Hallenbad Montabaur
- Fakten, Zahlen, Hintergründe •
m will die Verbandsgemeinde das Hallenbad überhaupt verändern?
,Hallenbad Montabaur existiert seit mehr als 20 Jahren. Es steht der Bevölkerung, den Schulen und Vereinen zur Verfügung, ilso ein Angebot der Verbandsgemeinde für ihre Bürger.
^bereiten den kommunalpolitisch Verantwortlichen folgende drei Gesichtspunkte:
]]S Sub stanzerhaltung sind erhebliche Investitionen erforderlich
^0 die Besucherzahlen zurückgehen und die Kosten steigen, erhöht sich der Fehlbetrag des Bades von Jahr zu Jahr.
Das Bad entspricht nicht mehr den Freizeitbedürfnissen der Bevölkerung.
Halb hat der Verbandsgemeinderat 1984 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Konzept erarbeiten sollte. Diese Arbeitsgruppe sich in vielen Stunden mit dem Problem befaßt, insbesondere
ine Reihe von Bädern besichtigt
mit Fachleuten gesprochen, um sich das nötige Wissen anzueignen,
Verschiedene Vorschläge auf ihre Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit untersucht.
{wichtigsten Erkenntnisse:
In vestitionen zur Substanzerhaltung:
bzu tun, wäre unverantwortlich. Viele Einrichtungen des über 20 J ahre alten Bades sind emeuerungs bedürftig. Der Architekt, ilasBad seinerzeit baute, hat in einer Studie ermittelt:
Kurzfristig müssen 1,5 Mia DM ausgegeben werden, um das Bad funktionsfähig zu erhalten (z. B. Erneuerung des Daches, Er Heizung und Lüftung sowie der Wasseraufbereitung).
Rechnet man die lang- und mittelfristigen Investitionen hinzu, ergibt sich ein Investitionsbedarf von mehr als 3 Mia DM.
La diese Erhaltungsinvestitionen sprechen folgende Gesichtspunkte:
Ult der bloßen Erneuerung der 'Ibchnik und der Sanierung der Fassade wäre nichts zur Steigerung der Attraktivität des Bades kan. (Kein Besucher kommt zusätzlich ins Bad, weil im Keller eine neue Heizung ist.)
Bereits jetzt belastet die Unterdeckungdes Hallenbades den Haushalt der Verbands gemeinde und der Stadt Montabaur er heb- jch Der aus allgemeinen Haushaltsmitteln aufzubringende Fehlbetrag beläuft sich 1986 auf 516.000 DM (incL Abschreibun- k). Auch wenn man die Abschreibungen außer acht läßt, verbleibt ein Defizit von 412.000 DM. (Es handelt sich dabei um tat- nchlich aufzubringende Leistungen).
niirde man die notwendigen Investitionen zur Substanzerhaltung durchführen, ohne daß zusätzliche Besucher gewonnen wer- k stiege das Defizit allein infolge der Kapitalkosten (7 % von 1,5 Mia DM) um jährlich 105.000 DM auf 520.000 DM. Schlimm- pfalls könnte die Verbandsgemeinde gezwungen sein, dasBad zu schließen, weil der Fehlbetrag nicht mehr zu finanzieren ist.
jteucherzahlen sinken:
{besuchten 73.428 Personen das Hallen-und Freibad (einschließlich Schulen, Vereine etc.). Im besten Betriebsjahr (1971) waren 1.620. In den letzten Jahren ist eine ständigrückläufige Tbndenz festzustellen (1977 = 136.033; 1982 = 91.864). Diese Zahlen »sichtigen auch Schulen und Vereine
pliegt das?
per auch an der Konkurrenz in der Nachbarschaft; f z usätzlichen Freizeitangeboten;
lischeidend dürfte aber sein, daß die als Sportbad konzipierte Einrichtung nicht mehr dem entspricht, was die Bevölkerung Inn einem attraktiven Angebot erwartet.
p entspricht nicht mehr heutigen Freizeitbedürfnissen der Bevölkerung
pkläufige Besucherzahlen und steigende Defizite sind kein unabwendbares Schicksal! Eine ganze Reihe von Städten und Geraden hat bewiesen, daß es möglich ist, diese Entwicklung zu stoppen, wenn man das Bad so gestaltet, daß für die Bevölke- Pgein attraktives Angebot geschaffen wird. Andere Gemeinden haben erkannt, „daß die Mehrzahl der Menschen... nicht ^sportliche Ertüchtigung sucht, sondern Erholung und Entspannung” (test-Stiftung Warentest 10/1987, S. 86) suchen. Un- psuchungen und Erhebungen haben ergeben, daß Besucher von Bädern in erster Linie folgendes erwarten: pnununikation ptspannung ruhe
Spiel und Unterhaltung
Pewirtung auch im Bad. f
l as findet man leider beim heutigen Zustand des Bades nicht. Es fehlen ausreichende Angebote F Familien mit Kindern F Jugendliche F Erwachsene
Fbalb sollen zusätzliche Angebote geschaffen werden, um den optischen Eindruck zu verbessern, eine Atmosphäre zu schaf- F die an Sonne und Urlaub erinnert, in der sich der Badegast wohlfühlt.
der nächsten Seite befinden sich die Pläne zur Umgestaltung des Bades zu einem freizeitorientierten Bad.)

