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Montabaur

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nur erahnen«, sagte Landrat Weinert und stellte die Ausstel­lungsstücke vor, die die bedeutendsten Münzschatzfunde im Westerwald repräsentieren.

Der Münzschatzfund von Friedewald gilt im Land Rheinland- Pfalz als einzigartig. Spielende Kinder entdeckten 1984 den wertvollen Fund. 131 Silber- und Goldmünzen wurden gezählt. Überwiegend stammen sie aus den spanischen Niederlanden. Nach dem Ergebnis der wissenschaftlichen Auswertung wurde der Schatz nach 1632 in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges vergraben. Er ist nun komplett in Hachenburg zu sehen.

Der »Silberschatz« von Liebenscheid, um 1846 vergraben, wur­de 1971 entdeckt. Der Fund umfaßt 336 Groschenmünzen, über­wiegend Weißpfennige, darunter seltene Prägungen. Er gibt Zeugnis von der wichtigen Rolle rheinischer Groschen im 15. Jahrhundert.

Auch ein Münzschatzfund aus Herbon ist allerdings nur als Nachbildung - im Landschaftsmuseum vertreten. Insgesamt 220 Gold- und Silbermünzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden nach 1669 vergraben und 1932 entdeckt.

Aus den glanzvollen lägen römischer Kaiser »berichtet« der Münzschatzfund von Niederlahnstein mit einer Vielzahl von Silberdenaren. Ebenfalls aus der römischen Kaiserzeit stam­men die etwa 800 Silberdenare, die schon im 3. J ahrhundert ver­graben und 1942 in Obererbach entdeckt wurden. 90 Münzen da­von sind mm im Landschaftsmuseum ausgestellt.

Schließlich noch der Münzschatzfund von Guckheim. In einem alten Fachwerkhaus fand man 1980 einen zerscherbten Wester­wälder Kugelbauchkrug aus blau-grauem Steinzeug voller Münzen. Die 668 Silbermünzen, überwiegend trierische Dreipe­termännchen, wurden nach 1695 versteckt.

Landrat Weinert dankte bei der Eröffnung des »Münzkabi­netts« allen, die durch ihr Engagement, ihre Spenden und Leih­gaben zum Zustandekommen dieser Ausstellung beigetragen haben; allen voran dem Freundeskreis Landschaftsmuseum We­sterwald e. V., der in diesem Monat sein fünfjähriges Bestehen feiert. Ihm gehören Kommunen, Wirtschaftsunternehmen, Hei­matvereine und Privatpersonen an, die sich durch die Förderung des Museums in ganz besonderer Weise mit ihrer Heimat identi­fizieren. Der Freundeskreis trug mit 30.000 DM den größten Tb il der Baukosten für das »Münzkabinett«.

Bereits 1986 - imZusammenhangmit der damaligen Sonderaus­stellung »Geldim Westerwald- Münzprägungund Geldumlauf« - reifte die Idee, dem Landschaftsmuseum eine Münzsammlung anzugliedern. »Wir alle können stolz darauf sein, daß innerhalb weniger Jahre durch Ankäufe des Westerwaldkreises und des Freundeskreises sowie durch Spenden und Leihgaben verschie­dener Institutionen ein ansehnlicher Grundstock für dieses »Münzkabinett« gelegt wurde Die Ausstellung damals und der dazu erschienene gleichnamige Katalog - verfaßt von den Nu­mismatikern Dr. Konrad Schneider und Gerd Martin Fomeck - machten deutlich welche Rolle der von großen Kulturlandschaf­ten umgebene, in Kleinstaaten zersplitterte und als Durch­gangsland beeinflußte Westerwald in der Münz- und Geldge­schichte gespielt hat, welche Aussagen den Münzen und ihren Funden für die Geschichte und Wirtschaftsgeschichte bei rich­tiger Interpretation abgewonnen werden können. Ich wünsche, daß zahlreiche interessierte Besucher den Weg in unser neues 'Münzkabinett finden werden«, so Landrat Weinert.

Das Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg ist täg­lich außer montags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Westerwald in alter Druckgrafik

Sonderausstellung im Landschaftsmuseum Westerwald Vom 08. April bis zum 30. Juli 1989 zeigt das Landschaftsmu­seum Westerwald die Sonderausstellung »Der Westerwald in al­ter Druckgrafik«. Weit mehr als 100 Grafiken aus dem Fundus des Museums in Hachenburg werden dabei erstmals der Öffent­lichkeit präsentiert. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl Leih­gaben benachbarter Museen und privater S amml er In der Ausstellung werden Holzschnitte, Holz-, Kupfer- und Stahlstiche sowie Lithografien aus dem 17. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Dabei handelt es sich um Darstellungen von Schlös­sern, Burgen, Kirchen, Klöstern, Grafen und Soldaten; zahlrei­che Ortsansichten sowie Szenen aus der Geschichte und dem Ar­beitsleben befinden sich darunter. Einen besonderen Schwer­punkt bilden Landkarten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit dem Titel »Der We­sterwald in alter Druckgrafik«, der beim Landschaftsmuseum Westewald in 6238 Hachenburg, TfeL 02662/7456, bestellt wer­den kann.

Der Katalog ist zeitgeschichtlich gegliedert ent Herrschaftsgebieten am Ende des 18. Jahrhundert 1 ^ und beschrieben werden Druckgrafiken aus dem hundert. Dr. Konrad Schneider und Gerd Martini? ) Autoren des Kataloges »Geld im Westerwald.vrM und Geldumlauf« konnten erneut als Verfasser den Ibxte gewonnen werden. Sie führen den Les Ur ® e der Grafik ein.

Zum Besuch der Ausstellung lädt der WesterwaldW ger des Landschaftsmuseums ein. Das MuseuminH ist täglich außer montags von 10 bis 12 Uhnma Uhr geöffnet.

Tag der offenen Tür in der Berufsbildenden Schule WesteJ

Zum erstenmal veranstaltet die Berufsbildende Sch k sterburg am Samstag, dem 8. April 89, vom 9,00 m,!;, einen 1hg der offenen Tür. Den Besucher r ^

von Untenichtsprojekten, z. B. Coi Werkzeugmaschinentechnik, Schweißen und'sduZ) sieren, Modenschau, Vollwertkost und KFZ-Prüfunt Weiterhin werden verschiedene Ausstellungen über* J täten der Schule informieren, u. a. über Fachliteratur Jui eher, Werkzeuge und Gesundheitsvorsorge. u

Das Arbeitsamt und die Schulleitung stehen an o, auch zur Beratung über das vielfältige Bildunesan» Verfügung. *

Für Entspannung, Unterhaltung und das leibliche wj ebenfalls bestens gesorgt: Es gibt Spezialitäten au 9 vE nen Ländern, ein Cafe und einen ImbißstancL Alle Bit und alt, sind herzlich eingeladen.

Achtung Landwirte - Investitionen] zur Vermindertung von Umweltbelastn werden gefördert

Maßnahmen zur Verminderung von Umweltbelastung dem zum Tbil erhebliche Investitionskosten. Deshalb! Land Rheinland-Pfalz bereit, derartige Investitionen]

dera.FörderungsfähigsindflüssigkeitsdichteBautenzi

rang von Gülle, Jauche und Silagesickersaft sowie fiiiss dichte Bodenplatten für Festmist und Silage. Eine Zum wird gewährt, wenn die Investitionen den bau-, wasser- missionsrechtlichen Anforderungen entsprechen und» gerkapazität von mindestens 6 Monaten nachweisen, Die des Zuschusses beträgt 40,- DM je cbm Lagerraum fürF mist, Jauche oder Silagesickersaft mit befahrbarer Dec. 30,-DM jeebmohne befahrbare Decke sowie24,-DMjedi denplatte für Festmist und Silage.

Voraussetzung ist wie bei allen Förderungen, dauvoru gung mit der Maßnahme nicht begonnen werd Anträge sind mit Lageplan, Berechnung des nutzbaren^ und Flächenbedarfs sowie der Kosten bei der Stad Beratungs- und Weiterbildungsstelle für Land- und Hai Schaft, Kirchstraße 46, in 6430 Montabaur, Tbl. 02 stellen. Dort erhalten Sie auch nähere Auskunft.

Gasversorgung Westerwald

Eine halbe Million Heizungen sind veraltet Neue Verordnung bringt mehr Beanstandungen | Modernisierung nicht auf die lange Bank schiebe" Seit Beginn der Heizperiode 1988/89 ist die neugef Bundesinunissionsschutz-Verordnungin Kraft. Nach da reinhaltevorschriften für Industrie und Kraftwerke s auch die sogenannten Kleinfeuerungsanlagen im privat] gewerblichen Bereich betroffen. Schärfere Anforderung sichtlich Rußbildung und Abgasverlusten sollen diel» zungsanlagen in den 25 Millionen Haushalten der Bunde blik umweltfreundlicher und sparsamer machen. Nach Schätzungen des Schornsteinfegerhandwerl

Bundesrepublik etwa 60 Prozent aller öl- und rund 40 " aller Gasheizungen älter als zehn Jahre. Viele dieser Experten rechnen mit etwa 500.000, werden zukünftig» rigkeiten haben, den Anforderangen der neuen Heizung gen Verordnung zu genügen. Besonders gravierende' rangen bringt die neue Verordnung für die Besitzer viejsj Zungen. Bislang war die Rußzahl drei erlaubt, künftige tanlagen der Wert zwei, für neue sogar die Rußzahleini deutet: Die zulässige Rußabgabe ist um ein, für neue sogar um zwei Drittel reduziert worden. Gleichzeitig6® öl- und G asfeuerungen in Zukunft niedrigere Grenz««