Einzelbild herunterladen

Montabaur

13

Nachruf

Am 23. Februar 1998 verstarb im Alter von 70 Jahren

Günter Frodermann

Herr Frodermann war von 1964 bis 1974 Mitglied des Ortsgemeinderates von Eitelborn, wo er von 1968 bis 1974 das Amt des I. Ortsbeigeordneten bekleidete.

Darüber hinaus war er von 1972 bis 1979 und von 1984 bis heute Mitglied des Verbandsgemeinderates Monta­baur. Desweiteren war Herr Frodermann in mehreren Aus­schüssen tätig. Er hat seinen Sachverstand als Bauinge­nieur und seine Zeit in den Dienst der Allgemeinheit ge­stellt. Fachkompetenz und Sachlichkeit zeichneten seine kommunalpolitische Arbeit aus, verhalten ihm verbunden mit seinem freundlichen Wesen in den Gremien und in der Verwaltung zu hohem Ansehen.

Die Räte und die Verwaltung der Ortsgemeinde Eitelborn und der Verbandsgemeinde Montabaur danken Flerrn Fro­dermann für seine kommunalpolitische Arbeit und für die zum Wohle der Allgemeinheit geleisteten Dienste. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.

24. Februar 1998 Norbert Blath, Ortsbürgermeister Dr. Possel-Dölken, Bürgermeister

Stellenausschreibung

»Neueröffnung des »Mons-Tabor-Bades« in Montabaur voraussichtlich Mai 1998«

Gesucht werden:

2 Vollzeitkräfte für den Betrieb der Cafe­teria zur eigenverantwortlichen Bewirt­schaftung im Arbeiterverhältnis.

Die Einstellung soll zum 01.05.1998 erfolgen und wird zu­nächst auf ein Jahr befristet. Eine Verlängerung des Beschäf­tigungsverhältnisses oder ggh--die Möglichkeit der an­schließenden Übernahme der Cafeteria als Pächter/-in wird in Aüssicht gestellt.

Gesucht werden Kräfte mit Erfahrungen zum Betrieb einer Cafeteria.

Die Bezahlung erfolgt nach dem Manteltarifvertrag für Arbei­ter gemeindlicher Verwaltungen und Betriebe (BMT-G II). Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Lichtbild,...) werden bis zum 20.03.1998 erbeten an die

Verbandsgemeindeverwaltung - Personalamt - Konrad-Adenauer-Platz 8 56410 Montabaur

Nähere Auskünfte können telefonisch erfragt werden bei der Personalverwaltung unter der Ruf-Nr.: 02602/126-334, oder dem Leiter der kaufm. VG-Werke, Ruf.-Nr.: 02602/126-167.

Stellenausschreibung

Der Kindergartenzweckverband Fleilberscheid/Nomborn stellt für den kommunalen Kindergarten ab August 1998

eine/n Vorpraktikantin/Vorpraktikanten zur Ausbildung als Erzieher/in

ein.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Zeugnis, Lebens­lauf, Lichtbild) werden bis zum 31. März 1998 erbeten an den

Kindergartenzweckverband Fleilberscheid/Nomborn zu Hd. Frau Rosenthal Waldstraße 56412 Fleilberscheid

Nr. 10/98

»Wer putzt bei Euch das Bad?«

Pilotprojekt der Gleichstellungsstelle der Verbandsgemeinde

Es ist Mittwochmorgen, 08.35 Uhr, und damit kurz vor Beginn der 2. Unterrichtsstunde in der Waldschule in Möntabaur-Horressen. Zwei Personen fallen vor dem Lehrerzimmer auf, da sie so gar nicht in die Schule gehören: Genoveva Bachmeier-Runge, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, und Joachim Denis, Pädagogischer Leiter im Haus der Jugend in Montabaur. Beide sind schwer bepackt mit Papier sowie sonsti­gen »Moderationsmaterialien«. Und außerdem erscheinen sie etwas unruhig-denn sie haben ganz anderes als ansonsten vor. Ihr Ziel: die Klasse 9 a. Eine Diskussion ist angesagt.

Ihr Thema: Gleichberechtigung im Alltag, zu Hause. Wie ist das so mit der Rollenverteilung zwischen Mutter, Vater und Geschwi­stern? Und wie wollen das die Schülerinnen und Schüler später halten, wenn sie auf eigenen Füßen stehen?

Damit steht ein Thema an, das oft sehr schnell die Gemüter erhitzt. Und so kommt es dann auch. Zunächst in getrennten Grup­pen-die Mädchen für sich, die Jungen für sich- reden sie sich erst einmal so einiges klipp und klar von der Seele.

Eine Kärtchenab­frage setzt Schwer­punkte in den Aus­sagen und gibt ein eindrucksvolles Bild von dem, was die Schülerinnen und Schüler für »ty­pisch weiblich« bzw. »typisch

männlich« halten.

Inder anschließen­den gemeinsamen Diskussion prallen dann die unter­schiedlichsten Sichtweisen zu den Themen aufeinan­der.

Als an die jungen Herren die Frage gestellt wird, ob sie sich vorstellen könnten, als Vater im Erziehungsurlaub auch einmal zu Hause zu bleiben, heißt es neben vielen Ja-Meldungen aber auch schlicht und einfach:, das wär mir ehrlich gesagt viel zu stressig!« Denn, daß die Mütter jede Menge zu tun haben, das haben Mädchen wie Jungen aus ihren Erfahrungen zu Hause einmütig bestätigt. Und einige Schülerinnen haben außerdem handfest beklagt, sie müßten bereits jetzt viel mehr zu Hause helfen als ihre Brüder. Das fänden sie ungerecht.

Zum Schluß waren sich jedoch alle Beteiligten einig: Gleichbe­rechtigung, neue Rollen- und Aufgabenverteilung zwischen Frau­en und Männern, neue Berufs- und Lebensplanungen sind Ge­sprächsthemen und Handlungsfelder für beide Geschlechter. Es sind Herausforderungen, denen sich die jungen Frauen und Männer stellen müssen.

Aus diesem Grund haben sich die Gleichstellungsbeauftragte und der Pädagogische Leiter des Hauses der Jugend schließlich auch zusammengetan: Es ist nicht nur Frauensache, sich hierüber den Kopf zu zerbrechen.

Und übrigens-ein dickes Lob für die Klasse 9 a der Waldschule - es hat Spaß gemacht, mit ihr zusammenzuarbeiten!

» Was lief gut und was machen wir das nächste Mal anders?«

Genoveva Bachmeier-Runge, Gleichstellungsbeauftrag­te, und Joachim Denis, Pädagogischer Leiter im Haus der Jugend in Montabaur, bei der Nachbereitung ihrer ersten gemeinsamen Aktion. Nach der Test-Veranstal­tung in der Waldschule in Montapaur-Horressen soll den anderen Hauptschulen der\ Verbandsgemeinde schließlich eine »runde Sache« angeboten werden. Im Hintergrund ein Ausschnitt der Schülerergebnisse aus der Waldschule, auf Kärtchen und Packpapier gebannt.

Spenden für katholische Pfarrgemeinde »St. Peter in Ketten«

Das Patenschiff der Stadt Montabaur, das Troßschiff »Wester­wald«, mit Kapitän Norbert Egts und Mannschaft, das wohlbehal­ten von einer mehrmonatigen- Seereise nach Namibia in den Heimathafen Wilhelmshaven zurückgekehrt ist, hat wieder eine großherzige Spendensammlung durchgeführt und der Stadt Mon­tabaur für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.