Montabaur
Seite 27
Nr. 26/91
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Rubbeln, bis der Rubel rollt
Toto-Lotto Rheinland-Pfalz führt zum 10jährigen Rubbel-Jubi- läum neue Lotterie ein
»Ein neues Spiel, das Sport, Kunst und Denkmalpflege fördert«, mit diesen Worten umschrieb Rolf Weiler, Direktor der Sport- Tbto GmbH Rheinland-Pfalz, die Zweckbestimmung der neuen 2,00 DM-Lotte- rie, für die er anläßlich des lOjäb- rigen Jubiläums der Staatlichen Losbrieflotterie Rheinland-Pfalz - kurz RubbelLot- to genannt - in Koblenz den Startschuß gab. Diese neue Lotterie seiein weiteres geeignetes Instrument, die Freude der Menschen am Spiel, für gute, der Allgemeinheit dienende Zwecke, nutzbar zu machen.
Wie Weiler erklärte, kommen 26 % der Einnahmen zweckgebunden direkt dem Sport, insbesondere dem Breitensport, der Kunst und Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz zugute. Auch die 17 % der Lotteriesteuer fließen über den Landeshaushalt guten Zwecken zu. Seit Juni ’81 konnten in der Staatlichen Losbrieflotterie stolze 180 Millionen Mark erzielt werdenl Nach dieser Rechnung errubbelten die Rheinland-Pfälzer für ihr Land allein 76 Millionen Mark an Fördermitteln.
Freuen konnten sich in den vergangenen 10 Jahren auch ca. 30 Millionen rheinland-pfälzische »Rubbler« - rund 10.000 pro Ibg -, die ihr Glück beim »Aufrubbeln« der bunten Glitzerkärtchen gemacht haben. Allein 72 Millionen Mark sind an die Gewinner ausgezahlt worden, darunter 63 Spitzengewinne von 60.000 und 44 von 26.000 Mark. Insgesamt 63 flotte Autos, 4.180 Fahrräder, 204 'Draumreisen zu zweit nach Übersee, 799 Flugreisen zu Mittelmeerstränden, 108 Städtereisen, 262 Schatztruhen mit Goldmünzen und 216 CD-Player wurden an glückliche Gewinner überreicht.
Wer das Rubbel-Glück auf die Schnelle nicht fand, kann sich aber beruhigt trösten: Seine Niete half in jedem Fall einer guten Sache. Wer Lose kaufte, trug sein Scherflein dazu bei, daß beispielsweise folgende Fördermaßnahmen finanziert werden konnten: Restaurierungsarbeiten an Burgen und Schlössern z. B. Eltz, Lahneck und Marksburg, Erhaltung von St. Matthias und St. Paulin in THer, der Klosterkirche Maria Laach, St. Kastor in Koblenz oder der Abteikirche in Rommersdorf. Rubbelgelder gingen auch z. B. ans Haus für Geschichte der Kino- und Fototechnik in Deidesheim/Pfalz, ans Keramikmuseum in
Höhr-Grenzhausen, ans Freilichtmuseum in Sobemheim u. v. a. Im Bereich des Sports flössen Gelder z. B. für Einrichtungen von Koronarsportgruppen oder Sport in der Krebsnachsorge u. ä. Vornehmlich waren es Förderprojekte im Breitensport, so wurden u. a. im vergangenen Jahr rund 200 Spielfeste, IHmmfesti- vals und Sportabzeichenwettbewerbe im Lande unterstützt. Das Rubbel-Spiel zugunsten von Sport, Kirnst und Denkmalpflege hat sich in Rheinland-Pfalz innerhalb der 10 Jahren zum regelrechten Volkssport entwickelt, nicht zuletzt wegen der schnellen Gewinnmöglichkeit. Denn Rubbeln, das bedeutet Reiz des Sofort-Gewinns. Wer schnell die sechs Felder des neun mal fünf Zentimeter großen Rubbel-Tickets mit Kugelschreiber, Geldmünze, Fingernagel oder sonstigen Kratzutensilien »auf- rubbelt«, kann, falls 3 x der gleiche Betragerscheint, in der neuen Lotterie mindestens 2,00 DM und als Spitzengewinn sogar 50.000 M ark sofort sein eigen nennen. Gewinne bis 60 Mark werden von der Annahmestelle sofort ausgezahlt.
Das ist Spitze! Für nur 2 Mark Einsatz kann man in der RubbelLotto-Jubil&umslotterie auf einen Schiag 50.000 DM gewinnen.Foto: Klaas
Höhere Beträge überweist die Lottozentrale nach Einsendung des Gewinnloses. Damit unterscheidet sich die neue 2 DM-Lot- terie vom bisherigen RubbelT nttot bei dem es für 1 DM Einsatz weiterhin u. a. flotte Cabrios, Südseereisen, Fahrräder oder CD- Player zu gewinnen gibt.
»Egal welches RubbelLotto der Kunde spielt, jedes sechste Los gewinnt«, garantiert Rolf Peter Leonhardt, Marketingchef von Tbto-Lotto Rheinland-Pfalz. Auf die Anfänge der lustigen Rubbellotterie befragt, antwortete Leonhardt: »Das sogenannte »Rubbelfieber« ist eine »ur-rheinland-pfälzische« Erfindung. Der »Rubbel-Bazillus« trat hier von Koblenz aus seinen Siegeszug durch die bundesdeutschen Lande an, erinnert Leonhardt und verweist auf die Tatsache, daß mittlerweile in allen alten Bundesländern fleißig »gerubbelt« wird und Tausende von Spielkunden ihr Rubbel-Glück machen. Pech habe nur, wer mit den aus England gelieferten Losen Böses im Sinn hat. Denn die bunten Lose aus Spezial-Pappe, Alufolie, Papier und Latex wurden erst von Fachleuten verschiedenster Fakultäten auf Herz und Nieren geprüft. Doch weder extrem helles Licht oder spezielle Quarzlampen noch Röntgenstrahlen verschaffen einen verbotenen Blick durch die Schutzbeschichtung. Wer Fortuna gar mit Chemikalien zu Leibe rücken will, steht vor zerstörten Karten. Die Lose sind und bleiben »fälschungssicher«. Nur mit ehrlichem Rubbeln kann man sein Glück machen.
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Eine coole Sache
Ein Kühlschrank bietet die Möglichkeit, auch verderbliche Lebensmittel länger aufzubewahren. Deshalb hat der wöchentliche Großeinkauf den täglichen Einkauf fast überflüssig gemacht.
Sind die Lebensmittel nach dem Einkauf erst einmal sortiert, dann bleibt sin kühlschranktauglicher Teil zurück.
Ihn gilt es nun unterzubringen. Viele verfahren hierbei nach dem Motto »Wer suchet, der findet« und nutzen jede sich bietende Lücke, um die Lebensmittel im Kühlschrank zu verstauen. Übereinander, nebeneinander - egal, Hauptsache, die Tür schließt noch.
Abgesehen davon, daß diese Art der Vorratshaltung später eine Großfahndung nach der Wurst oder Butter auslöst, entspricht sie auch nicht den Bedürfnissen der jeweiligen Lebensmittel. Jedes sollte nämlich seinen bestimmten Platz haben, der sich nach den unterschiedlichen Temperaturen in den Kühlschrankregionen richtet.
Sie beträgt bei üblichen Geräten zwischen + 2 und + 8 Grad, im Durchschnitt etwa + 5 Grad. Der kälteste Platz liegt direkt unter dem Verdampfer (Eisfach) oder bei Rückwandverdampfern an der Rückwand (Gebrauchs- anleitung beachten). Die wärmste Zone des Kühlschranks ist dagegen die Tür.
Sie sehen, es gibt eine Menge zu beachten. Bedenkt man A weiter, daß der Wert aller Wären, die ständig in unseren^ Kühlschränken gelagert werden, bei rund 800 Milli- onen Mark liegt, so lohnt es sich, über die richtige Lagerung informiert zu sein. A
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