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Nr. 29/90

itt

fontabaur

lern Flurstückseigentümer wird hiermit Gelegenheit gege-

. 3 j c jj innerhalb von 4 Wochen hierzu schriftlich zu äußern 1 zwar bei der

rbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Großer Markt 10 oder der

Bezirkslegierung Koblenz, Referat 65, Postfach 269,

6400 Koblenz.

i Frist beginnt am 1. Montag nach der Veröffentlichung die- ' Jekanntmachungim satzungsgemäßen Veröffentlichungs- i der Verbandsgemeinde Montabaur, end der üblichen Dienststunden der Verbandsgemeinde- Jtung sind die Rechts Verordnungen über das Natur- ützgebiet sowie der Pflege- und Entwicklungsplan des Lan- ltr ^ g für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht dort, Zim- 203 ausgelegt.

Birksregierung Koblenz : 666 - 900 - WW -1013

Im Auftrag: Stüber, Baudirektor

Die Verwaltung informiert

Repräsentative Zählung der Schweine zum 3. August 1990

Berichtszeitpunkt 3. August 1990 findet bundesweit in ph dem Zufallsprinzip ausgewählten Betrieben eine repräsen- ätiveZählungder Schweinebestände statt. Auskunftspflichtig ind die Inhaber oder Leiter der viehhaltenden Betriebe und sonstige Viehhalter. Anzugeben sind alle Schweine, die sich am ilungstag in Ställen und auf Flächen des Betriebes befinden, ifMi ftRlirh aufgenommenes fremdes Vieh. Bestehen Anord- igender Veterinärbehörden, die den Personenverkehr auf Bin­nen Betrieben beschränken, werden die Auskunftspflichti- i gebeten, darauf hinzu weisen.

: m achen darauf aufmerksam, daß ordnungswidrig handelt, ; die Auskünfte vorsätzlich oder fahrlässig nicht, nicht rich- , nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.

_Angaben unterliegen der Geheimhaltung. Eine Verwen-

I düng zu steuerlichen Zwecken ist gesetzlich ausgeschlossen. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Abfuhr grüne Wertstofftonne für Altpapier im August 1990

Von seiten der Westerwaldkreis-Abfallbeseitigung wird darauf hingewiesen, daß im gesamten Kreisgebiet ab Mittwoch, dem 1. Aiigust 1990 bis Dienstag, den 7. August 1990, an den jeweiligen Abfuhrtagen nur die grünen Wertstofftonnen für Altpapier mitleert werden.

Aufgrund der in letzter Zeit vermehrten Beanstandungen wird eindringlich um Beachtung gebeten, daß in die grünen Gefäße tatsächlich nur Altpapier, d.h. Zeitungen, Zeitschriften, alte Bü­cher und Hefte, Werbeschriften, Kartonagen, Kataloge, Kon­zeptpapier, Kalenderblätter, Papierverpackungen jeder Art, wie z.B. Soßenpäckchen, Zahnpasta-, Ttee- und Käseschachteln, Mehl-, Zucker- und Puddingpulvertüten u. ä. eingefüllt werden.

Nicht in die griine Tbnne dürfen gewachste Lebensmittelver- Pgfckungen, wie z.B. Milch- und Safttüten, Partyteller und - »her, Haferflockentüten, Verpackungen, die teilweise mit Sil- prpapier versehen sind (wie etwa bei Bonbon-, Keks-, Kaffee- und Schokoladenverpackungen), Cellophan- und Kunststoff­verpackungen, Kohlepapier und stark verschmutztes Haus- tspapier.

Erwachsenenbildung

Arbeitsplan

für das Herbst-ZWintersemester 1990/91 ( P er neue Arbeitsplan für das Herbst-ZWintersemester 1990/91 narlUjegt bei der VHS-Geschäftsstelle Montabaur, Tfelefon it z gc w 2602/126105 vor und ist außerdem erhältlich bei allen Banken, Sparkassen, Apotheken sowie in vielen Geschäften.

, 3 die VHS wieder viele interessante und neue Programmpunk- urct ft^ufweist, ist es empfehlenswert, sichrechtzeitigeine Broschü- geni're zu sichern.

MONTABAUR

Annäherungen an die 700jährige

Stadt Montabaur (1291 bis 1991)

(5) Rathäuser in Montabaur Montabaurs dritter Rathausbau wird rechtzeitig zur Ankunft der Preußen begonnen

Nachdem spätestens 1806 (1) derred le­we* sein linkes Türmchen verloren hatte, riß man unser über 300 Jahre altes Rat­haus 1866 ganz ab, brach sogar die Fun­damente heraus, wobei allerdings die meist leere Stadtkasse gebot, »die noch brauchbaren Steine zu reinigen« und »bei Seite zu setzen.« (2)

Beides - die Daten wie auch die Bewah­rung brauchbarer Fundamentsteine hat ungewollt Symbolchakter: -1806 endete mit dem Rheinbund das Heilige Römische Reich Deutscher N a- tion. Ein Element dieses Reiches, das Kurfürstentum Trier, war diesemhistorischen Ereignis schon in den Jahren ab 1802 voran- gegangen; in diesem Jahr war Montabaur großherzoglich- nassauisch geworden; die Zugehörigkeit zu einem der kleinsten deutschen Tbrritorialstaaten blieb also das Verwaltungsfunda­ment für unsere Stadt.

7001,\HRE STADTRECHTE

isset

Im Spätsommer 1866 beschloß der Stadtrat nun die Anschaffung einer preußi­schen Fahne; (3) die Farben wech­selten also; die ab­solutistische Ver­waltungsweise blieb. Immerhin erhielt Monta­baur im Januar des Jahres 1867 die Genehmi­gung der könig­lich preußischen Regierung (4) zur weiteren Verfol­gung des Rat­hausbaupro­jekts.

Den Befürchtungen Heinrich Isberts, daß beim Abriß des alten Rathauses sein benachbart befindliches Wohnhaus Schaden lei­den könnte, wurde insofern begegnet, als die Gemeinde einen >/Theil der Fläche, auf welcher das Wohnhaus und der hintere An­bau« stand,« gemäß Uebereinkunft zwischen diesem (H. Isbert) und der Stadtgemeinde Montabaur zur Baustelle des Rathau­ses« zog (6). Das Bauwerk gedieh in den folgenden Jahren.

Die sparsame Baukommission zeigte am 28. September 1867 an,« daß sie die Steine des alten Brunnensarges am Rathauses an J.B. Hisgen käuflich überlassen« (6) habe, und schon Anfang Februar 1870 versichert man den Rathausneubau: man ge­dachte wohl der Brände von 1491 und 1534, denen das vielleicht erste Montabaurer Rathaus zum Opfer gefallen war. Obwohl am 19. Juli 1870 der Deutsch-Französische Krieg ausbrach, wurde der Rathausbau weiter gefördert. Am 15. Januar 1871, drei läge bevor in Versailles im Namen der deutschen Fürsten der preußi­sche König Wilhelm I. zum 'Deutschen Kaiser* proklamiert wur­de, erhielt das Rathaus ein eisernes Tbr. (7) Und - als ob Architek­ten und Bauleute im Konsens mit der historischen Entwick­lungsregie gewesen wären - am 1. Mai 1871 wurden Rathausuhr und zwei Glöckchen fertig, damit man nach dem Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 das große Friedensfest einläuten konnte.