Montabaur __ | 5 | _ Nr. 37/91
- Bitte haben Sie Verständnis, wenn es im Rahmen einer solchen Großveranstaltung einmal zu Geräuschbelästigungen aä. kommt.
Wir danken Ihnen im voraus für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe und wünschen Ihnen schöne Festtage in Montabaur.
Verbandsgemeindeverwaltung - Ortspolizeibehörde -
Karl TILCH erzählt alte Geschichte(n)
Los von Preußen ?
SEPARATISMUS 1919/20 ■ Ein neues Buch zum Stadtjubiläum
Der in Andernach am Rhein im tätigen Ruhestand lebende Historiker (»Lothringens Adler über Andernach«) ist aus Anlaß der »700 Jahre Stadtrechte Montabaur« literarisch in seine Geburtsstadt zurückgekehrt und bringt die spannungsgeladenen Separatisten-Jahre 1919 und 1923.
Dazwischen eingeschoben sind Zeitbilder aus dem alten Mons Tabor in den NASSAUI- SCHEN BLÄTTERN von 1922.
Eingehend befaßt er sich mit den Gründen und Hintergründen des Separatismus am Rhein und schildert, wie die Herrschaft der Sonderbündler vom Rhein zum Westerwald um Montabaur überschwappte.
Stadt- und Gemeinderatsbeschlüsse von Montabaur, Dernbach, Wirges, Siershahn und Ransbach aus dem Jahre 1919 sowie Schreiben und Stellungnahmen zur »Westdeutschen Republik«, u.a. von Adenauer und dem Bischof von Limburg, erscheinen tw. als Original-Repros.
Ausführlich schildert der Autor das Jahr 1923 mit den Leiden der Bevölkerung durch Besatzung, Inflation und militanten Separatismus. Der Autor schreibt buch- und zeitgerecht in einer Sprache, wie sie einstmals ohne Amerikanismen gesprochen und verstanden wurde. Ob ihm das jemand verübelt ?
Neben alten Fotos und Postkartenansichten fand eine Mons Tabor Trilogie von Anna Adele Tilch Eingang in die Publikation.
Klaudia Rakoczy machte den Einbandentwurf in expressivem Holzschnittstil und fügte die
zeichnerische Rekonstruktion der 1938 zerstörten Synagoge zu Montabaur bei. Die Repros stammen von Meta Welling-Iwanow. Die Gesamtherstellung lag bei der Druckerei Oertel, Andernach.
Als einen Beitrag alter Montabaurer zum Stadtjubiläum be- zeichnete Karl Tilch das von ihm und seiner aus Montabaur- Horressen stammenden Ehefrau, Anna Adele Tilch, herausgegebene Buch mit dem Titel »Los von Preußen ?«
Im Beisein der Beigeordneten, Fraktions vor sitzenden und Stadtratsmitgliedern stellte Karl Tilch das neue Buch, das den Separatismus in den J ahren 1919-1923 beleuchtet, im Rathaus vor. Die Anregung zu diesem Buch und zu diesem Thema ging von Bürgermeister Dr. Possel-Dölken aus, der sich bei dem Autor und gebürtigem Montabaurer für die Herausgabe des Buches bedankte. Zu beziehen ist das Buch über den örtlichen Buchhandel.
Deutsche Grundkarte 1: 5000 für die Verbandsgemeinde Montabaur fertiggestellt
Kartenwerk ist für jedermann erhältlich Das Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz hat in diesem Jahr die Erstellung der Deutschen Grundkarte 1:5000 flächendeckend für das Gebiet der Verbandsgemeinde Montabaur abgeschlossen.
Grundlage zu diesem Kartenwerk ist das Landesvermessungsgesetz und eine Vereinbarung mit der Verbandsgemeinde Montabaur, die sich mit 98.500 DM an der Herstellung beteiligte. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, der dem Präsidenten des Landesvermessungsamtes Rheinland-Pfalz, Dipl.-Ing. Walter,
Beus, für die beschleunigte Herstellung der Kartenblätter dankte, wies der Deutschen Grundkarte als Planungsgrundlage eine besondereBedeutungzu. Sie seikünftigz.B. eine wertvolle Hilfe bei der Erstellung von Flächennutzungsplänen, Bebauungsplänen, Landschaftsplänen oder Verkehrsplänen.
Bei der beabsichtigten Ausweisung des Radwegenetzes werde man ebenfalls auf das neueste Kartenwerk zurückgreifen.
46 Kartenblätter in einer Größe von 40 x 40 cm umfassen das Verbandsgemeindegebiet. Damit deckt jedes Blatt eine Fläche von 2x2 km ab.

