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tfer punkte für ihre Lebensgestaltung wählen. Besonders Frauen, die sich voll der wichtigen Aufgabe Mutter widmen, stehen nach der Kindererziehung vor dem Problem, eine neue Aufgabe zu finden, durch traditionelle Aufgabenverteilung, Benachteiligungen und materielle Zwänge festgelegt zu sein,
ine
l es die freie Entscheidung der Ehepartner sein können, wie sie Erwerbs- und Familienarbeit unter
aufteilen.
Leit für die Familie«
jLjljenäcbeit umfaßt nicht allein die mechanischen Arbeiten wie Putzen, Kochen und Waschen, sondern 1 als umfassende »Arbeit für die Familie« auch »Management-Funktion« und gleicht der Leitung eines leinen Betriebes. So verstanden schafft die Hausarbeit erst die Voraussetzung für z. B. eine engagierte Jerufsarbeit oder ehrenamtliche Tätigkeit anderer Familienmitglie- k Vor allem die Schaffung von »Nestwärme«, eines Zuhauses, in jem sich die Familie wohlfühlt, in dem Kinder heranwachsen und jjje gesellschaftlich notwendige Orientierung erwerben können, ist |ie wichtigste Aufgabe der Hausfrau und Mutter. Die Bewältigung lieser Aufgabe stellt hohe Anforderungen an ihre fürsorgerischen, jflegerischen und emotionalen Fähigkeiten, aber auch z. B. an Orga- sationstalent und Durchsetzungsvermögen. Durch das Aufziehen fon Kindern erbringen gerade Mütter außerordentlich große Leistun- j (ür die Gesellschaft. Mit der Kindererziehung, aber auch mit der Betreuung alter und pflegebedürftiger Verwandter übernehmen viele im Frauen höchst wichtige Aufgaben.
Ohne Hausfrauen wäre es schlecht um unsere Gesellschaft bestellt!
1. Untersuchungen Ober die Zettverwendung In Familien kommen zu dem Ergebnis, daß die Famlllenarbeit 68 % des Bruttosozialproduktes ausmacht
2. Die britische Versicherung .Legal and General" hat ausgerechnet was Hausfrauen verdienen worden, wenn sie für Ihre verschiedenen Tätigkeiten nach englischen Lohnkosten bezahlt worden.
So ergibt sich ein Wochenlohn von rund 1110 DM; Im Monat etwa 4 440 DM.
Olga# Zahlen baliQifi ilndnrcksvol, welch# qto6i B edeutung dh in den FamiBen geleistete Arbeit der Kinderbetreuung und Haush al tsf üh r u ng fOr unsere Gesellschaft hat.
iben gemeinsam übernehmen und Verantwortung teilen.
Irauen sind nicht mehr so stark wie früher auf den häuslichen Bereich allein festgelegt. Berufliche Ausbil- ]dung und Erwerbstätigkeit sind zu einem festen Bestandteil ihrer Lebensgestaltung geworden. Dies bedeu- pt für viele Frauen allerdings eine Mehrbelastung, da ihnen die familiären Aufgaben off unverändert übliegen. Es wird primär von den Frauen erwartet, daß sie die Verantwortung für den Familienbereich tragen und den weitaus größten Teil der im Haushalt anfallenden Arbeiten übernehmen.
i Untersuchungen aus Baden-Württemberg arbeitet bei Vollerwerbstätigkeit beider Ehepartner der Mann in der Familie pro Tag zwei bis drei Stunden, und zwar in den Bereichen wie Reparaturen am (jaus, Gartenarbeit und Pflege des Autos. Bei den Frauen fallt eine tägliche Mehrarbeit im familiären Bereich von bis zu 6 Stunden an und das im traditionellen Feld des Haushalts und in der Kindererzie- . Zum Abbau dieser ungleichen Verteilung kommt es ganz wesentlich auf eine neue Bewußtseinsbildung sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern an. Wichtig ist, daß sie die Tätigkeit der Frau in [der Gemeinschaft mittragen, insbesondere dann, wenn die Frau durch Familien- und Berufstätigkeit einer loppelbelastung ausgesetzt ist.
Mehr Wahlfreiheit schaffen.
Damit für Frauen tatsächlich Wahlfreiheit besteht, ist es erforderlich, nicht nur die erwerbstätige Frau und Mutter, sondern auch die sich bevorzugt ihrer Familie widmen wollende Frau zu unterstützen, indem ihre Leistungen für die Familie gesellschaftlich stärker anerkannt werden. Die finanzielle Anerkennung in form des Erziehungsgeldes setzt hier ein Zeichen. Erziehungsurlaub und Erziehungsgeld ermöglichen es berufstätigen Müttern wie auch Vätern, sich ihrem Kind in der ersten wichtigen Lebensphase intensiv zu ^idmen, ohne dabei den späteren Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit aüfgeben zu müssen. Die Gewäh- iung des Erziehungsgeldes auch an nicht erwerbstätige Mütter und Väter und die damit verbundene Berücksichtigung von Erziehungszeiten in der Rentenversicherung leistet einen ersten wichtigen Beitrag för, daß nicht nur die Erwerbstätigkeit gesellschaftliche Anerkennung findet.
|h der Bundesrepublik Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau zwar weitgehend Weben; die faktische Gleichstellung schreitet jedoch erst allmählich voran. Nach wie vor klaffen Idee und Wirklichkeit im Alltag weit auseinander. Derart tiefliegende, alte und ständig neu belebte Verhaltenswei- Jnund Vorurteile, wie sie die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft prägen, lassen sich nicht allein pch Gesetze und auch nicht kurzfristig beseitigen. Alle Bürger, Männer und Frauen, müssen dort, wo I® Verantwortung tragen und etwas bewirken können - in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in fäiteien, Gemeinderat und Gewerkschaften - das ihrige dazu tun, damit Gleichberechtigung nicht nur auf |®m Papier steht.
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ilSVERWALTUNG DES WESTERWALDKREISES Gleichstellungsstelle • Geschäftsführerin: Marion Hofmann Pr-Altmeier-Platz 1, 5430 Montabaur, Telefon 02602/124301
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