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Montabaur

Seite 30

Nr. 51/6:

Zukunftsvorsorge mit Steuerersparnis

Der Staat unterstützt die individuelle Vorsorge durch Steuer­vergünstigungen in den verschiedensten Bereichen. Zum Bei­spiel können Beiträge zu Kranken-, Lebens- und Unfallversiche­rungen sowie Einzahlungen auf Bausparverträge als Sonder­ausgaben im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden.

Außerdem bietet der Staat die Möglichkeit der »Direktversiche­rung« oder des »Berlin-Darlehens« zusätzliche Möglichkeiten, bei der privaten Vorsorge Steuern zu sparen.

Die Debek-Gruppe (Versicherungen - Bausparkasse) weist dar­auf hin, daß alle Zahlungen, die bis zum 31. Dezember 1990 gelei­stet werden, sich noch für dieses Jahr steuermindernd auswir­ken können.

Beliebte Rentenwerte

Einen immer größeren Tfeil ihrer Ersparnisse legen die Bundes­bürger in festverzinslichen Wertpapieren an. Dieser TVend, der schon seit J ahren zu beobachten ist, hat sich in der jüngsten Zeit kräftig verstärkt. So wandten die privaten Haushalte im ersten Halbjahr 1990 24,6 Mrd. DM für den Kauf festverzinslicher An­lagepapiere auf. Ein Jahr zuvor sind es lediglich 10 Mrd DM ge­wesen.

Für diese Entwicklung gibt es mehrere Ursachen. Ins Gewicht fällt, daß die Geldvermögensbestände in immer mehr privaten Haushalten jene Grenze überschreiten, bis zu der Geldrückla­gen in erster Linie als Notgroschen angesehen werden oder als Ansparleistungzur Erfüllungvonkurzfristigen Wünschen. Da­mit verringert sich für neue Ersparnisse zwangsläufig das In­teresse an schnellen Rückgriffsmöglichkeiten, während ande­rerseits der Wunschnachmöglichst hohen Zinserträgen wächst. Das Ergebnis besteht im vermehrten Erwerb von festverzinsli­chen Papieren, die im allgemeinen eine höhere Rendite bieten als z. B. Spareinlagen oder Festgelder und dies bei gleicher Sicher­heit, sofern das Investment in DM bis zum Ende der Laufzeit der Papiere durchgehalten werden kann.

Neben diesen strukturellen Einflüssen gibt es für das aktuelle Anlegerverhalten weitere Gesichtspunkte, die den Erwerb von festverzinslichen Papieren begünstigen. In den ersten Monaten dieses Jahres sind die Kapitalmarktzinsen nicht zuletzt im Hin­blick auf den hohen Kapitalbedarf zur Sanierung der DDR und anderer ehemaliger Ostblockländer sprunghaft auf annähernd 9 % gestiegen. Die Renditen für Rentenwerte erreichten damit den höchsten Stand seit 8 Jahren. In solchen Hochzinsphasen sind gerade festverzinsliche Papiere attraktiv, weil man sich mit ihnen für eine längere Zeit die derzeitigen hohen Zinssätze si­chert. Offenbar gingen bisher viele Sparer davon aus, daß das jetzige Zinsniveau bereits die weiteren Risiken aus der Wäh­rungsunion mit der DDR berücksichtigt, weitere Zinserhöhun­gen also kaum zu erwarten sind.

Beim Kauf von festverzinslichen Papieren spielt der richtige Zeitpunkt eine wichtige Rolle. Die Anlage zu Höchstzinssätzen garantiert nicht nur eine entsprechend günstige Rendite für die gesamte Anlagedauer, sondern ermöglicht bei fallenden Zinsen auch Kursgewinne beim vorzeitigen Verkauf der Papiere über die Börse Umgekehrt allerdings drohen den Inhabern von Ren­tenwerten Kursverluste, wenn die Kapitalmarktzinsen über den Einstiegsatz hinaus steigen und die früher erworbenen Papiere vor dem Ende ihrer Laufzeit an der Börse verkauft werden müs­sen.

Das zur Zeit ebenfalls starke Interesse an Festgeldem mag da­für sprechen, daß es auch Anleger gibt, die anlagebereite Gelder nur kurzfristig parken, weil sie noch höhere Zinsen und damit günstige Einstiegschancen für den Erwerb längerfristiger Ka­pitalmarktpapiere erwarten. Ob ihre Spekulation aufgeht, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Zumindest spricht manches da­für, daß die Zinsen einstweilen hoch bleiben und der zinssensible Anleger voll auf seine Kosten kommt.

Nachtrag

zu

öffentl. Bekanntmachungen

Stellenausschreibung

Die Verbandsgemeindeverwaltung 6430 Montabaur suclj zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Sekretärin

für das Vorzimmer des Beigeordneten.

Bürgermeister und Beigeordneter haben ein gemeinsam^ Vorzimmer. Die beiden Sekretär innen müssen sich wechsa seitig vertreter uu nd eng Zus amm e n arbeiten. Daneben i| Schriftverkehmür die Zentralverwaltung zu erledigen.

Die Vergütung richtet sich nach dem Bundes-Angestellteä Tarifvertrag. Daneben gibt es die im öffentlichen Dienst übfi chen Zulagen.

Perfekte Schreibmaschinenkenntnisse (nach Phonodikta)) sowie Stenographiekenntnisse sind neben Sicherheit in dej RechtschreibungBedingung. Wichtigsind aber auchguteo ganisatorische Fähigkeiten (Tterminplanung, Abwicklu des Tblefonverkebrs im Vorzimmer, Aktenführung).

Wenn Sie gewohnt sind, zügig und selbständig zu arbeite die erforderlichen Kenntnisse besitzen, gewandt in Wort uni Schrift sind, aber auch über die im Vorzimmer erforderliclj Kontaktfähigkeit verfügen, bewerben Sie sich bitte bis zuq 25. Januar 1991 schriftlich bei der

Verbandsgemeindeverwaltung Personalamt

Konrad-Adenauer-Platz 8,5430 Montabaur.

Bitte fügen Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, handgeschriebener Lebenslauf nicll tabellarisch-, Lichtbild).

AOK

Die Gesundheitskasse .

Ein frohes Weihnachtsfest und für 1991 Glück , Zufriedenheit und Erfolg wünschen wir allen unseren Versicherten , den Arbeitgebern und Vertrags­partnern .

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