Montabaur
Seite 18
mit der Gemeinde einen Planentwurf erstellt und zur Sitzung vorgelegt. Nach Erläuterungen zum Planinhalt erklärte der Ortsgemeinderat seine Zustimmung zum Haushaltsplan/der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 1990. Die Haushaltssatzung 1990, die die summarische Zusammenfassung des Haushaltes darstellt, enthält folgende Festsetzungen:
Verwaltungshaushalt
TT. innahm pn /Ausgaben . je 964.000 DM
Vermögenshaushalt
Einnahmen/Ausgaben . je 228.000 DM
Die Gemeindesteuern werden wie folgt festgesetzt:
Grundsteuer A. 220 %
Grundsteuer B. 240 %
Gewerbesteuer. 280 %
Die Hundesteuer beträgt für Hunde, die innerhalb des Gemeindegebietes gehalten werden für den 1. Hund 36,00 DM für den 2. Hund 54,00 DM für jeden weiteren Hund 72,00 DM.
Aussagen zur derzeitigen Haushaltssituation bzw. Prognosen für das Haushaltsjahr 1990 enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht. Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben:
Die finanzielle Ausgangslage für die Aufstellung des Haushaltes 1990 stellt sich derzeit wie folgt dar:
Zum 31.12.1989 wird ein Rücklagenbestand von rd. 185.000,- DM erwartet. Dies ist entgegen den Prognosen im Haushalt
1989 eine positive Entwicklung und wurde hervorgerufen durch erhebliche Mehre innahm en aus Holz Verkäufen und Zinseinnahmen für nicht benötigte Rücklagenmittel. Im Vermögenshaushalt selbst führten Ausgabenverlagerungen nach 1990 zu diesem Ergebnis.
Durch die in 1989 erbrachte Sondertilgung sowie durch die laufenden Tilgungsleistungen konnten die gesamten Schulden abgebaut werden. Somit erspart man sich zukünftig erhebliche Schuldendienstleistungen (Zins- und Tilgungsleistungen). Wie auch für das Haushaltsjahr 1989, so stellen sich für den Etat
1990 wiederum gute finanzielle Verhältnisse ein.
Haushalt 1990
Wie der Haushaltssatzung zu entnehmen ist, belaufen sich die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes auf 964.000,-DM und dieEinnahmenimd Ausgaben des Vermögenshaushaltes auf 228.000,- DM.
Zur Finanzierung der Maßnahmen im Vermögenshaushalt werden keine Kredite benötigt. Außerdem erübrigt sich eine Festsetzung von Verpflichtungsermächtigungen.
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt von 855.000,- DM in 1989 um 109.000,-- DM auf 964.000,- DM an. Dieser drastische Anstieg beruht vor allem auf dem Einnahmenzuwachs im Forst und auf erheblichen Mehreinnahmen im Unterabschnitt 9000 Steuern, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen.
Im Ausgabenbereich des Verwaltungshaushaltes sind zwar auch Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erkennbar, jedoch fallen sie nicht in dem Umfang aus, wie dies bei den Einnahmen ersichtlich ist. Diese Aussage wird untermauert durch den Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt in Höhe von 34.000,- DM, der um 5.000,- DM über dem Vorjahresansatz liegt. Ungeachtet dieser positiven Entwicklung sollen doch einige Ausgabenschwerpunkte und deren Veränderung gegenüber 1989 aufgezeigt werden:
1. Die prozentuale Beteiligung der Ortsgemeinde bei der Hilfe zum Lebensunterhalt innerhalb und außerhalb von Anstalten erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 4.075,- DM.
2. Der Personal- und Sachkostenanteil für den Kindergarten steigt von 22.600,- DM um 6.900,- DM auf 29.500,- DM. Er wird teilweise durch einen höheren Erstattungsbetrag kompensiert.
3. Für ein Umweltverträglichkeitsgutachten und das Aufstellen von Bebauungsplänen müssen 23.000,- DM bereitgestellt werden. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine zusätzliche Bereitstellung von 18.000,-- DM.
4. Die Ausgaben des Forsthaushalte erhöhen sich von 155.354,- DM um 47.776,- DM auf 203.130,- DM in 1990. Die Ausgabenentwicklung dürfte bei der Verabschiedung des Hauungs- und Kulturplanes erläutert worden sein.
4. Die von der Ortsgemeinde Welschneudorf zu zahlenden Umlagen steigen gegenüber 1989 um 37.010,- DM an.
.— ---Nr.j
Die folgende Übersicht verdeuticht diese Entwicklung-
1989 1990 6 '
Gewerbesteuerumlage 10.215,-DM 10.216,-DM 0 . u
Kreisumlage 162.600,-DM 184.210,-- DM + 2l.7io’«jjw Verbandsgemeindeumlage 193.500,— DM 208.800,— DM 4- 15,3
366.216,- DM 403.226,- DM + 37.010,- Du
Bei einem unveränderten Gewerbesteueraufkommen blei, Gewerbesteuerumlage gleich. Die Steigerungen bei der j und Verbandsgemeindeumlage beruhen zum einen auf demA wachsen der Umlagegrundlage
1989 1990
670.771,- DM 614.032,- DM + 43.261 DM,1
während bei der Kreisumlage die Anhebung des Umlagesau von 28,6 v.H. auf 30 v.H. noch ins Gewicht fällt. Das Gesamt lagesoll stellt mit 41,83 % die gewichtigste Ausgabe desVer tungshaushaltes dar.
6. Durch die Sondertilgung im September 1989 sind keinel Mittel für Zinszahlungen zu veranschlagen. Die Orts»] meinde spart hierdurch gegenüber dem Vorjahr 14 505 4 DM.
Die freie Finanzspitze der Ortsgemeinde Welschneudorf err net sich mit Ü 34.000,-- DM. Diese freie Finanzspitze garai. der Ortsgemeinde neben dem Rücklagenstand und der Thtsac der Schuldenfreiheit eine solide Leistungsfähigkeit, die na den Berechnungen des Finanzplanes auch in den kommenÜ Jahren anhalten soll.
Vermögenshaushalt
Die Grundlage zur Erstellung des Vermögenshaushaltes bildj das vom Ortsgemeinderat beschlossene Investition: gramm. Ausweislich dieses Programmes sind 228.000,■■ wendig, um folgendeM aßnahmen und Ausgaben tätigenzulij nen:
1. Umbauarbeiten am Kindergarten (Dach,
Heizung). . 37.000,-1
2. Umkleidegebäude am Sportplatz
-Restkosten. 3.000,-D
3. Bau einer Grillhütte . 25.000,-1
4. Zuweisungen für Dorfemeuerungsmaßnahmen 2.000,-1
5. Erschließung Verlängerung Schulstraße .... 50.000,-1
6. Pflasterung von Bürgersteigen. 26.0
7. Erschließung »Auf der Bleich«
Fertigstellung. 26.000,-1
8. Straßenoberflächnentwässerungsanteil
Verlängerung Schulstraße. 12.000,-1
9. Straßenbeleuchtungserweiterung. 3.000,-1
10. Anschaffung von Geräten für die
Kurfürstenhalle. 10.000,-1
11. Umbau der Postgarage zum Bauhof. 26.000,-
12. Ausbau von Wirtschaftswegen. 5.000,-1
13. Neugestaltung der Buswartehalle . 6.000,-1
Die Finanzierung dieser Ausgaben soll durch folgende Eto men verwirklicht werden:
1. Zuweisung zu den Umbauarbeiten im
Kindergarten. 17.000,-1
2. Erschließungs- und Ausbaubeiträge . 90.000,-1]
3. Zuweisung (Ablöse) zum Umbau der
Postgarage . 110
4. Investitionsschlüsselzuweisungen.7.3
6. Zuführung vom Verwaltungshaushalt. 34.000,-i
6. Entnahme aus der allgem. Rücklage. 68.630,-
Diese Entnahme erfolgt von einem voraussichtlichen Bes von 185.000,- DM.
Ausblick 1991 -1993
Der weitere Ausbau der Grillhütte, Zuweisungen für Dorfen erungsmaßnahmen, die Pflasterung von Bürgersteig® Ausbau des Birkenweges, die Erweiterung der Friedhofs! sowie die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges s* 0 “" lang die Vorhaben bis ins Haushaltsjahr 1993.
Die Finanzierung des vorgenannten Ausgabenkatalogöl nach derzeitigen Berechnungen des Finanzplanes alsgojf 1 wobei es als erfreulich angesehen werden darf, daß keineP eingeolant sind.

