfnissen der Fuß­gänger gerecht wird.

2.) Planungsabsicht

Die vorliegende Maßnahme soll daher als 1. Bauabschnitt den Bereich Einmündung K 103/Hauptstraße (Restaurant »Split«) bis zum Gemeindehaus (Bürgermeisteramt) nach dörflichen Kriterien umgestalten.

Die schräg gegenüber dem Gemeindehaus gelegene Bahnhofs­zufahrt wird derzeit noch von 1 Tbnbaubetrieb als Verladestelle benutzt, so daß hier lediglich grünordnerische Umgestaltungs­maßnahmen durchgeführt werden können.

b) Gemeindehaus

Das Gemeindehuas ist sowohl von der Gebäudestruktur und -gestalt als auch von der Umfeldsituation nicht als gemeindli­ches Ortszentrum erkennbar. Neben notwendiger Gestaltungs­maßnahmen im Fassadenbereich ist insbesondere eine öffent­lichkeitswirksame Umgestaltung der Eingangssituation erfor­derlich, die dem Besucherverkehr gerecht wird. Neben der Be­seitigung schadhafter Betonmauerteile ist ein dorfgerechter Umbau der Außentreppe mit Bedachung vor gesehen. Gleichzei­tig sollen auch die Freianlagen dörflicher gestaltet werden: Schadhafte Betonmauern werden durch eine Naturstein­trockenmauer ersetzt, der Vorgarten in eine nutzbare Platzflä­che umgewandelt. Hier sind Baumpflanzungen, die Anordung von Sitzgruppen sowie ein Fahnenmast vorgesehen.

c) Parkplatz

Derehemalige Lager- und Verladeplatz stellt derzeit aufgrund der hohen Betoneinfassungswände und der Betondecke eine er­hebliche Störung des Orts- und Landschaftsbildes dar. Daher ist beabsichtigt, eine umfassende Begrünung (nach vorheriger Sanierung) der Mauern und eine Pflasterung der Stellflächen vorzunehmen. Des weiteren werden hier und am Gemeindehaus Fahrradstände angebracht, um sowohl Besuchern des Naherho- lungsparkes als auch der Gemeindeverwaltung Abstellmöglich­keiten zu bieten.

Die von der Planerin ermittelt Gesamtkosten einschl. Baune­benkosten (Planungskosten) und Mehrwertsteuer belaufen sich auf ca. 280.000 DM. An Zuschüssen wurden 107.000 DM = ca. 40 v.H. beantragt.

Ferdinand

Ortsbürgermeister

'Ihm- und Sportverein 1921 Ahrbach e.V.

Abteilung Handball

An diesem Wochenende findet folgendes Spiel statt:

Damen, Samstag, 28. Sept. 1991

18.45 Uhr: TüS Ahrbach - SV Untermosel

Spielort: Neue Kreissporthalle Montabaur.

Zuschauer sind zu diesem Spiel herzlich willkommen.

IVainingszeiten:

Damen: montags 18.30 bis 20.00 Uhr, neue Kreissporthalle Montabaur

Herren: mittwochs 18.30 bis 20.00 Uhr Türnhalle, Ruppach- Goldhausen.

Interessenten sind zu einem Probetraining oder -zuschauen herzlich eingeladen.

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Weiterhin stehen am Gemeindehaus dringende Maßnahmen an: Die jetzige Eingangssituation muß aufgrund schadhafter B au- teile wie Treppe, Podest, Mauer und Geländer komplett neuge­staltet werden. Gleichzeitig sind weitere Maßnahmen am Ge­bäude selbst und am benachbarten Platz notwendig. Dieser ehe­malige Lagerplatz wurde von der Gemeinde erworben und soll mm als Parkplatz umgestaltet werden. Hier sind umfassende Maßnahmen zur Mauersanierung und -begrünung vorzuneh­men, um die erheblichen Ortsbildbeeinträchtigungen zu kom­pensieren.

3.) Gestaltung a) Hauptstraße

Zur Zeit ist aufgrund des großzügig dimensionierten Einmün­dungsbereiches der K103 zur Hauptstraße keine deutliche Ver­kehrslenkung gegeben. Der aus RichtungK 103 kommende Ver­kehr kann mit hoher Geschwindigkeit in die Hauptstraße ein­biegen. Aus diesem Grund soll die Einmündung zur Ortsstraße mit Baumtoren betont und gleichzeitig auf 4,50 m verengt wer­den.

Der vorhandene Gehweg wird durch Grünflächen von der Fahr­bahn abgetrennt. Durch Rückbau der 5,65 m breiten Straße auf nunmehr 4,50 m kann im Bereich des Restaurants eine Vorplatz­vergrößerung zugunsten eines Gartenausschanks, im Bereich des Gemeindehauses zugunsten eines Baumbeetes erzielt wer­den, Neben den straßenraumgestalterischen Verbesserungen kann hierdurch auch der Durchgangsverkehr abgebremst wer­den.

SPD-Kulturfest in Simmern 1991: Vorverkauf beginnt! Folk, Kabarett, Rock und Kindertheater - auch beim diesjähri­gen Kulturfest der Westerwälder SPD wird für - fast jeden Ge­schmack etwas geboten. Eröffnet werden die inzwischen schon raditonellen Kulturtage in Simmern bei Montabaur am Freitag, 18. Okt. mit einer Rocknacht. »Royal Duke« und »Revelation« werden das Haus Siebenborn sicher zum Kochen bringen. Höhe­punkt ist am folgenden Samstagabend, 19. Okt., ein gemeinsa­mes Gastspiel von gleich zwei deutschen Kleinkunstpreisträ- gern: der Folklegende »Liederjan« und dem türkischen Kaba­rett »Knobi Bonbon«, welches sein neues Programm The Walls vorstellt. Am Sonntag, 20. Okt., um 11.00 Uhr kommt das Kiu- dertheater »Lari Fari« mit dem Stück »Alles Paletti« in die Augst. Karten im Vorverkauf gibt es nur für den Samstag. D iese sind für 13,00 DM zu bekommen bei Buchhandlung Reuffel und Gaststätte Rumpelstilzchen (beide Montabaur), Tankstelle B. Schughart (Simmern) sowie dem SPD-Bürgerbüro in Wirges. Dort können auch Karten telefonisch vorbestellt werden: 02602/7400. Eintritt an der Abendkasse 16,00 DM. Weitere In­fos beim SPD-Ortsverein Simmern sowie bei Uli Schmidt, Ifel. 02608/636.

Eitelborn

Spielgemeinschaft Eitelborn/Neuhäusel Oktoberfest in der Augst-Halle Zum großen Oktoberfest am 12. Okt. 1991, um 20.00 Uhr laden wir schon jetzt herzlich ein. Für Unterhaltungs- und Tanzmusik sorgen die »Oellinger Blasmusikanten«.