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Montabaur

Seite 16

Rückblick auf de« abgelaufene Haushaltsjahr 1988 Rückblickend auf das Haushaltsjahr 1988 kann die erfreuliche Feststellung getroffen werden, daß die Ortsgemeinde Gacken­bach zum 31.12.1988 über einen Rücklagenbestand von rd. 200.000,- DM verfügt - eine solide Ausgangsbasis zur Aufstel­lung des Etats 1989.

Aufgrund des unerwarteten Überschusses im Wirtschaftsbe­trieb Forst (+ 33.000,- DM) und durch Ausgabenverlagerungen bei verschiedenen Maßnahmen des Vermögenshaushaltes ver­besserte sich die finanzielle Situation im Haushaltsjahr 1988 derart, daßdieplanmäßigvorgeseheneNeuverschuldungin Hö­he von 20.000,- DM nicht nötig war und auch das Rücklagenpol­ster nur in geringem Maße beansprucht werden mußte.

Verwaltungshaushalt

Der Verwaltungshaushalt beinhaltet die ständig wiederkehren­den Einnahmen und Ausgaben einer Gemeinde Die Ansätze des J ahres 1989 haben sich an dem orientiert, was bei den einzelnen Haushaltsstellen im Vorjahr bewegt wurdet berücksichtigen mögliche Preissteigerungen oder sind aufgrund besonderer Vor­haben korrigiert worden.

Augenscheinliche Positionen des Verwaltungshaushaltes sind:

1. Einnahmen und Ausgaben des Wirtschaftsbetriebes Forst Aufgrund des vom Ortsgemeinderat am 07.10.1988 verab­schiedeten Hauungs- und Kulturplanes und des 1. Nach­tragshaushaltsplanes zum Hauungs- und Kulturplan wird mit einem Zuschußbedarf von 10.170,- DM gerechnet.

2. Einnahmen und Ausgaben bei Steuern, allgemeine Zuwei­sungen und Umlagen

Im Vergleich zum Vorjahr ist auf der Einnahmenseite eine Volumensteigerungvon 266.325,-DM auf 290.626,-DM (+ 24.300,- DM) festzustellen. Verantwortlich hierfür zeichnet der Einnahmenzuwachs beim Gemeindeanteil an der Ein­kommensteuer und bei den Schlüsselzuweisungen. Obwohl die örtliche Steuerkraft in dem für die Berechnungmaßgeb­lichen Bemessungszeitraum (01.10.1987 bis 30.09.1988) konstant geblieben ist, erhöht die Ortsgemeinde aufgrund eines höheren Schwellenwertes (74 % der landesdurch­schnittlichen Steuerkraft) in 1989 109.000,- DM an

Schlüsselzuweisungen anstatt der in 1988 veranschlagten 95.000,- DM.

1988 1989

Steuerkraftzahl 159.121,- DM 159.301,- DM

Einwohnerzahl 419 420

Schwellenwert 606,59 DM 639,80 DM

Auf der Ausgabenseite ist bei der Kreis- und der Verbandsge­meindeumlage ein Anstieg von insgesamt 9.861,- DM zu ver­zeichnen, da sich die Umlagegrundlage verändert hat.

1988 1989

Umlagegrund­lage 257.399,-DM 268.716,-DM +11.317,-DM

Kreisumlage 72.339,- DM

* 77.000,-DM + 4.661,-DM

Verbandsge­meindeumlage 86.300,- DM

* 91.500,-DM + 5.200,-DM * tatsächliche Umlagebeträge

Bei Gegenüberstellung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes ergibt sich ein Überschuß von 48.600,- DM (1988:42.500,- DM), der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Zieht man hiervon die ordentlichen Tilgungslei­stungen von 890,- DM ab, errechnet sich die freie Finanzspitze für das Haushaltsjahr 1989 auf Ü 47.610,- DM.

Vermögenshaushalt

Bedingt durch die in 1989 beabsichtigten Vorhaben sind 408.000,- DM bereitgestellt, die wie folgt investiert werden sol­len:

1. Kostenanteil der Ortsgemeinde am Ausbau des Stuhllagers und der Einrichtung eines Jugendraumes in der Grundschule Horbach.. 50.000,-

DM

2. Dorfemeuerungsmaßnahmen

- Verengung und Begrünung der K 171

in der Ortsmitte. 66.000,-DM

- Neugestaltung der Außenanlagen am

Gemeindehaus und am Parkplatz. 67.000,--DM

- Ausbau der Straßen »Im Wiesengrund

und »An der Pumpe« einschließlich Stra­ßenbeleuchtung und Straßenoberflächen­entwässerungsanteil . 48.000,- DM

Straßenbeleuchtungserweiterung Dorf- platz. 10.000,-DM

\~T |

3. Zuweisung an den Kultur- und

Heimatverein für Emeuenmgsarbeiten amTVimmpfad.

4. Zuschüsse für private Dorfemeuerungs- ^

maßnahmen.

5. Ausbau der »Neuen Hohl« einschließlich ^

Straßenbeleuchtung und Straßenoberflächen. entwässerungsanteU. i

6 . Ausbau der Waldstraße einschließlich'

Straßenbeleuchtung. 25 nn»

7. Straßenoberflächenentwässerungsanteii

»Alte Hohl« .

8 . Straßenbeleuchtungserweiterung

allgemein.

9. Sanierung der Friedhofskapelle.

10 . Errichtung einer Wasserzapfstelle auf '

dem Friedhof. 1O00|)

11 . Kostenanteil an der Erweiterung der

Ibilettenanlage in der Halle . jqqq. j

12 . Sanierung des Gemeindehauses. 53 ^;

13. Zuführung zur allgemeinen Rüc klage ' U~

- Planabrundungsbetrag - .

14. Tilgungsleistungen.

Zur Finanzierung dieses Ausgabenkataloges wurden sul Einnahmenseite veranschlagt: 1

1 . Ausbaubeiträge »Im Wiesengrund«

und »An der Pumpe«. 50.000-'

2 . Zuweisung des Landes zu den Dorf-

emeuerungsmaßnahmen. 36.000-

3. Ausbaubeiträge »Neue Hohl«. -

4. Zuweisung vom Kreis für die Sanierung

des Gemeindehauses.yojj

6 . Grundstückserlöse. 26,000-

6 . Zuführung vom Verwaltungshaushalt

7. Rücklagenentnahme. 200.000-

8. Einnahmen aus Krediten vom Kreditmarkt 15 , 000.

Ausblick 1990 -1992 Die Investitionen der kommenden Jahre werden schw mäßig von dem im Dorfemeuerungskonzept vorgt Maßnahmen geprägt; u.a. soll die Neugestaltung der Bei ße, der Gartenstraße, des Halfterweges und derNaturatei^ er am Pfarrhaus erfolgen. Weitere Projekte sind der Ausbi Bürgersteige an der »Hübinger Straße« in Dies, der Ausbi Straße »Am Kirchholz« in Kirchähr sowie die Fertigstell Sanierungsarbieten am Gemeindehaus.

Ausweislich der mittelfristigen Finanzplanungist dieFint rungdieser Vorhaben gesichert, wenn auchim Jahrl990Fi kapital von 4.000,- DM benötigt wird.

Spiegelbild der dauernden Leistungsfähigkeit sind die freit nanzspitzen der jeweiligen Haushaltsjahre:

1989 - Ü 47.000,- DM

1990 - Ü 48.000,- DM

1991 - Ü 49.000,- DM

1992 - Ü 50.000,- DM.

Einrichtung eines Jugendraumes im Zuge des Um -111 Erweiterungsausbaues des Grundschulgebäudes bescl Der Ortsgemeinderat beschloß im Zuge des Um- und En nmgsbaues der Grundschule den neu zu errichtendenJiij raum der Pf arrgemeinde G ackenbach-Kirchähr zumZw Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Unter Anrechn\nl nes noch zu beantragenden Landeszuschusses erklärt sid Ortsgemeinde bereit, 50 % der entstehenden Sachkostenfi Einrichtung dieser Räumlichkeiten zu übernehmen. Die bandsgemeindeverwaltung wurde beauftragt, da die Verbj gemeinde Gebäudeeigentümer (Schulträger) ist, entspre Nutzungsvereinbarungen zwischen ihr und den Ortsgem sowie zwischen den Ortsgemeinden und der Kirchengr vorzubereiten.

Erster Nachtragsplan zum Forstwirtschaftsplan 1» verabschiedet

Der Ortsgemeindeat stimmte dem ersten Nachtrags« Forstwirtschaftsplan 1989 einstimmigzu. Dieser Plan® die Düngung des Waldbestandes in verschiedenen Abtei des Gemeindewaldes zum Schutz gegen Immission» 1 Die Gesamtkosten belaufen sich auf 11.616,00 7.800,00 DM durch einen Zuschuß des Landes finanziert* 1 und der Rest (3.815,00 DM) von der OrtsgemeindeübenM wird. Die Ausbringung des Kalkes wird per HubschrauWJ gen, da dadurch eine genauere und gleichmäßigere vert* reicht wird. Die Kosten der Ortsgemeinde sind im Ha plan 1989 der Ortsgemeinde bereitgestellt.