unterschiedliche Wünsche und Möglichkeiten der Kunden an- geboten werden. Sparkassenbriefe gibt es ab 100 DM (oder ein Mehrfaches davon) mit fest vereinbartem Zinssatz für die gesamte Laufzeit ohne das bei Börsenpapieren übliche Kursrisiko. Die Zinsen orientieren sich am Kapitalmarkt. Zur Wahl stehen Sparkassenbriefe mit halb- oder jährlicher Zinszahlungund abgezinste Sparkassenbriefe Bei Abzinsungs-Sparkassenbriefen wird ein unter dem Nominalwert liegender Betrag - gekürzt um die für die gesamte Laufzeit anfallenden Zinsen und Zinseszinsen - ein gezahlt. Am Ende der Laufzeit wird der N ominalbetrag ausgezahlt.
Sparkassenobligationen mit meist fünf- bis zehnjähriger Laufzeit stellen eine gute Ergänzung zu mittelfristigen Sparkassenbriefen sowie eine reizvolle Alternative zu längerfristigen Rentenwerten dar. Die festen Zinssätze richten sich nach dem langfristigen Kapitalmarktzins. Falls der Käufer einen plötzlichen Geldbedarf hat, nimmt nach Ablauf von vier Jahren die Sparkasse ihre längerfristigen Obligationen zu einem marktonen- tierten Hauskurs zurück. Bei abgezinsten Sparkassenbriefen fällt die Steuerpflicht für Zinserträge im Jahr der Fälligkeit der Papiere, cLh. des echten Zuflusses der Zinsen, an. Wenn der Käufer diese Fälligkeit auf einen Zeitpunkt legt, in dem er voraussichtlich geringere Einkünfte haben wird (z.B. Pensionierung oder Geschäftsaufgabe), kann er zusätzlich Steuervorteile erzielen. Voraussetzung ist, daß er mit seinen gesamten Zinserträgen überhaupt steuerpflichtigist, z.B. weil sie höher als der Sparerfreibetrag und die Werbungskosten liegen.
Eine wachsende Zahl von Sparkassen gibt Inhaberschuldverschreibungen mit bis zu lOjähriger Laufzeit und einer attraktiven Verzinsung aus. Der Inhaber börsenfähiger Inhaberschuldverschreibungen kann sie bei Geldbedarf auch vor Fällgkeit zu Börsenkursen verkaufen. Es gibt sie auch als effektive Stücke. Im ersten Halbjahr 1989 legten Sparkasseukunden 6,4 Mrd. DM in Sparkassenbriefen und -Obligationen sowie Inhaber- Schuldverschreibungen an. Das waren nahezu sechsmal soviel wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Darin zeigt sich ein Stück Zukunftsdisposition. Denn die Anlage von Geldbeträgen für einen bestimmten Zeitraum ist nicht Selbstzweck, sondern für ein Sparziel vorgesehen. Das kann z.B. Ausbildungsfinanzierung der Kinder oder Eigenkapital für den Hausbau oder Grundlage fürs Rentenalter heißen.
Festverzinsliche - guter Ertrag und geringes Risiko
Wer kontinuierlich Rücklagen bildet, für den stellt sich irgendwann die Frage nach unterschiedlichen Anlageformen. Natürlich bildet die Spareinlage weiterhin ein solides Fundament, doch gibt es für abgelaufene Sparverträge, für fähige Lebensversicherungen oder Erbschaften attraktive Alternativen. Hoher Ertrag, geringes Risiko und nicht allzulange Festlegungsfristen lassen die Herzen des Anlegers natürlich höher schlagen. Dabei muß man jedoch wissen, daß alle drei Komponenten in einem bestimmten Spannungsverhältnis zueinander stehen. So muß zum Beispiel eine Verbesserung des Ertrages in der Regel mit einem höheren Risiko erkauft werden. Andererseits steigt, normale Zinsstrukturen unterstellt, mit der Festlegungsfrist auch der Zinsertrag.
Diese Zusammenhänge muß beachten, wer festverzinsliche Wertpapiere zu seinen Anlagefavoriten kürt. D azu zählen Anleihen öffentlicher Schuldner, Pfandbriefe von Hypothekenbanken und Landesbanken, Bundesschatzbriefe und Bundesobligationen, Inhaberschuldverschreibungen der Sparkassen und Anleihen ausländischer Schuldner. Alle sind (mit Ausnahme der Bundesschatzbriefe) mit einem festen Zinssatz ausgestattet. Bei neuen Emissionen liegt die Laufzeit bei 7 bis 10 Jahren, man kann aber auch Papiere kaufen, die vor längerer Zeit ausgegeben wurden und deshalb eine kürzere Anlagedauer aufweisen. Normalerweise werden Rentenwerte zu einem Kurs um pari emittiert. Dies bedeutet, daß man keine Kursverluste erleiden kann, wenn man die Papiere über die gesamte Laufzeit behält. Andererseits müssen sich aber Zinsveränderungen auch im Kurs niederschlagen.
Für den Anleger sind darüber hinaus noch weitere Informationen wichtig: Der kleinste Nennwert beträgt 100 DM. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich oder jährlich. Der Kauf von Neuemissionen ist Spesen- und börsenumsatzsteuerfrei.
Eine besondere Variante stellen die sogenannten Zerobonds dar. Hierbei handelt es sich um langlaufende Papiere, bei der
Kaufpreis um die während der Laufzeit erwarteten Zinsen reduziert wird, ähnlich wie bei abgezinsten Sparbriefen. Je längw
die Laufzeit, desto niedriger ist einerseits der Kaufpreis
höher andererseits das Zinsänderungsrisika Daß die 7,' " erst am Ende der Laufzeit gezahlt werden, kan n r®*
chen Gesichtspunkten eine besondere Rolle spielen. 16111
Ein Blick auf den Kurszettel beweist, das es mehren h„ j verschiedene Festverzinsliche gibt. Die Vielfalt der Mötd Ö ten erfordert eine besonders fundierte Beratung, damit* traktive Rendite und geringes Risiko auch tatsächlich iwff werden. Die Sparkassen haben aktuelle Renditetafela,]^" die Bonität ausländischer Schuldner und können darüb™ aus Papiere unterschiedlichster Laufzeiten anbieten. Mit d Unterstützung sind Festverzinsliche ein sanftes Zins-f sen für viele Jahre.
Zwanzig Auszubildende der Kreissparkasse schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab
Personalleiter und stellv. Vorstandsmitglied Frank Sander grak.., den erfolgreichen Prüflingen. Auf dem Bild fehlt Holger Görg, deriüil seinem erfolgreichen Prüfungsabschluß eine wei tere A usbiWung beg» I nen hat und deshalb nicht mehr bei der Sparkasse beschäftigt ist 1
Die Berufsausbildung zum Bankkaufmann gehört zu den)») sonders gesuchten Ausbildungsplätzen. Die Institute derdeutf sehen Sparkassenorganisation haben im Jahr 1988 über zetaj tausend neue Ausbildungsplätze angeboten, so daß heute fast] jeder zweite angehende Bankkaufmann in der Sparkassen« nisation ausgebildet wird.
Auch die Kreis Sparkasse Westerwald bietet derzeit (Ende 1988] 40 jungen Menschen eine Ausbidung zum Bankkaufmann. 2 der Auszubildenden - 8 junge Damen und 12 junge Henen-bl ben jetzt mit Erfolg ihre Berufsausbildung mit der Prüfung™] der IHK abgeschlossen.
Michael Kau! Christof Wüst, Mathias Dietz und Holger Görg| erreichten mit »Sehr gut« ein herausragendes Prüfungsergeb'] nis. Neben dem Fleiß und dem Engagement aller Auszubildei den hat das bewährte duale Ausbildungs-System der Sparkasse] zu den guten Ergebnissen beigetragen.
Neben der praktischen Ausbildung in Abteüungen und Zweig] stellen der Sparkassen, findet wöchentlich der innerbetriebliche] Unterricht (die Sparkasse beschäftigt einen eigenen Ausbit] dungsleiter) statt; weiter besuchen die Auszubildende] i" Sparkassenakademie in Mainz.
So vorbereitet und motiviert ist es nicht verwunderlich, daß i] Sparkassen-Auszubildenden seit J ahren überdurchschnittlich!] gute Prüfungsergebnisse erzielen, die natürlich auch den Aua] bildungsbetrieb »Sparkasse« stolz machen.
Am 1. August 1989 haben wieder 13 Auszubildende - 7 Damen] und 6 Herren-ihre Tätigkeit bei der Sparkasse Westerwald b*|
gönnen.
Heizöl, Benzin und Fleisch teurer
Verbraucherpreise im September Deutliche Preisanhebungen für Mineralölerzeugnisse undvs-j schiedene Nahrungsmittel trugen zum Anstieg des rheinland-| pfälzischen Verbraucherpreisniveaus im September bei T Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems kostet«]] 100 Liter Heizöl durchschnittlich 45,84 Mark, ein Zehntelm® I als im Monat zuvor und die Hälfte mehr als im Septemberd»H Vorjahres. Seit Mai 1986 haben die Heizölpreise damit denhöcb j sten Stand erreicht. Die Benzinpreise erhöhten sich im

