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Nr. 23/89

ibaur

| Stellenausschreibung

, grtsgemeinde Oberelbert stellt zum nächstmöglichen 0 einen

Gemeindearbeiter

i gesucht wird ein Mitarbeiter, der über einen handwerkli- a Berufsabschluß oder eine entsprechende Beruf serfah- jjrverfügt und im Besitz des Führerscheins der Klasse III

iVielfältigkeit der innerhalb der Ortsgemeinde anfallen­dsten erfordern eine besondere Zuverlässigkeit und j^erkliches Geschick.

LiArbeitsverhältnis richtet sich nach dem Bundesmantel- (jfür Arbeiter gemeindlicher Verwaltungen und Betriebe jlT-G II)- Es erfolgt Anschluß an die Zusatzversorgungs-

^Bewerbung richten Sie bitte, mit den üblichen Unterla- Pewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Md) bis zum 23. Juni 1989 an

ujl. Ortsbeigeordneten Jakob Spitzhom, Zum Wiesen- j 7 ,5431 Oberelbert

Nachruf

|ji3. Juni 1989 verstarb im Alter von 69 Jahren Herr Ludwig Metternich, f ehemaliger Ortsbürgermeister von Großholbach. ^Verstorbene leitete von 1964 bis 1988 als Ortsbürgermei- (rin vorbildlicher Weise die Geschicke seiner Heimatge- (dade Großholbach. Schon von 1946 bis 1948 war Ludwig ittemich Mitglied des Gemeinderates. Von 1965 bis 1985 »erstellvertretender Ortsgerichtsvorsteher und von 1969 h 1981 Vorsitzender des Forstbetriebsverbandes Girod. Hj wurde sein ehrenamtlicher Einsatz durch die Verlei- hgder Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz gewürdigt, (eOrtsgemeinde Großholbach verliert in Ludwig Metter- ili einen \ erdienstvollen und vorbildlichen Bürger, der an iguten Entwicklung seiner Heimatgemeinde entscheiden- nAnteil hat. Ludwig Metternich hat sich mit außerge- mlichem Einsatz stets uneigennützig für die Belange sei- plitbürger eingesetzt. Seine Hilfsbereitschaft und sein Bildliches Wesen verhalten ihm zu hohem Ansehen in der prölkerun g.

[Kreis der Ortsbürgermeister und bei den Mitarbeitern der jfadsgemeindeverwaltung hat er sich hohe Wertschät- rgundBeliebtheit erworben, weder ein stets zuverlässiger llfairer Gesprächspartner war. Seine Freundlichkeit und pcheidenheit, seine besonnene, humorvolle Art kennzeich­nen den liebenswürdigen Menschen Ludwig Metternich. Srgerschaft und Ortsgemeiriderat der Ortsgemeinde Groß- weh sowie Rat und Verwaltung der Verbandsgemeinde ktabaur und die Ortsbürgermeisterkollegen danken dem ptorbenen für seine Arbeit.

I werden sein Andenken in Ehren halten. pliholbach/Montabaur, 5. Juni 1989 tdie Ortsgemeinde Großholbuch llried Röther, Ortsbürgermeister

edie Verbandsgemeinde Montabaur tPaul Possel-Dölken, Bürgermeister

Pdie Ortsbürgermeister in der mdsgemeinde Montabaur Md Hübinger

pnzert mit dem Mainzer Kammerorchester

[Freitag, 23. Juni 1989, 20.00 Uhr, findet im Schloßhof des psses Montabaur ein Konzert mit dem

Mainzer Kammerorchester

F Kehr hat das renommierte Kammerorchester 1953 ge- p- Fernab jeder destruktiven Routine orientiert man sich pam neuesten Stand der Instrumentaltechnik und ist be- Mas zu musizierende Werk auf seine verborgenen Feinhei- putasten, den Willen des Komponisten nach Möglichkeit Fgumzusetzen und das in bestmöglicher Art und Manier. Pwisch, das Genie des Tbnschöpfers offenzulegen, paart

sich in beglückender Weise mit dem künstlerischen Willen, das vorgestellte Werk so perfekt wie möglich zu musizieren.

Diese Einstellung des Ensembles macht jedes Konzert des »Mainzer Kammerorchesters« zu einem beglückenden Erlebnis und zu einem sensationellen Hörgenuß; kein Musikliebhaber versäumt eine Gelegenheit, den Aufführungen dieses Orche­sters nach Möglichkeit beizuwohnen.

Für das Konzert im Schloßhof des Schlosses Montabaur ist fol­gendes Programm vorgesehen:

Thomas Albinoni sonata k cingue

H. Fr. Händel Concerto grosso a-moll op 6/4

J.S. Bach Flötenkonzert g-moll

Pause

F. Mendelssohn-Bartholdy Streichersinfonie h-moll Arensky Variationen über ein Thema

von Tfechaikowski

Karten sind erhältlich:

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, Rathaus, Zim­mer 206, Tfelefon: 02602/126.107

Foto-Schwaderlapp, Rheinstraße 123, 5412 Ransbach- Baumbach, Tfelefon: 02623/2366

Zigarren Wengenroth, Neustraße 1, 5438 Westerburg, Tfele- fon: 02663/3368

Musikhaus Haseneier, Schloßstraße 22, 5400 Koblenz, Ifele- fon: 0261/12781.

Feier zur Einweihung des Sauerbrunnens am Samstag, 10. Juni 1989

Wasser sprudelt aus Löwenrachen Der Sauerbrunnen in Montabaur ist zu neuem Leben erwacht und sprudelt ab dem 10. Juni 1989 aus einem Löwenrachen (in Anlehnung an den historischen Namen des Rathauses »Roter Löwe«) am alten Rathaus in der Montabaurer Fußgängerzone. Bei einer glücklichen Bohrung am 18. Juni 1986 wurde der seit mehr als 400 Jahren bekannte Sauerbrunnen wiederentdeckt, der in den vergangenen Jahrhunderten eine besondere Bedeu­tung in der Bevölkerung hatte.

Die Stadt Montabaur und die Nassauische Sparkasse Monta­baur, die sich zur Übern ahme der Baukosten des Sauerbrunnens bereiterklärt haben, laden zur Einweihung und offiziellen Inbe­triebnahme für

Samstag, 10.06.1989, ab 10.30 Uhr auf den »Großen Markt« nach Montabaur ein.

Zur Feier sind Gäste aus nah und fern gerne eingeladen.

Der alte Sauerbrunnen sprudelt vor dem Roten Löwen

In der wechselvollen Geschichte der alten Stadt Montabaur spielen die an vielen Stellen des »sauren Täles« einstmals gefaß­ten oder einfach zutage getretenen Quellen, eine sehr beachtli­che Rolle. Um »flüssig« zu bleiben waren Bürgermeister, Rat und Verwaltung immer wieder gezwungen, dem kostbaren Naß nachzuspüren. Der saure Quell, der sich wie ein »roter Faden« durch die Geschichte der Stadt zieht, hatte schon immer die Un­art, plötzlich von der Bildfläche zu verschwinden. Die auf diese Weise trocken gelegten Bürger der Stadt hätten sich schon mit anderen sauren Wässerchen trösten können, wenn sie nur ge­wollt hätten. Es gab deren genug. Aber, zwischen sauer und sau­er war eben schon immer ein Unterschied. E in labender TYank ist gefragt, nicht einer bei dem man Grimassen zieht.

Den vielen Beschreibungen, den aktenkundig vorhandenen Un­terlagen aus mittelalterlichen Zeiten bis in unsere Gegenwart, möchte ich keine neue Dokumentation über den launenhaften Säuerlinghinzufügen. Das kann, daes janicht uninteressant ist, in Fortsetzung dieses Berichtes geschehen. Viel besser könnte das ohnehin, würde er noch leben, jener 1350 als Stadtschöffe er­wähnte » Hentzin uff der suren Portzin« besorgen. Sein Haus stand an der Pforte, durch die man hinunter in das »saure Dail«, das saure Thl also, gelangte. Man kann es wörtlich nehmen, »am Brunnen vor dem Tbre«, außerhalb der durch M auem und Wälle geschützten Stadt, sprudelte das immer kühle Naß. Leichtfüßig ging es gut bergab, um Krüge und Kannen zu füllen. Bergauf, das war schon schwieriger. Bei verkorkten Flaschen gab es nach kurzer Zeit den »Knalleffekt«. Der Born duldete keinen festen Verschluß. D as hat te schon 1786 der Hof rat und Amtsverwalter Damian Emst Valentin Linz in seiner Amtsbeschreibung der Stadt Montabaur bedauernd festgestellt. Nach damaliger Tfech- nik war ein Quellenversand nicht möglich.

Aber es gab auch andere Probleme, die schon weitaus früher die Stadtväter beschäftigten. Nehmen wir zum Beispiel Ansichten