Montabaur
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Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Robert Stauch, empfahl dem Verlbandsgemeinderat zuvor, der Verwaltungsführung für das Jahr 1987 die Entlastung zu erteilen. Bei der grundsätzlich stichprobenweise durchgeführten Prüfung, so der Rechnungsprüfungsausschuß-Vorsitzende, hätten sich keine Hinweise bzw. Feststellungen, die einer Entlastung der Verwaltungsführung für das Rechnungsjahr 1987 entgegenstünden, ergeben.
Nr. 52/1
Haushaltssatzung und Haushaltsplan der Verbandsgemeinde Montabaur sowie Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke für das Jahr 1989 beschlossen
In diesem Wochenblatt sind grafische Darstellungen über die Entwicklung des Haushaltes der Verbandsgemeinde wiedergegeben.
Der I. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Montabaur, Heinz Reusch, nahm zu den Wirtschaftsplänen der Verbandsgemeindewerke 1989 Stellung und wies auf die beachtliche Eigenkapitalausstattung (59 % beim Betriebszweig Wasserversorgung, 64,2 % beim Betriebszweig Abwasserbeseitigung) hin. Schwerpunkte setze man im Wirtschaftsjahr 1989 im Bereich
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Ergebnis der Prüfung der Verbandsgemeindewerke - Wirtschaftsjahr 1987
Einstimmig erteilte der Verbandsgemeinderat dem Bürgermeister und den Beigeordneten gemäß § 114 Aba 1 der Gemeindeordnung die Entlastung für das Wirtschaftsjahr 1987 sowohl für den Betriebszweig Wasserversorgung als auch den Betriebszweig Abwasserbeseitigung. Dem Entlastungsbeschluß des Verbandsgemeinderates ging die Prüfung der Verbandsgemeindewerke zum 31.12.1987 durch die Mittelrheinische Treuhand GmbH (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) in Koblenz voraus. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat, Reiner Schlemmer, hob die sehr gute Eigenkapitalausstattung im Bereich der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung hervor. Wegen der in den J ahresergebnissen ausgewiesenen Verluste befürwortete Reiner Schlemmer die für das Jahr 1989 vogesehenen Erhöhungen des Wasserpreises und der Abwassergebühren. Der erhöhte Wasserpreis ab dem J ahr 1989 sollte nach Auffassung von Ratsmitglied Schlemmer für mehrere J ahre kostendeckend sein, da man die zumutbare Belastungsgrenze mit diesem Preis zumindest annähernd erreicht habe. Schlemmer fügte hinzu, daß die Situation im Bereich der Abwasserbeseitigung anders zu beurteilen sei Bei ständig steigenden Kosten durch notwendige Investitioen bei der Abwasserbeseitigung müsse der Bürger in den nächsten Jahren mit ständig steigenden Abwasserbeseitigungsgebühren rechnen.
Der im Jahresabschluß zum 31.12.1987 ausgewiesene Jahresverlust beim Betriebszweig Wasserversorgung beträgt 134.331,01 DM, der auf die Rechnung 1988 vorgetragen wird. Aufgrund des ab dem 01.01.1989 an gehobenen Wasserpreises wird die im Wirtschaftsjahr 1987 festgestellte Unterdeckung beim Entgeltaufkommen ausgeglichen.
Der im Jahresabschluß zum 31.12.1987 ausgewiesene Jahresverlust beim Betriebszweig Abwasserbeseitigung berägt 278.359,08 DM. Ein Ausgleich dieser Verlustsumme erfolgt zusammen mit dem Bilanzverlust aus dem Rechnungsjahr 1986 in Höhe von 204.914,44 DM (insgesamt 483.273,52 DM) durch Entnahme aus der allgemeinen Rücklage. Aufgrund der ab dem 01.01.1988 nach dem Kommunalabgaben ge setz vorgenommenen Umstellung und Neuberechnung der Abwasserentgelte ist die im Wirtschaftsjahr 1987 festgestellte Unterdeckung beim Entgeltsaufkommen ausgeglichen worden.
Wasserversorgung in der Fortführung der Baumaßn
»Hochbehälter Daubach« und der Installation der Meüdal
feraübertragungsanlage. Als Schwerpunkte im Abwasser!
reich nannte der I. Beieordnete die Fertigstellung der Klär
ge Simmera und den Baubeginn der Tfeichkläranlage Niedl
bach. Ebenso sei der Baubeginn der Kläranlage Holler für
Orte Holler, Untershausen und Niederelbert im Jahr 1989 vi
gesehen. Zudem habe man im Wirtschafsjahr 1989 bereits PI
nungskosten für den Bau der Kläranlage Girod veranschl'
Reusch fügte hinzu, daß man mit Fertigstellung der Kläranl
inSimmem75,6 % der E inwohner und Betriebe der Verbands,
mein de Montabaur an eine biologische Klär anal ge angeschl!
sen habe. Die hohen Ausgaben der Wasserversorgung und c
Abwasserbeseitigung in den vergangenen Jahren
der I. Beigeordnete, eine Anhebung der Entgelte für das J;
1989 erforderlich. Demnach ist für das Jahr 1989 von einer
höhungdes Wasserpreises um 0,10 DM/cbm Frischwasserbezto
auszugehen. Der Wasserpreis steigt somit von bisher 1 , 4 g DM
auf 1,65 DM pro cbm ab 01.01.1989. Ebenfalls um 0,10 D&
procbm Frischwasserzufuhr (bisher 0,90 DM pro cbm. ah iqfto rr, - —- - ... «■ - <. » mm mderJ
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1,- DM procbm) steigen dieGebühren für die Schmutzwasserbe-
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seitigung. Im Rahmen der wiederkehrenden Beitrag» ^ ^
Grundbetrag ab dem 01.01.1989 von 28,80 DM auf 30,00 DM 11 i, und der Beitragssatz für das Oberflächenwasser von 0,34 DM ^ -
auf 0,36 DM pro qm beitragspflichtiger Fläche erhöht. I. Bei] ordneter Heinz Reusch fügte hinzu, daß die Gebühren in der bandsgemeinde Montabaur im Vergleich zu den anderen bandsgemeinden im Westerwaldkreis auch nach der Erhöht imme r noch mit die niedrigsten seien.
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Stellungnahme der CDU-Fraktion Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Verbandsi meinderat, Wolfgang Müller, bezeichnet« den Haushaltsp!
1989, bedingt durch den geringen Umfang geplanter Inestit nen und durch eine verbesserten Finanzkraft der Gemeindi als einen Haushalt der Konsolidierung. Müller verwies insto- sondere auf die Thtsache, daß der Haushalt 1989 ohne zusätp- »der V che Kredite auskomme und zudem eine Sondertilgung ermögli- jsrad che. Die bevorstehende Erholungspause komme dem geplantfe) Umbau des Hallen'und Freibades zu einem freizeitorientier®D Bad entgegen, da die Realisierung dieser Pläne ohne finanzii Engpässe erfolgen solle.
Zu den Wirtschaftsplönen der Verbandgemeindewerke n; Ratsmitglied Hermann-Josef Schmidt (CDU) Stellt Schmidt ging auf die geplante Erhöhung des Wassergeldprei^ -y . um 0,10 DM procbm ein. Steigende Investitionskosten, zJ.der|
Bau des neuen Hochbehälters zwischen UntershausenundDait- bach, Investitionen für die Emeuerungund Erhaltung der hetze machten die geplante Erhöhung unumgänglich Rat: glied Schmidt vermerkte, daß sich der Wasserpreis seit demJab re 1983 nicht mehr verändert habe. Aufgrund laufender Inve: tionen und für die nächsten Jahre geplanter Investitionsm: nahmen sei auch eine Erhöhung der Abwassergel
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Haushaltsrede des Bürgermeisters
In seiner Stellungnahme zum Haushaltsplan 1988 ging Bürgermeister Dr. Possel-Dölken auf den seit Jahren unveränderten Satz der Verbandsgemeindeumlage (34.%) ein. TVotz des unveränderten Hebesatzes könne die Verbandsgemeinde im Jahr 1989 ein Mehraufkommen von 800.000,- DM verzeichnen. Der Bürgermeister führte diese Mehreinnahmen auf die gestiegene Steuerkraft und die allgemeine positive wirtschaftliche Entwicklung, die sich auch in den Gemeinden abzeichne, zurück. Die Schaffung von drei zusätzlichen Stellen in der Verwaltung im neuen Jahr begründete der Bürgermeister mit zusätzlichen Aufgaben in einzelnen Bereichen der Verwaltung. Den Haushaltsplan 1989, der ohne Kredite auskomme und sogar eine Sondertilgung erlaube, bezeichnet« Bürgermeister Dr. Possel- Dölken als einen soliden Haushalt, der die Fortführung aller begonnenen M aßn ahmen erlaube Die finanzielle Lage, so der Bürgermeister, schaffe zudem den Spielraum, größere Vorhaben in der Verbandsgemeinde Montabaur zu be ginnen
Stellungnahme der SPD-Fraktion Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Verbandsi meinderat,Reiner Schlemmer bezeichnet« den Haushaltsp! 1989 insgesamt als einen sparsamen Haushalt. Die Verbe^ rang der Einnahmenseite im Verwaltungshaushalt führte F mitglied Schlemmer auf die gestiegene Steuerkraft der Ortsl mein den zurück, die es den Ortsgemeinden zum Tfeil ennöglicr entsprechende Rücklagen zu bilden. Die szusätzlichen Stellen der Verbandsgemeindeverwaltung sehe die SPD-Fraktion zd gend erforderlich an, obwohl das Jahr 1989 eine Steigerung! Personalkosten um 5,32 % bringe. Nicht nur Arbeitszeitverkj zungen, sondern auch zusätzliche Aufgaben im sozialen Berer machten, so Schlemmer, die Schaffung zusätzlicher Stellet! der Verwaltung erforderlich. Als erfreulich bezeichnete ” Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion den Rückgang' Zinsquote und die für das Jahr 1989 vorgesehene Sondet gung. Schlemmer sprach sich gegen eine Senkung des Umla satzes der Verbandsgemeindeumlage aus. Vielmehr befürw« teer, die Mehreinnahmen bei der Verbandgemeinde zur Senkt der Zinsbelastungen einzusetzen. Ratsmitglied Schlenn (SPD) stellte fest, daß die geplanten Investitionen des JakJ 1989 weit hinter den Investitionen der vergangenen J ahre zu rückliegen. Insgesamt werde jedoch ein Ausgleich durchdie jj hen Investitionen der Verbandsgemeindewerke geschaffen ! diesem Zusammenhang betonte der Fraktinsvorsitzende SPD-Fraktion, daß ein jährliches Ansteigen der Gebühienj Abwasserbereich, bedingt durch wichtige und notwendige 1" stitionen, in den nächten Jahren unvermeidbar sei.
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