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Nr. 45/88

Volkstrauertag

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GEDENKSTÄTTE DER BEIDEN WELTKRIEGE

Im Stadtteil Eschelbach in Montabaur

Foto: Görg

Die unzähligen Grabzeichen der Opfer von Krieg und Gewalt müssen Mahnung sein und Aufruf - an die Vernunft und an das Gewissen.

Wir sind es den gefallenen und vermißten Soldaten, den in Kriegsgefangenschaft Verstorbenen, den auf der Flucht, in den Städten durchBombenangriffeoder bei der VertreibungGetöte- ten und Verstorbenen, all denen, die im Widerstand gegen die Unmenschlichkeit des Regimes ihr Leben ließen, und den Op­fern der Verfolgung aus politischen, religiösen und rassischen Gründen schuldig, für ein offenes, friedliches und tolerantes Miteinander zu wirken.

Der Völksbund versteht diesen Gedenktag auch 43 Jahre nach dem Krieg als einen Tag der Trauer des ganzen Volkes und der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden. Dies gilt um so mehr, als wir in einer Welt leben, in der kriegerische Aus­einandersetzungen, Revolutionen und Tterror gegen Menschen zum Tagesgeschehen gehören.

Deshalb gedenken wir an den Gräbern der Verstorbenen und Ge­fallenen der letzten Weltkriege auf dem Ehrenhain Westerwald 1939/45 in Montabaur, Friedhof, an der Friedenstraße am Sonntag, dem 13. November 1988 um 17.30 Uhr.

Die Kranzniederlegung erfolgt im Auftrag der Landesregie­rung.

Die Gedenkrede hält Herr Landrat Peter Paul Weinert. Mitgestaltet wird die Gedenkstunde durch:

- den Musikverein Simmem

- den MGV »Harmonie Liederkranz« Eschelbach

- den Ehrenzug der Bundeswehr

- die Abordnung der Reservistenkameradschaft Montabaur

- die Abordnung der Freiw. Feuerwehr Montabaur

-die Abordnungder Schützengesellschaft »St. SebastianuseV.« Montabaur.

Aus diesem Anlaß laden wir alle Bürgerinnen und Bürger be­sonders die Jugend - zu dieser Veranstaltung ein.

Dr. Possel-Dölken Dieter Kanz

Bürgermeister Beauftragter des Volksbund

Deutsche Kriegsgräberfürsorge

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AUFRUF

zum Volkstrauertag 1988

des Präsidenten des Volksbund Deutsche KriegsgräberfUrsorge Hans-Otto Weber

ken an die Tbten der Kriege ist in diesem J ahr mit ng an das Ende des Ersten Weltkrieges vor siebzig n. Fast 10 Millionen Menschen verloren in den fahren ihr Leben. Zahllose Soldatenfriedhöfe - Stät- lenugund der Mahnung zum Frieden - entstanden I. wo der Krieg gewütet hatte inden die verantwortlichen Politiker - gefangen in l Mißtrauen und dem Gedanken nach Vergeltung - % zu einem dauerhaften Frieden. Ihre Unversöhn- pgwesentlichdazu bei, daß übersteigerter Nation alis- 18 mehr Einfluß und schließlich der Nationalsozialist Rtschland Oberhand gewinnen konnte.

Etliche Untersuchungen und die Darstellungen und imafter Zeitzeugen machen es heute jedem möglich, Mtlersin den Zweiten Weltkrieg in allen Phasen zu er- pschenyerachtung und rücksichtsloses Machtstre- seine Politik. Unsere jüdischen Mitbürger ge­fersten Opfern. Auch der tapfere Einsatz der über »nd jüdischen Soldaten bei der Verteidigung ihres f*wlandes im Ersten Weltkriegund die dabei erwor- Pcflnungen konnten sie vor unmenschlicher Verfol- |'«Dichtung nicht bewahren.

Soldaten und Zivilpersonen in vielen Ländern Eu- Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. B is in un- I tdas Leid der betroffenen Familien. Dies dürfen Tjwsen. Wir müssen erinnern. Wir haben die Pflicht, I-,M kommen, die Wahrheit zu sagen, nichts zu nichts zu beschönigen.

NACHRUF

Am 06.11.1988 verstarb im Alter von 69 Jahren

Herr Wilhelm Schmidt

Montabaur-Elgendorf.

Herr Schmidt trat im September 1969 in die Dienste der Stadt als Garderobenhelfer im Hallen- und Freibad. Diese Tätigkeit verrichtete er bis zu seinem Ausscheiden aus gesundheitlichen Gründen im Januar 1979.

Wegen seines ruhigen und ausgeglichenen Wesens war er bei seinen Kollegen geschätzt.

Rat und Verwaltung der Stadt und Verbandsgemeinde dan­ken für seine treuen Dienste.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.

Montabaur, 8.11.1988

Dr. Possel-Dölken Bürgermeister

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