Montabaur
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Ausländerquote rückläufig
Am 25. Mai 1987, dem Stichtag der Volkszählung, waren in der rheinland-pfälzischen Wirtschaft 61.700 ausländische Arbeitnehmer beschäftigt. Dies entspricht nach den Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems einer Zunahme gegenüber 1970 um 2.300 Personen bzw. 4,7 Prozent. Da sich die Gesamtzahl der Arbeitnehmer stärker erhöht hat (plus 15,5 Prozent), verringerte sich der Ausländeranteil von 4,4 auf 4 Prozent.
Die ausländischen Arbeitnehmer wurden nach den Feststellungen der Bad Emser Statistiker von den strukturellen Veränderungen der letzten zwei J ahrzehnte wesentlich stärker betroffen als ihre deutschen Kollegen. Dies gilt vor allem für den Rückgang und die veränderte Beschäftigungsstruktur im produzierenden Gewerbe. Während sich hier die Gesamtzahl der Arbeitnehmer zwischen 1970 und 1987 um 9,2 Prozent verringerte, errechnet sichfür die Ausländer ein Rückgangum fast 19 Prozent.
Kompensiert wurde die Entwicklungim produzierenden Gewerbe durch eine Verdreifachung der ausländischen Arbeitnehmer im privaten Dienstleistungssektor.
Die höchsten Ausländerquoten errechnen sich in der Gebäude- reinigungund Abfallbeseitigung (14 Prozent) sowie im Gastgewerbe (10 Prozent).*
Neben den strukturellen Veränderungen fanden in den vergangenen 17 J ahren auch regionale Verschiebungen in der Erwerbstätigkeit der Ausländer statt. In den Landkreisen und kreisfreien Städten, die 1970 eine durchschnittlich hohe Ausländerquote aufwiesen, ist ein Rückgang des Anteils der ausländischen Arbeitnehmer festzustellen. Eine Ausnahme bilden nur die Stadt Mainz mit einer nahezu unveränderten Ausländerquote und der Landkreis Germersheim, in dem sich durch eine Zunahme der ausländischen Arbeitnehmer von 2.450 auf 4.000 deren Anteil auf fast 12 Prozent erhöhte.
Thitz der starken Zunahme der ausländischen Erwerbstätigen in den Landkreisen Bemkastel-Wittlich (plus 249 Prozent), Bitburg-Prüm (plus 175 Prozent) und Kusel (plus 163 Prozent) sowie in den Städten Trier (plus 80 Prozent) und Koblenz (plus 46 Prozent) liegt die Ausländerquote in diesen Gebieten noch unter dem Landesdurchschnitt.
87 Prozent aller Haushalte haben einen Farbfernseher
Nach Ergebnissen der alle fünf Jahre stattfindenden Einkommens- und Verbrauchsstichprobe besitzen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in B ad Ems 96 Prozent aller rheinland-pfälzischen Haushalte mindestens einen Fernsehapparat (Stand Januar 1988). Bereits 1983 und auch 1978 wurde die gleiche Quote ermittelt, so daß von einer Vollversorgung gesprochen werden kann. Bei der Ausstattung mit Farbfemsehge- räten ist eine Marktsättigung noch nicht erreicht. Farbig fern- sehen können rund 87 Prozent der Haushalte. Gegenüber 1983 bedeutet das einen Zuwachs um nahezu ein Fünftel. Am stärksten wuchs der Anteil der Haushalte mit Farbfernsehern bei den Nichterwerbstätigen, und zwar von zwei Dritteln im Jahre 1983 auf nunmehr 86 Prozent.
Knapp ein Viertel der Haushalte hat noch einen Schwarz-Weiß- Femseher, der oft als Zweitgerät genutzt wird. Ein Viertel dieser Apparate wurde in den Jahren 1978 bis 1982 gekauft. Fast die Hälfte aller Schwarz-Weiß-Geräte ist älter als zehn Jahre. Von den Farbfernsehern wurden beinahe 50 Prozent vor 1983 angeschafft. Aus den Jahren 1983 bis 1987 stammen jeweils 9 bis 12 Prozent der Geräte.
Bauüberhang 1988:25.347 Wohnungen
Zum Jahresende 1988 hat das Statistische Landesamt in Bad Ems einen Bauüberhang von 25.347 zum Bau freigegebenen, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen errechnet, und zwar 24.836 im Wohnbau und 511 im Nichtwohnbau. Das Überhangergebnis ihm Wohnungsbau liegt damit um 3,4 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis (26.238 Wohnungen).
Von 22.907 Neubauwohnungen waren am Jahresende 10.568 (46 Prozent) rohbaufertig. 5.425 Wohnungen (24 Prozent) befanden sich im Bau und in 6.914 Fällen (30 Prozent) war mit dem Bau noch nicht begonnen worden. 2.440 Wohneinheiten, die im Zuge von Üm-, Aus- und Erweiterungsbaumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden geschaffen werden sollen, befanden sich am Jahresende 1988 noch in der Bauabwicklung.
Unfallrückgang im Mai
Im Mai 1989 verunglückten in Rheinland-Pfalz bei 1.921 St», ßenverkehrsunfällen mit Personenschaden - das sind nach Aj gaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 6,7 IW 1 ,' weniger als im Mai 1988 - insgesamt 2.530 VerkehrsteilneW (minus 10 Prozent).
Während die Zahl der Schwer- (minus 12 Prozent) und Leichtver. letzten (minus 11 Prozent) deutlich zurückging, erhöhte sichd« Zahl der Getöteten gegenüber dem Monat Mai des Vorjahres! 8 auf 56 Personen.
Bei 9.169 Unfällen (minus 3,7 Prozent) entstand nur Sachsoki den.
Ferienziel*Beisen mit dem Omnibus 1 werden immer beliebter ]
Die rheinland-pfälzischen Unternehmen mit öffentlichen Stra- ßenverkehrsmitteln (einschließlich der Omnibusse der Deuh sehen Bundesbahn) beförderten im Jahre 1988 insgesamt 2h" Millionen Fahrgäste. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 13,7 Millionen Personen (minusSil Prozent) weniger als 1987 und sogar 58,6 Millionen Fahrgastsi (minus 19 Prozent) weniger als 1983. Im Vergleich zu 1983 wj zeichnete lediglich der Gelegenheitsverkehr (plus 26 Prozent)] Zuwachsraten, wobei sich namentlich im Mietomnibusvwkdt] (plus 31 Prozent) und im Ferienziel-Reiseverkehr mit Krakow bussen (plus 27 Prozent) die Zahl der beförderten Personen» haltig erhöhte. Im allgemeinen Linien- (minus 19 Prozent),] Berufs- (minus 19 Prozent) und freigestellten SchülerverM (minus 26 Prozent) sind seit 1983 deutliche Rückgänge inderl Personenbeförderung. 1
Die mittlere Reiseweite für die Personenbeförderung im Strtj ßenverkehr nahm von 1983 bis 1988 besonders bei Markt- uni! Theaterfahrten (plus 87 Prozent), Ferienziel-Reisen (plus 17 Pml zent) und Ausflugsfahrten (plus 14 Prozent) zu, während der] Tkend insgesamt (minus 0,7 Prozent) leicht rückläufig war. Dia pro Person zurückgelegten Kilometer erhöhten sich bdl Ferienziel-Reisen von 1.303 Kilometern im Jahre 1983 auf 1.6ml Kilometer im J ahre 1988. 1
Von den insgesamt 169,4 Millionen zurückgelegten V/agatJ Kilometern im Jahre 1988 entfielen auf den Gelegenheitswi kehr 44,3 Millionen Kilometer oder 26 Prozent. 1983 lag der Ab-] teil erst bei knapp 21 Prozent. Ferienziel-Reisen verbuchtest#] 1983 sowohl bei Wagen- (plus 46 Prozent) als auch bei Perswl Kilometern (plus 47 Prozent) das größte Wachstum. DieEinnabl men in der Personenbeförderung erhöhten sich von 335,6 MM nen Mark (1983) auf 345,3 Millionen Mark (1988). Eine über] durchschnittliche Einnahmeentwicklung verzeichneten in difj sem Zeitraum wiederum Ferienziel-Reisen (plus 71 Prozent™ Mietomnibusverkehr (plus 46 Prozent) und Ausflugsfahrfei (plus 38 Prozent). 1
Industriearbeiter verdienen 18,95 Mark I in der Stunde I
In der rheinland-pfälzischen Industrie erhöhte sich nach dtij Angaben des Statistischen Landes amtes in B ad Ems der durctl schnittliche Bruttostundenverdienst der vollbeschäftigten All beiter von April 1988 bis April 1989 um 4,6 Prozent auf lWl Mark. Bei den Männern betrug er im April 1989 19,86 Mal (plus 4,4 Prozent), bei den Frauen 13,96 Mark (plus 4,7 Prozal Männliche Facharbeiter kamen auf 20,84 Mark (plus 4,1 P»1 zent), weibliche auf 14,80 Mark (plus 4,1 Prozent). 1
Der durchschnittliche Bruttowochenverdienst nahm nach d>l Feststellungen der Bad Emser Statistiker infolge längefflAj beitszeit etwas stärker zu. Er stieg bei den Männern um 5,6rjl zent auf 825 Mark, bei den Frauen um 5,2 Prozent auf 548M»| Die Zahl der wöchentlichen Überstunden belief sich W®! Männern auf 2,2 und bei den Frauen auf 0,6. J
Bei allen Angaben sind einmalige oder in unregelmäßig® ständen geleistete Zahlungen nicht berücksichtigt. I

