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Montabaur

Seite 14

Nr. 26/91

Aus dem WM-Kader wird sich auch das Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer rekrutieren. »Wir fahren zweigleisig, das heißt die Athleten für den Einer-Wettbewerb und für den Vierer werden getrennt vorbereitet«, erläutert Bundestrainer Wolfram Lindner. Bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt, so der Aufbau zum Saison-Höhepunkt hin, werden die Diner-Leute starten. »Die Mannchaftsfahrer bestreiten den Amateur-Giro in Ita­lien«, ergänzt Lindners Kollege Peter Weibel. Der Mannheimer weiß natürlich am besten, wie wertvoll die Rheinland- Pfalz-Rundfahrt im Vorfeld der WM ist: er gewann das bedeu­tendste deutsche Etappenrennen 1973 und führte als Coach sei­ne »Buwe« Christian Henn (1988) undKai Hundertmarck (1990) zum Gesamtsieg. Und über die Zielsetzungin diesem Jahr kann sich der Beobachter aus Weibels Worten selbst ein Bild machen: »Wir haben sehr viele internationale Einsätze recht erfolgreich abgeschlossen.«

Zum 26. Mal also - in ununterbrochener Reihenfolge - heißt es ab 2. Juli wieder: »Die Rundfahrt kommt!«- und mit gewohnt erst­klassiger Besetzung. »Ich werte dies auch als eine Auszeich­nung für unser Bundesland, das mit seiner Gastfreundschaft und seinem abwechslungsreichen Iterrain ideale Voraussetzun­gen für ein Sportereignis mit Weltniveau bietet«, urteilt denn auch der neue Ministerpräsident, Rudolf Scharping (SPD).

Auf 1.500 Kilometern 27 »Höhe«-Punkte und 26 »heiße« Punkte Genau 1.496,7 Kilometer haben die Organisatoren vor den Ge­samtsieg der bedeutendsten deutschen Rad-Rundfahrt gestellt - wobei Rundfahrt im Gegensatz zu vielen anderen Etappenren­nen noch wörtlich genommen werden darf. Denn auch die 26. Austragung der »Thur dAllemagnö« endet dort, wo sie gestartet wird: in der Ausrichterstadt Wittlich.

Die Mischung aus schweren Bergetappen, schnellen Flach­stücken und spannenden Zeitfahren läßt während der ges amten elf Tkge keinerlei Langeweile aufkommen. Auf der zweiten Etap­pe müssen die 102 Fahrer aus 16 Nationen bereits das mit 182 Kilmetern längste Tteilstück bewältigen, auf der Strecke Lud­wigshafen - Wörth Landau steht kurz danach bereits die erste »Doppel-Belastung« mit dem Mannschaftszeitfahren auf dem Programm. Einen Täg darauf sind die Kletterer gefordert: das 5. Tteilstück Landau - Kirn kann mit fünf Bergwertungen, darunter zwei der 1. Kategorie, so etwas wie die »Königsetappe« werden. Doch die Rundfahrt-Kenner wissen, daß da »die Beere noch lang net geschält sind«, wie die Pfälzer sagen. Denn auf dem Weg zum gelben Trikot muß vor allem auch die zweigeteilte 8. Etappe durchfahren werden: morgens die schwere, weil niemals flache Anfahrt durch den Westerwald nach Bad Marienberg hinauf, nachmittags dann der mörderische Einzelkampf gegen die Uhr auf dem traditionellen 16,2 km-Rundkurs um die Kur-G emeinde herum.

Insgesamt sorgen auf den rund 1.600 Kilometern 27 Bergwer­tungen und 26 Punktesprints für einen heißen Kampf um die verschiedenen Spitzenreiter-Trikots.

Die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 1991 im Überblick:

Dienstag, 2. Juli:

Prolog in Wittlich (ab 17 Uhr): Mannschaftszeit-, Punkte-, Aus­

scheidungsfahren Mittwoch, 3. Juli:

1. Etappe Wittlich (Start 12.00) - Trier

(Ziel ca. 16.00 Uhr). 160,0 km

Donnerstag, 4. Juli:

2. Etappe Trier (11.40 Uhr) - Pirmasens

(16,16). 182,0 km

Freitag, 6. Juli:

3. Etappe Pirmasens (12,00) Ludwigshafen (16.30) 139,8 km Samstag, 6. Juli:

4. Etappe Ludwigshafen (9.30) - Wörth (12.06) .... 103,7 km und Mannschaftszeitfahren Wörth (16.00) - Landau

(16.42). 34,6 km

Sonntag, 7. Juli:

6. Etappe Landau (12.30) - Kim (16.36). 168,6 km

Montag, 8. Juli:

6. Etappe Kim (11.40) - Koblenz (15.20).. 143,0 km

Dienstag, 9. Juli:

7. Etappe Koblenz (11.40) - Montabaur (16.30) .... 144,0 km Mittwoch, 10. Juli:

8. Etappe Montabaur (9.16) - Bad Marienberg(12.00) 101,0 km und Einzelzeitfahren Bad Marienberg (15.00) - Bad Marienberg

(15.24). 16,2 km

Donnerstag, 11. Juli:

9. Etappe Bad Marienberg (11.40) - Bad Neuenahr-Ahrweiler

(15.35). 162,0 km

Freitag, 12. Juli:

10. Etappe Bad Neuenahr-Ahrweiler (11.00) - Wittlich (15.15) 162,0 ' km

AHRBACHGEMEINDEN

__ Ruppach-Goldhausen _

Bericht über die Sitzung

des Ortsgemeinderates Ruppach-Goldhausen vom 10. Juni 1991

Haushaltsrechnung 1989 beschlossen und Entlastung erteilt Im Februar 1991 tagte der Rechnungsprüfungsausschuß der Gemeinde in den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, um sich vor Ort von der ordnungsgemäßen Ausfüh­rung der Haushalts- und Kassengeschäfte zu überzeugen. Nach Einsichtnahme in die Haushalts- und Kassenbelege wurde ab­schließend vom Rechnungsprüfungsausschuß festgelegt, daß die Überprüfung zu keinen Beanstandungen Anlaß gab. Dar­aufhin wurde die Haushaltsrechnung 1989 abgeschlossen und dem Rat in seiner Sitzung am 11. März 1991 zur Entscheidung vorgelegt. Da der Rat in dieser Sitzung allerdings nicht be­schlußfähig war, mußte die Entscheidung vertagt werden. Die Zustimmung zur Jahresrechnung wurde nun in der Sitzung am 10. Juni 1991 erklärt. Zugleich wurde dem Ortsbürgermeister,

den Ortsbeigeordneten, dem Bürgermeister und den Beigeord­neten der Verbandsgemeinde für das Haushaltsjahr 1989 Entla­stung erteilt. Die in der Jahresrechnung zusammengestellten Eckdaten über den Abschluß des Haushalts 1989 werden im Rahmen einer gesonderten öffentlichen Bekanntmachung in diesem Wochenblatt zur Kenntnis gegeben.

Teilerschließung des Gewerbegebietes »Unter dem Dorf« Süd- ring

Einstimmigbeschloß der Gemeinderat, den Auftragfür die Her­stellung der Baustraße für rund 175.000 DM zu erteilen. Gleich­zeitig winden die Beleuchtungsarbeiten für rund 20.000 DM vergeben. Der Werksausschuß erteilte darüber hinaus den Auf­trag für die Errichtung von Kanal (ca. 467.000 DM) und Wasser (ca. 106.500 DM).

Mit den Bauarbeiten soll kurzfristig begonnen werden, danach den voriegenden Kaufangeboten das Gewerbegebiet bereits zu 50 % veräußert werden kann. Der Verkauf wird in der nächsten Zeit nach und nach erfolgen.

Weitere Entscheidungen des Rates

Einstimmig beschloß der Gemeinderat, den Auftrag zum Ab­bruch der Garagen am Kindergarten/Schule für rund 4.900 DM zu erteilen. Es handelt sich hier um 2 Garagen, von denen eine im Eigentum der Kirchengemeinde steht, die der Ortsgemeinde 1.000 DM der entstehenden Kosten erstattet.

Ebenfalls einstimmig beschloß der Gemeinderat, zwei Federfi­guren (Figur Flipper und Figur Motorrad) für den Kinderspiel­platz anzuschaffen.

Grundstücke zur Kirmes bitte herrichten

Ich gehe davon aus, daß jeder darauf bedacht ist, sein Grund­stück zur Kirmes in bestem Zustand zu haben. Hierzu gehört auch das Abmähen der unbebauten Grundstücke, das Kehren der Straßen und Bürgersteige, das Reinigen der Straßenrinnen etc. Auch bitte ich wie in den Vorjahren darum, an den Häusern Fahnenschmuck anzubringen, um den besonderen Anlaß zu do­kumentieren.

Ich bedanke mich für Ihre Mithilfe bei der Gestaltungeines posi­tiven Ortsbildes.

Ferdinand

Ortsbürgermeister

Herzlich willkommen zur Kirmes

Nachdem der Kirchenpatron St. Johannes der Täufer mit sei­nem Namenstag am 24. Juni 1991 dazu eingeladen hat, feiert Ruppach-Goldhausen, am kommenden Wochenende (29. Juni bis 1. Juli 1991) sein traditionelles Kirchweihfest. Gäste aus nah und fern sind uns dazu herzlich willkommen.

Da sich wegen der Ferienzeit bereits viele in Urlaub befinden, sind wir »Daheimgebliebenen« diesmal besonders auf gef ordert, die Kirmes kräftig zu feiern. D ie G aststätten im Ort sind jeden­falls auf Ihren Besuch vorbereitet.

Die Kinderbelustigung auf dem Kirmesplatz übernimmt, wie in all den Jahren vorher, wieder die Schaustellerfamilie Pfeiffer

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