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Montabaur

Seite 22

Nr.

ELBERTGEMEINDEN

Niederelbert

Trauerfeier am Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege

Die Ortsvereine, die Jugendgruppen sowie alle Bürger von Nie­derelbert sind zu einer TYauerfeier am Sonntag, dem 15. Novem­ber 1987, um 11.00 Uhr (nach dem Gottesdienst) eingeladen. Hübinger, Ortsbürgermeister

Wahlgrabstätten

Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein Einzelfall gibt mir Veranlassung auf eine bindende Festle­gung in der Satzung der Ortsgemeinde Niederelbert über das Friedhofs- und Bestattungwesen vom 09.02.1977 hinzuweisen. Diese Satzung hat auszugsweise folgenden Wortlaut:

§ 15 Wahlgrabstätten

(1) Wahlgräber sind nur als Doppelgräber zulässig und an den im Friedhofsplan vorgesehenen Stellen unter Beachtung der An­schlußbelegung vorgesehen.

(2) Die Nutzungsrechte an Wahlgräbem stehen nur Eheleuten zu, wenn der für die zweite Grabstelle vorgesehene Überlebende mindestens das sechzigste Lebensjahr vollendet hat und das Wahlgrab durch Zahlung der festgesetzten Gebühr erworben wird.«

Diese Festlegung wurde vom Ortsgemeinderat im Jahre 1976 getroffen und von der Kreisverwaltung anerkannt.

Die Erhaltung unseres 100 Jahre alten Friedhofes ist nur mög­lich, wenn die Gesamtbelegungszeiten für Grabfelder in der vor­gesehenen Form reduziert wird. Haben Sie daher dafür Ver­ständnis, daß ich keine Wünsche erfüllen kann, die gegen das geltende Recht verstoßen.

öffentliche Bekanntmachung Klärgrubenentleerung in Niederelbert

Die Verbandsgemeindewerke Montabaur setzen hiermit die Grundstückseigentümer in der Ortsgemeinde Niederelbert da­von in Kenntnis, daß ab November 1987 die Kläreinrichtungen entleert werden.

Wir geben dies bekannt, damit die Eigentümer sich hierauf ein- stellen können.

5430 Montabaur, 4. Nov. 1987 Verbandsgemeindewerke Montabaur Piwowarsky, Werkleiter

Bericht über die Sitzung des Ortsgemeinderates Niederelbert vom 3.11.1987

Ortsdurchfahrt Niederelbert

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Ortsbürgermeister Hübinger den I. Beigeordneten Heinz Reusch, Montabaur, Bau­direktor Alf Krüll, Straßenbauamt Diez, und DipLIng. Pies. Da­nach schilderte er kurz den bisherigen Werdegang des Bebau­ungsplanes.

In den ersten Jahren habe in beiden Fraktionen Einmütigkeit über das Vorgehen bestanden. 1982 sei der Beschluß zur Aufstel­lung des Planes aufgrund des überwiegenden Sonderinteresses der Ratsmitglieder von Herrn Reusch als Staatsbeauftragten gefaßt worden. Die Offenlage sei 1985 erfolgt. Es habe eine Rei­he von Bedenken seitens der Bürgerschaft gegeben. Diese hät­ten sich aber nicht gegen den ortsgerechten Ausbau der Haupt­straße gerichtet. Diese Bedenken seien vom Beauftragten im In­teresse der Bürger ausgeräumt worden. In Verbindung mit der Koordinierung der Planung zwischen Westerwaldkreis, Stra­ßenbauamt und der Verbandsgemeinde gebühre Reusch ein ho­hes Lob, daß er sich so für die Gemeinde, und damit für die Bür­gerschaft, eingesetzt habe.

Nach der Erstellung der Straßenplanung wurde der vorgesehe­ne Ausbau bei der Bürgerversammlung 1987 erneut vorgestellt. Erst dann seien Gegenstimmen aus der Bürgerschaft

zu verzeichnen gewesen. Im weiteren Verlauf hätten sah Anlieger der Hauptstraße Bedenken und Anregung 1 ' bracht. Aus diesem Grunde konnte das bisherige Konzern aufrecht erhalten werden. Es stelle sich jetzt die Fra»- eher Weise man möglichst kurzfristig die Angelegenheit!!! könne Der Ortsbürgermeister appellierte an die Veramt tung, die die Ratsmitglieder und die betroffenen Anliem»' 1 ser Sache zu tragen hätten.

Der I. Beigeordnete erklärte anschließend, daß erden; nochmals in einem Schreiben den Ausbau erläutern, in|L re zu den Schallachutzmaßnmahmen Stellun g n<»h m nn und auf die Konsequenzen der Einwendungen hin weisen Er bat DipLIng. Pies, Grundlagen und Folgen des Lännscb gutachtens zu erläutern, damit die Bürger aus dem Mund! Fachmannes einmal Grund und Anlaß des Vorgehens hfa Ing. Pies ging besonders auf die Frage ein, wann die Voran zungen auf Ersatz der Auf Wendungen für den Lärmschutz e. ben sind. Er führte aus, daß bei dem vorgesehenen Ausbau Teilbereichen mit Asphalt und in Tteilbereichen mit Pflast» Anlieger Anspruch auf Ersatz von Lärmschutzmaßnahm® ben.

Im Falle einer durchgehenden Tberung verlieren 11 Anliea, ren Anpruch, aber 62 Anlieger behalten ihren Lärmschutz Spruch, wenn auch nur in eingeschränkter Form. Pies bete daß der Lärm zunächst einmal vom Auto selbst aiio^ dem Unterschied zwischen Pflasterung und Asphalt wird! einer rechnerischen Lärmerhöhung von 3 dB aus poganpin ] einer Erhöhung von 3 dB ist von der Wahrnehmung für < menschliche Ohr gerade noch eine Veränderung feststell wenn es sich um vergleichbare Geräuschkulissen hanAdf eine Erhöhung von 10 dB wird subjektiv als Verdoppelung) Lärms empfunden. Außerdem würden bei den an gnnnm m n i Erhöhungen von 3 dB nicht die geschwindigkeitshemmeuc Maßnahmen berücksichtigt, die den Wert unter 3 drücken I beste Schutz sei - so Pies - die Geschwindigkeitsbeg langsamer gefahren werde, desto geringer werde der Uni schied zwischen einer geteerten und einer gepflasterten St ßendecka

Beigeordneter Reusch stellte fest, daß der Anspruch auf I schütz in den Bebauungsplan auf genommen worden sei und | mit Rechtsverbindung habe. Man solle das Thema des Lii Schutzes aber nicht nur auf die Frage Pflasterung oder 1 verengen. Er betonte noch einmab daß der Lärm zunächst u im besonderen durch die Autos und Lastwagen, die durch ij Ort fahren, entstehe Insofern wäre Lärm bei Asphalt und! sterung, und deshalb gibt es auch Lärmschutz in Bereicl denen kein Pflaster, aber Asphalt vorhanden ist. Es müsse J Zusammenhang gesehen werden, der durch Fahrbahmj Schwenkungen am Ortseingang, Ttenninseln in der Orts! selbst, das Anordnen von Latemenmasten, das Setzen von! lern und letztendlich das Pflastern einschließlich der Bäu] entstehe und so auf den andersartigen Charakter einer ( durchfahrt hin weisen soll Baudirektor Krüll unterstrich dies und fügte an, daß mitd Beaufragten und dem Straßenplaner ein Bündel von Ma' men überlegt und ausgeführt werden solL das verkehrsb gend und geschwindigkeitsdämpfend wirka Dieser ortsgi te Aubau mit der Pflasterung bewirke eine Geschwind^ minderung, die den Lärm verringere. Esnutzenichts,nuran(j Ortseingängen Pflasterstreifen anzulegen, auch in der Orts te müsse baulich etwas getan werden.

In Niederelbert sei aber nicht nur ein geschwindigkeita fender sondern auch ein ortsgestaltender Ausbau geplant.!] für stünden Haushaltsmittel bereit; sogar mehr, als in f Ortsdurchfahrt sonst normal.

»Ich warne davor, daß weitere Verzögerungen ein treten,! re Gemeinden Gewehr bei Fuß stehen, um ihre Straßenbau^ haben zu realisdieren« - so die Aussage von Baudirektor Kn Gleichzeitig wies Krüll darauf hin, daß noch bis zu seini Dienstantritt (vor drei J ahren) erst der Kanal verlegt wurdell was in Niederelbert geschieht) und erst einmal der Verkehr j Jahr über die provisorische Tberdecke gehen mußte Einen] zeit von zwei J ahren bei einer Ortsdurchfahrt wie 1 sei eine Selbstverständlichkeit für den, der i durchfährten habe.

»Die sachliche Diskussion des heutigen Abends hättesoaucuj der Öffentlichkeit geführt werden sollen«, sagte Wulf-U 1 Woeller für die Wählergruppe Ewald Hübinger. Deshalb®* er klar feststellen, daß seine Fraktion sich von den Au und Anschuldigungen gegen den I. Beigeordneten di wie das die Wählergruppe Hubert Hübinger gern» Herrn Reusch sei im Gegenteil für sein Engagement zua