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750 Jahre Sebnitz

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[>r. Paul Hütte, I. Beigeordneter der Stadt Montabaur eröffnete in Vertretung des Bürgerwei­ers Dr. Possel-Dölken die geschichtliche Ausstellung im Rathaus in Sebnitz.

Jas Foto zeigt ihn zusammen mit (von links):

lainer Franke, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (hinten), Reiner Kermes, Vors, des fremdenverkehrsvereins Sebnitz, Bürgermeister Hoke aus der tschechischen Nachbargemein- j Dolni Poustevna, Frau Kermes, Bürgermeister Pfikil aus der Partnerstadt Bruntal, Tbche- hoelowakei, Bürgermeister Peter Maly mit Gattin, Sebnitz und dem Stadtverordneten Bella tambi aus der italienischen Partnerstadt Cascina.

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In Hioaam Saal begann am 26. Oktober 1989 bei einer Bürgerversammlung die Wende in Sebnitz und mutige Sebnitzer Bürger stellten sich den Machtorganen des DDR-Regimes gegenüber. Karl Hache, Vorsitzender der Stadtverordnetenver­sammlung, wünschte sich in seiner Fest­ansprache, daß das Jubiläum, das im er­stem Jahr einer neuem Zeit stattfinde, allen in guter Erinnerung bleibe. Kritisch ging Hache mit der jüngsten Vergangenheit um. In 40 Jahren habe das sozialistische System das Land heruntergewirt schäftet. Die Folge sei, daß viele junge Menschen nach der Wende die frühere DDR und auch die Stadt Sebnitz verlassen hätten.

Eine funktionierende Wirtschaft, so Ha­che, sei Garant einer sozialen Absiche­

rung.

Eine wichtige Aufgabe des freigewählten Stadtparlaments sehe er in der Einfluß­nahme auf Wirtschaft und Verwaltung mit dem vorrangigen Ziel der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen. Die erst 1990 ge­gründete Partnerschaft mit Montabaur habe zu herzlichen Beziehungen zwischen den Menschen beider Städte geführt. Viele Probleme habe man mit Unterstützung der Stadt Montabaur, für die er sich aus­drücklich bedankte, in den letzten Mona­ten lösen können. Mit den Worten: »Es lohnt sich wieder zu leben», sprach

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Karl Hache den SebnitzemMut für die Zu­kunft zu. Dr. Hütte, der die offiziellen Glückwünsche aus Montabaur überbrach­te, wünschte sich in seinem Grußwort eine blühende Partnerstadt, die dazuführe, daß Menschen, Vereine und Schulen zusam­menwachsen.

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ZjfStedtverordneten Versammlung von Sebnitz tagte aus Anlaß des Jubiläums im Saale »Stadt tlTaujfeeieJin ^ iattea S1C ^ Borger am 26. Oktober1990erstmals gegen das SED-Regime öffent-

i hielt der Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung Karl Hache (rechte) Kn aer offiziellen Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Beter Maly.

Bereits am 6. Juni 1991 begann das offi­zielle Festprogramm der Stadt Sebnitz. Auftritte des Bergsteigerchors, Ausstel­lungen zur Stadtgeschichte mit Schau­werkstätten zur traditionellen Kunstblu­menherstellung, Kinder- und Jugendver- Bl anstaltungen, boten viel Abwechslung. In- T -- T1 temationale Stars, wie Frank Zander und U Dieter Bohlen, machten die Jubiläums- fl]< Stadt zu einem besonderen Anziehungs­punkt 3.000 meist jüngere Fans feierten uei Dieter Bohlen mit seiner Band »Blue Sy- ne] stem» beim Open-air-Konzert auf dem Sebnitzer Marktplatz. Nostalgische Ei-die aenbahnfährten mit alten Dampfloks von*- 1902 führten bis ins 50 km entfernte Dres- un den und in die Nachbarstadt Bad Schan-ste dau. ,

Die geschichtliche Entwicklung der C£l 760jährigen Stadt Sebnitz zeigte eine Aua-aer Stellung, die vom Sebnitzer Heimatmu­seum zusammengestellt wurda - \ U;

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Eherenschmtte von Adolf Taxmert, einem bekannten Sebnitzer Künstler, Erzeugnisse der Leineweber aus der Zeit um 1600, BilderB Ä id Urkunden dokumentierten die wechselvolle Geschichte der heutigen sächsischen Kreisstadt. In der Ausstellung gezeigte Bil-felf

des Sebnitzer Malers Georgi sind im August 1991 in der Kreissparkasse in Montabaur zu sehen.

itisch mit dem früheren SED-Staat ging auch der Festzugum. Symbolisch in Ketten gelegte Bauemund ein peitschender SED- 0161 tionär demonstrierten die Unterdrückungder Menschen und die Allgewalt der Partei Fußgruppen in historischen Kostümen,

L usikvereine, Sebnitzer Blumenmädchen und viele meist von Pferden gezogene Motivwagen zeigten am Sonntag bildhaft die ge

tliche Entwicklung der »Kunstblumenstadt Sebnitz«. büb

ch den seit 1. Mai 1991 bestehenden Grenzübergangzur Nachbargemeinde Dolni Poustevna (Niedereinsiedel) in derlhchechos-äme (fakei nutzten viele Tschechen das Fest zu einem Besuch in der Jubiläumsstadt Sebnitz.

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