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l,. denn auch diese können bei Schnee- und Eisglätte mit itsn Räumschildern nicht problemlos manövrieren. ^L Z elheiten über den Winterdienst nach den jeweiligen n Satzungsregelungen können den veröffentlichten Keinigungssatzungen entnommen werden.
Satzungen können bei Bedarf während der allgemeinen I wit bei der Verwaltung eingesehen werden. i® 2 Verbandsgemeindeverwaltung
Ordnungsamt
Ankündigung Segeltörn
i, ärn vom 02. bis 06.08.1999 für 12 Jugendliche ab 16 !fi Kosten: 380,00 DM. Anmeldung beim Pfarramt Ober- jjrNiederelbert.
j Elbert, JSG Elbert/Welschneudorf/
| r bach, AH Oberelbert
ig, 05.12., JSG Elbert W H B-Jugend-TSG Irlich, in Irlich,
ihr
g, 06.12., SG Elbert - FSV Stahlhofen, in Oberelbert,
Niederelbert
lechstunden des Ortsbürgermeisters
.von 18.00 bis 20.00 Uhr
Jnerstags .von 18.00 bis 20.00 Uhr
Laus, Telefon und Fax: 02602/3482
[ksbegehren zur Wiedereinführung des ß. und Bettages als gesetzlicher Feiertag
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Jlwig Born wird 100 Jahre alt
|re älteste Einwohnerin Hedwig Born, Hauptstraße 66, wird 0. Dezember 100 Jahre alt. Ein langes Leben lang, widmete [jüngste von insgesamt 6 Kindern ihre ganze Sorge der Jilie. Nachdem die Schwester Maria wenige Tage nach der nirt ihrer Tochter Hedwig im Wochenbett verstarb, trat sie an Meder Mutter und kümmerte sich um den Säugling. Später In es noch der kriegsverletzte und beinamputierte Bruder p, der ledige Bruder Klemens und auch der durch Funkenflug ^erblindete Vater, dem ihre Fürsorge galt.
Tfater war übrigens viele Jahre Vorsteher des Ortsgerichts, pvorsteher und Bürgermeister im letzten Jahr des 1. Wettges und in der schwierigen Zeit nach Kriegsende, als in jerelbert eine amerikanische Garnison einquartiert war. Auch prüder Anton war über drei Jahrzehnte Kassenverwalter der feinde. »Ich hatte keine Zeit für andere Männer«, so antwor- |Fraü Born auf die Frage, warum sie ledig geblieben sei. »Ich Jjedrei Männer zu versorgen und konnte keinen mehr gebrauen Pflichten gegenüber der Familie trat das private Glück i einem christlich geprägten Elternhaus aufgewachsenen gen Frau zurück.
t, ob sie nie den Wunsch gehabt hätte, eigene Kinder pziehen, sagte Frau Born: »Ich habe mein Leben lang |er um mich gehabt. Zuerst das Kind meiner im Wochenbett Itorbenen Schwester, dazu die Kinder der übrigen Geschwi- kj p inc * e r aus der Nachbarschaft und schließlich Großneffen Großnichten, ja auch die im Haus lebenden Urgroßneffen p, Frank und Martin.« »Dabei habe ich«, so bemerkte Frau 1 ” wohl mehr Kinder großgezogen als mache leibliche Mut-
tkann sie sich noch entsinnen, als sie das erste Auto in preibert sah. Es gehörte einem Arzt aus Montabaur. Die resOrtes mußten es öfters anschieben, wenn das drei- I™ Erzeug wieder einmal nicht ansprang. Der Fußweg
nach Montabaur und zurück wurde in ihrer Jugend nicht als eine besondere Beschwernis empfunden. Jahrelang habe sie, so sagte Frau Born, ihrem Bruder Josef, der in Montabaur bei der Bahn beschäftigt gewesen sei, in einem Eßkessel das Essen gebracht. Erst 1923, als ihr Bruder geheiratet habe, sei ihr diese Aufgabe erspart geblieben.
Auch nach Koblenz sei man zu Fuß gegangen. In ihrer Jugend sei sie einmal mit ihrer Freundin zu einem Krankenbesuch von Niederelbert bis zum Kemperhof und wieder zurück gelaufen. Gerne erinnert sich die Jubilarin an die gute alte Zeit. »Früher war vieles anders«, so sagte sie, »doch wir waren auch glücklich und froh, genau so wie die jetzige Jugend. Wir hatten wohl kaum etwas zum Spielen, waren doch einfallsreicher als es vielleicht heute der Fall ist. Fröhlich haben wir mit einem Ball gespielt, den unsere Mutter aus alten Lumpen zu einer Kugel geformt und zusammen genäht hatte«.
Erinnern kann sich noch Frau Born, wie Niederelbert 1915/1916 mit elektrischem Strom versorgt und nach dem ersten Weltkrieg dann die Wasserleitung verlegt wurde und man jetzt nicht mehr am Brunnen Wasser zu holen brauchte.
Auch die Stromversorgung brachte eine Erleichterung. War es doch jetzt nicht mehr notwendig, abends die Tür des Küchenofens zu öffnen, um die Küche etwas besser auszuleuchten.
Auch der Umstand, daß die Familie ein Grammophon besaß, das in der Fastenzeit auf den Speicher gestellt werden mußte, erregt heute Verwunderung.
Die Erinnerung an die Nazizeit ist für Frau Born mit einem Erlebnis besonderer Art Verbunden. Sie hatte viele Jahre die Kasse des Marienvereins verwaltet und die Mitgliedsbeiträge in einem kleinen Kästchen in ihrem Schlafzimmer verwahrt. Von Pfarrer Güth vorgewarnt, hatte sie jedoch den Großteil des Geldes der Ordensschwester für die Kirche gegeben, so daß sich in dem Kästchen nur noch 4,50 Reichsmark befanden. Diesen Betrag habe dann der örtliche Gendarm in Begleitung eines »Nazimannes« beschlagnahmt.
Die schrecklichste Nacht ihres Lebens, so erzählte Frau Born, habe sie im Jahr 1940 erlebt, als ihr lediger Bruder Klemens starb. Nach dem Tod ihres Bruders habe sie die Krankenschwester zurück zum Schwesternhaus begleitet. Plötzlich sei es in der Nacht taghell geworden. Flugzeuge hätten etwas abgeworfen und die Nacht zum Tage gemacht. Sie habe fürchterliche Angst gehabt und Zuflucht in einer Scheune gesucht, während alle anderen Leute im Luftschutzkeller gewesen seien.
Die außerordentlich rüstige Jubilarin liest jeden Tag nach dem Frühstück sehr ausführlich die »Westerwälder-Zeitung«, »um zu wissen, was auf der Wett vor sich geht«.
Regelmäßig besucht sie den Sonntagsgottesdienst oder die Vorabendmesse, wobei sie aber sich mit dem Auto zur Kirche fahren läßt, »weil die Beine nicht mehr so richtig mitmachen«.
Die Lieblingsbeschäftigung der geistig sehr regen 100jährigen ist das Lösen von Kreuzworträtseln. Schwierigkeiten bereiten ihr nur die »vielen englischen Wörter«, weshalb sie spezielle Zahlen- und Silbenrätsel bevorzugt.
Liebevoll betreut und versorgt wird Frau Born von ihrer Nichte Hedwig Hehl und der Großnichte Ursula Bauer sowie deren Ehemann Herbert und den Urgroßneffen Jochen, Frank und Martin.
Zu ihrem 100. Geburtstag gratulieren über 40 Neffen und Nichten, Großneffen und Großnichten sowie Urgroßneffen und Ur- großnichten.
Daneben gratulieren natürlich die übrige Verwandtschaft, die Nachbarschaft und nicht zuletzt die gesamte Bevölkerung von Niederelbert.
Der Geburtstag wird im Dorfgemeinschaftsraum der Elberthalle gefeiert und am 10.12.1998, um 14.00 Uhr, durch einen Dankgottesdienst in der Niederelberter Pfarrkirche unterbrochen, um danach mit Kaffee und Kuchen fortgesetzt zu werden. Abends um 19.00 Uhr treffen sich die Niederelberter Ortsvereine in der Elberthalle. Mit einem Ständchen überbringen sie der Jubilarin ihre Glückwünsche. Daneben gratulieren die Dorfbevölkerung und der Ortsbürgermeister.
Wir alle wünschen Frau Born alles Gute, Gottes Segen und mit seiner Hilfe, daß es ihr auch vergönnt sei, in zwei Jahren den zweiten Jahrhundertwechsel zu erleben. Nicht vergessen werden sollten an einem derartigen Tag auch die Nichte Hedwig Hehl und die Familie Bauer, in deren familiären Umfeld Frau Born die Zuwendung und Geborgenheit findet, die einem hochbetagten Mensch das Atter nicht als Bürde empfinden läßt.
Alles Gute, liebe Frau Born! Willi Bode, Ortsbürgermeister

