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3. Beispiel:

Sie möchten von Reckenthal nach Montabaur. Sie überfahren dabei zwei Zonen:

1. Zone: Reckenthal, Wirzenborn

2. Zone: Montabaur.

Sie zahlen hierfür einen Fahrpreis von 4,50 DM.

Sie erkennen, die Tarife sind viel einfacher zu durchschauen, als Sie das vom öffentlichen Personen­nahverkehr an sich gewohnt sind, und noch eins werden Sie erkannt haben, nur zu Fuß geht es noch preiswerter l

750-Jahr-Feier der Stadt Sebnitz

Anläßlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Sebnitz wurde vom Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung Karl Hache ein Festvortrag gehalten, der wegen seiner zeitpolitischen überregionalen Bedeutung im Wortlaut nachfolgend abgedruckt wird:

Herr Hache sagte unter anderem: "Ein Rückblick auf 750 ltHar Jahre Stadtgeschichte zeigt selbstverständlich nicht nur uec Erfolg und Aufschwung, sondern auch schwere Zelten.

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i Als sich vor mehr als 750 Jahren 24 BauernfamHlen aus ** Franken hier ansledelten, legten sie den Grundstein für

unser heutiges Jubiläum. Zur Zelt der ersten Erwähnung r ' des Sebnltzbaches ln der Oberlausitzer Grenzurkunde von 10I16U 1241 war die friedliche Besiedelung dieser Gegend fast

abgeschlossen. Oie Gründung von Sebnitz geschah unter böhmischer Herrschaft. Unsere Stadt war ursprünglich Teil der böhmischen Herrschaft Hohnsteln-Wlldensteln der Birken <7 von der Ouba, einem alten böhmischen Herrschergeschlecht.

unsere Nachbarstadt Neustadt zum Beispiel war halb sächsisch, [jj-fg]], halb böhmisch. Vielleicht können manche gegenseitige Hänseleien zwischen Sebnltzem und Neustädtem - wie sie ja auch noch heute gang und gäbe sind bereits aus dieser Zelt.

6 Wie 0 bwoh1 Sebnitz erst 1451 als Stadt erwähnt wird, war es von Anfang an als Stadtgründung gedacht, das zeigt sich « in der typischen ostmitteldeutschen Stadtanlage mit großem Marktplatz als Zentrum.

Der ritterliche Herr von Sebnitz saB auf dem Gut Neidberg und wird wohl etwas Ober seine Verhältnisse gelebt haben; denn bereits 1584 war die Borgermeisterschaft von Sebnitz so stark, daB unter Ihrem Bürgermeister Caspar Grohmann das Rittergut Neidberg gekauft und unter den Bürgern und der Stadt Sebnitz aufgeteilt wurde.

Seit 1410 gehörte Sebnitz zur Herrschaft W11denste1n und kam mit dieser Herrschaft mit der neuen Grenzziehung am 6. April 1451 durch den Vertrag zu Neustadt unter die Herrschaft des sächsischen Kurfürsten.

Mit dieser Grenzziehung wurde Sebnitz an den Rand gedrängt. Die Hohe Straße als Handelsweg ging an Sebnitz vorbei.

Diese Randlage hat die Entwicklung unserer Stadt bis 1n die heutigen Tage wesentlich beeinflußt. Es konnte sich aufgrund der territorialen Lage kein starkes Handelsbürger­tum entwickeln, sondern die Tendenz ging eindeutig zur )lgen- Gewerbetätigkeit, zum Handwerk und den damit verbundenen Innungen hin. Selbst heute noch müssen wir schmerzlich feststellen, daB sich neue Investoren schwer tun, Sebnitz als Nlederlasssungsdtz zu wählenl

Zurück 1n die Geschichte -

In der Landwlrtschaft wurde viel Flachs angebaut und das mag einer der Hauptgründe gewesen sein, mit der Verarbeitung der Garne das Leineweberhandwerk 1n Schwung zu bringen. Bereits 1509 wird die Leineweberinnung erwähnt und wir wissen, daß dieser Erwerbszweig für die Stadt groBe Bedeutung hatte. Sebnitzer Leineweber handelten mit Leipziger Firmen und auch mit ausländischen Handelsfirmen.

Der 30jährige Krieg hat auch unserer Stadt außerordentlich geschadet. Die Bevölkerung ging stark zurück. Aber nach f seinem Ende kamen durch die Rekathol1s1ep>ng Böhmens viele böhmische Exulanten nach Sebnitz: Dleser&zug aus Böhmen war für die Stadtentwicklung und Ihre Prägung von großer Bedeutung. Viele Sebnitzer Familien stammen von böhmischen Exulanten ab. Nach 1945 können wir übrigens eine ähnliche Entwicklung verzeichnen, wenn auch aus völlig anderem Grunde. Die Deutschen aus dem Sudetenland wurden aus Ihrer Heimat vertrieben!

Zurück zur Stadtgeschichte -

Oie Blütezeit der Leinen- und Halbseidenweber war im 18. Jahrhundert. 1772 hatte Sebnitz 1648 Einwohner und allein 300 Meister und 120 Gesellen waren mit Ihren Familien­angehörigen ln der Leineweberei tätig.

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D1e Sebnitzer waren - wie Pastor Wilhelm Leberecht Götzinger sagte:

- unternehmend, erfinderisch und scharfsinnig.

Dies zeigte sich u. a. an der Entwicklung immer neuer Muster und besserer Erzeugnisse und^zeigte sich später

1n der Kunstblumenindustrie noch IjIs ln unsere Tage. Götzinger rühmt den Fleiß unserer Sebnitzer Vorfahren und es Ist gegenwärtig eine der größten Aufgaben diese Eigenschaften trotz Arbeitslosigkeit zu erhalten. Aus der Geschichte unserer Stadt müssen wir aber auch erkennen, daß Tiefs lange anhalten können und schließlich nur mit großer Kraft­anstrengung und Geduld überwunden werden.

Die Leineweberei und Ihr Niedergang haben 1m wesentlichen die gleichen Gründe, wie heute der Niedergang der Kunst­blumenindustrie.

Nur die Ursachen sind - historisch bedingt - jeweils andere.

Durch die Kontinentalsperre Napoleons - also durch Einfluß von Fremdherrschaft - gingen zu Beginn des vorigen Jahr­hunderts die Handelsbeziehungen mit England verloren.

Die Leineweber konnten, ohne daran schuld zu sein, die Lage nicht mehr überblicken. Ohne daß sie etwas wußten, wurde während der Kontinentalsperre 1n England die moderne Maschinenweberei entwickelt. Nach Aufhebung der Kontinental­sperre standen die Leineweber vor der gleichen Situation, wie wir sie jetzt nach Öffnung der Grenzen 1989 für die Kunstblumenindustrie feststellen müssen. Jede Abkapselung, besonders jede künstliche Abkapselung vom Weltmarkt, bringt stets Ausgrenzung von Weiterentwicklung. Damals lehnten die Leineweber die Industrialisierung ab, wer wollte schon aus eigenem Willen Proletarier- also Lohnarbeiter werden.

Viele versuchten als Hausierer zu überleben.

Aber die progressiven Kräfte aus dem Bürgertum, die gleichen Kräfte, dleps heute für Investitionen 1n unserer Stadt zu stärken gilt, gingen damals das Risiko ein und legten das als Verleger aus der Leineweberei erworbene Handels­kapital ln neuen Industrieinvestitionen an. 1826 gründeten die Sebnitzer Bürger Just und Telchert die Papierfabrik.

Sie war der erste moderne Industriebetrieb 1n unserer Stadt, die größte Papierfabrik Sachsens und damals die zweitgrößte ln Deutschland.

Die Risikobereitschaft des Unternehmens Ist die eine Seite, die Bereitschaft der Arbeiter zu aktiver Mitarbeit, zum Erlernen neuer Berufe die andere, genauso wichtige Seite. Damals wie heute kommt es darauf an gemeinsam der mißlichen Lage Herr zu werden, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen. Damals wurden Arbeiter aus England geholt, um die Sebnitzer Papierfabrikarbeiter anzulernen. Aus diesem Grund danken wir heute an dieser Stelle sowohl dem Management der Firma Bosch und den Verantwortlichen der Elektrowerkzeuge Sebnitz für ihr Engagement. Ebenso aber danken wir den Sebnitzer Arbeitern, die wochenlang überwiegend von Ihren Familien getrennt in Stuttgart ge­arbeitet und gelernt haben. Dies gilt auch für den Betrieb Holzbau Sebnitz. Der Dank gilt gleichermaßen allen anderen, die sich bemühen, den marktwirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden, um Arbeitsplätze zu sichern bzw. neue zu schaffen.

Kehren wir 1n die Stadtgeschichte zurück!

So wie damals die Papierfabrik nicht für alle Sebnitzer den Broterwerb sichern konnte so wird es auch heute sein.

1836 gründete ein Klempnermeister die Hoffmannsche Lampen­fabrik. Sie entwwickelte sich zu einem ganz bedeutendem Industriebetrieb. Nach dem 1. Weltkrieg ging sie ln Konkurs, well sie den Siegeszug des elektrischen Lichts nicht erkannt hatte und sich nicht rechtzeitig auf diese Entwicklung umstellen konnte. Mit der mechanischen Weberei C. A. Hesse wurde 1864 ein weiterer Betrieb mit Industriellem Charakter ln Sebnitz ansässig. Neben anderen, kleineren Betrieben Investierten diese neuen Betriebe stets die größten Telle