Montabaur
Seite 2
Nr. 1/89
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Fastnacht in Montabaur
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J. O. Schneider
Fröhliche Schuster Alte Gecken««
ein Buch über die Fastnacht in Montabaur
Karneval 1989 - nicht nur die »Heiterkeit« feiert dieses Jahr mit dem 100jährigen Jubiläum als herausragendes Ereignis ihrer Vereinsgeschichte. Unabhängig davon wartet die Stadt Montabaur als Herausgeber mit einer »kamevaliterarischen« Besonderheit auf: Sie stellt den ersten Band einer Folge von Büchern vor, die sich mit dem Leben der Bürger rund um Schloß Montabaur befassen. Daß dem Karneval dabei eine nicht imbedeutende Rolle zukommt - wer wollte das in Frage stellen?
»Fastnacht in Montabaur. Fröhliche Schuster - alte Gecken« hat Autor Josef Otto Schneider sein Buch betitelt, das auf 180 Seiten einen Einblick in das närrische Geschehen der Kreisstadt vermittelt. In 19 Abschnitten schaut der Chronist - mal mehr, mal weniger intensiv - hinter die Maske, die sich die Bürger der Stadt in der »fünften Jahreszeit« aufsetzen.
Das Personenregister des Buches macht deutlich, daß die Fastnacht in Montabaur keine Angelegenheit nur einiger weniger Männer und Frauen ist: Zwischen 300 und 350 Bürger sind namentlich auf geführt - und es sind nicht einmal alle, die zu erwähnen gewesen wären, wie es im Vorwort heißt.
GKM und »Heiterkeit«, die Narrenzünfte mit der längsten Geschichte, steuern mit ihrem Wechsel vollen, nicht immer auf Harmonie zielenden Dasein einen wesentlichen Tteil zu den Schilderungen des Verfassers bei.
Der stellt zu Recht fest, daß die Montabaurer Fastnacht älter ist als die derzeit sie gestaltenden Gesellschaften. Auch andere Vereine der Stadt, deren Hauptaufgabe nicht Jux und Tbllerei sind, nehmen am bunten Treiben in der Fastnachtszeit teil - Mons Th- bor unter dem Narrenhut.
Wohl der bedeutendste Abschnitt kamevlistischer Zeitrechnung beginnt’für Montabaur mit 1946: Hier leben noch Augen- und Ohrenzeugen, begeben sich damals Aktive heute erst in den närrischen Ruhestand, gibt es eine ununterbrochene Reihe von Kappensitzungen, Bällen und bunten Abenden, rund vierzig Mal die drei tollen Tage und - bis auf zwei Jahre - 37 Narrenherrscher aus bürgerlichem Stand.
Der Autor, seit 1955 aktiver Kamevalist der »Heiterkeit«, fast drei Jahrzehnte Lokalberichterstatter der »Westerwälder Zeitung«, weiß aus der Fülle von Begebenheiten manch Köstliches zu erzählen und läßt den Leser gern hinter die Kulissen von Kappensitzungen und GKM-Fastnachtsvorbereitungen schauen. Zur Abrundung des Hintergrundes sind hier und da auch abseits der Fastnacht gelegene lokalgeschichtliche Fakten einbezogen.
Eingehend schildert der Verfasser die Prinzenkürungen seit 1952, widmet er ein Kapitel der Bruderschaft der Exprinzen und p
eines der Schloß-Garde Montabaur. Im Anhang sind einige I Lied- und Gedichtbeiträge, in der Absicht zu informieren, veröf- I fentücht. Einem ausführlichen Sach- und Personenregister *- schließt sich eine Th belle wichtiger N amen und Daten von 1952 bis 1989 an.
Rund 20 Zeichnungen der Montabaurer Grafikerin Gertrud Salzmann unterstreichen, künstlerisch hervorragend gestaltet, den Tfext des Buches, das sich in einem anspruchsvollen Einband als wichtiger Beitrag zur Stadtgeschichte präsentiert und den Rahmen einer sogenannten »Chronik« sprengt. Das Buch ist er- Di schienen bei Druck und Verlag Arfeller Montabaur. Die Erst- de auflage von 1.000 Stück wird sicher bald vergriffen sein. gv
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Hinweis auf die nächste kulturelle d,
Veranstaltung der Stadt Montabaur m<
Foto: Meyer - Hacke in fes
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Tenor JÖRG HANNES KUHN singt die »W interreise« von Franz Schubert im Rittersaal des Schlosses Montabaur am Freitag, 13. Januar 1989, 20.00 Uhr Diesen Zyklus kennt man hauptsächlich von Schallplattenauf- y e nahmen; nur ganz seltenkannmandaserschüttemde Vermächtnis des großen Komponisten hautnah »live« erleben. Di
»Musikalisch ist die Winterreise ein Phänomen. Zum ersten Mal j™ gibt Schubert seinen Liedern große, fast instrumentale Form, j*f offenbart rückhaltlos seine Seelenstimmung. Der Klavierpart kreiert - eine perfekte Mischung!« (Joseph Wechsberg). Dieses ™ 1 »Tbgebuch der Seele« ist Schuberts letzter Liederzyklus. Er ge -™ 1 währt Einbick in seine Verzweiflung, seine Hoffnung, seine Me-®* lancholie, zeigt aber auch Augenblicke überwältigender Freude. ^ Das wohl bekannteste Lied ist der »Lindenbaum«:. (Si
Sichern Sie sich Ihre Eintrittskarte rechtzeitig im Kartenvor-Qt verkauf bei der Verbandsgemeindeverwaltung, Rathaus Zim-^ mer 206, TfeL 02602/126.107 oder bei den bekannten Vorver-[Z( kaufsstellen. 37
Übrigens: Haben Sie schon den Veranstaltungskalender 1989j a der Stadt Montabaur ? Er liegt für Sie im Rathaus bereit.

